In dieser Saison hatte die UEFA Europa League im RTL-Programm ein festes Lead-In: Das einst aus "TV total" hervorgegangene Quiz "Blamieren oder kassieren", das auch fester Bestandteil von "Schlag den Raab" und "Schlag den Star" war und von ProSieben im Sommer 2022 als eigenständige Show ausgekoppelt wurde. Trotz über neun Prozent Marktanteil setzte ProSieben das Format aber eigenständig nicht fort, sodass ein Jahr später RTL zugriff und somit eine Lücke zwischen Primetimestart um 20:15 Uhr und dem Anpfiff der UEFA-Fußballspiele um 21 Uhr schloss.

 

30 Minuten lang lief "Blamieren oder kassieren" in dieser Fußballsaison donnerstags, doch weil die Quoten zuletzt stark zurückgingen, wird RTL keine weitere Staffel des von Elton präsentierten Formats beauftragen. Das hat der Sender am Mittwoch gegenüber "Bild" bestätigt. Das Format habe die Marktanteile nicht durchgängig gehalten, begründet der Kölner Sender die Entscheidung. "Wir konzentrieren uns nun auf andere tolle Projekte mit Elton", hieß es mit Blick auf das in Kürze anlaufende "Drei gegen Einen" und das "RTL EM-Studio".

Marktanteils-Trend: Blamieren oder kassieren

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Quelle: DWDL.de-Recherche
dwdl.de/zahlenzentrale
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Die ersten vier (im vergangenen Herbst) bei RTL gelaufenen Folgen des halbstündigen Ratespiels hatten in der klassischen Zielgruppe noch klar zweistellige Quoten geholt, von diesen Werten zeigte sich die von Elton moderierte Sendung zuletzt ein gutes Stück entfernt. Seit Anfang März holte das Programm zwischen sechseinhalb und achteinhalb Prozent bei den Jüngeren.

 

Zu wenig zu tun dürfte Elton auch künftig nicht haben, unlängst hatte RTL-Programmchefin Inga Leschek Elton doch bekanntlich eine Liebeserklärung gemacht. "Wir lieben Elton. Und wenn er jetzt auf einmal ein bisschen mehr Zeit hat, dann wird ihn die RTL-Family natürlich mit offenen Armen empfangen", sagte sie vor wenigen Tagen – als Reaktion auf die ProSieben-Entscheidung, "Schlag den Star" fortan nicht mehr von Elton moderieren zu lassen.

Und nicht nur die RTL-Family dürfte Elton mit "offenen Armen" empfangen, in an Ostern veröffentlichten Clips war bereits zu sehen, dass der ehemalige "TV total"-Praktikant auch heute noch in Kontakt mit Stefan Raab steht. Und der hat mit seiner neuen Produktionsfirma Raab Entertainment bekanntlich ja auch einiges vor. 

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