Es gibt verschiedene Arten der Kommunikation. Eine, die einige Branchen-Experten in den kommenden Monaten beschäftigen wird, ist die politische Kommunikation. Im September 2021 steht nämlich die Bundestagswahl an und alle Parteien wollen die Menschen im Land so gut es geht von den eigenen Ideen überzeugen - oder auch von den eigenen Köpfen. Raphael Brinkert betreut mit seiner Agentur den Wahlkampf der SPD. Im DWDL.de-Podcast "Zwei Herren mit Hund" spricht er mit Kai Blasberg und Thomas Koch über Herausforderungen und Ziele. 

"Die Menschen erwarten Inhalte. Das wäre eine neue Form der politischen Kommunikation", erklärt Brinkert und sagt so auch etwas über die Kommunikation in der Vergangenheit. Anders als bei der Arbeit für klassische Marken könne man hier nicht jahrelang an Kampagnen feilen, alles laufe auf einen Termin im September 2021 hinaus, so Koch. Daher könne man eine Partei auch nur bedingt so händeln wir eine traditionelle Marke, sagt Brinkert. Die Partei stünde permanent in der Öffentlichkeit, das sei ein großer Unterschied. 

Die Herren mit Hund sprechen aber auch über die #BesondereHelden-Kampagne der Bundesregierung, die in dieser Woche veröffentlicht wurde und negative wie positive Reaktionen gleichermaßen hervorgerufen hat (DWDL.de berichtete). Sogar international sorgten die Videos für Schlagzeilen, der kanadische Premier Justin Trudeau verbreitete einen der von Florida Entertainment produzierten Spots weiter. "Es ist doch interessant, dass sich über die Spots unterhalten wurde. Sie haben einen bestimmten Nerv getroffen, damit hat man das erste Ziel erreicht", sagt Brinkert. Und auch Koch freut sich über die Tatsache, dass Deutschland über die Videos geredet habe. "Das muss Kommunikation erst einmal schaffen." Grundsätzlich, so Koch, fehle in Deutschland aber oft "der Schmunzel-Effekt", wenn es um Kommunikation gehe.