Quelle der Daten für diesen Artikel: all eyes on screens

Wie schon vor einem Jahr ist Das Erste an Silvester dank Florian Silbereisen der Quoten-Primus gewesen, rund viereinhalb Millionen Menschen sahen seinen Silvester-"Schlagerbooom" (DWDL.de berichtete). Und auch der Blick auf die Verlaufskurve von All Eyes on Screens unterstreicht die Stärke der Silbereisen-Show: Fast durchweg konnte die Show nach und nach zulegen und Publikum einsammeln. Dem ZDF gelang das mit "Willkommen 2026" zunächst nicht, erst nach 22:30 Uhr setzte hier ein Aufwärtstrend ein. 

Wie immer schalteten dann kurz vor Mitternacht etliche Menschen ihre TV-Geräte ein - davon profitierten Das Erste und das ZDF in besonderem Maße. Vor allem die Mainzer wurden mit ihrer Live-Show aus Hamburg überproportional gesucht und gefunden, wie wie Verlaufskurve eindrucksvoll zeigt. Das Erste konnte zwar auch spürbar zulegen, im ZDF war das Plus an Zuschauerinnen und Zuschauern aber nochmal deutlich größer. 

251231primetime © All Eyes On Screens

Die Daten von All Eyes On Screens enden um Mitternacht - allerdings bleiben für gewöhnlich auch über 0 Uhr hinaus die Reichweiten zunächst sehr hoch, weil der Fernseher bei vielen im Hintergrund weiter läuft. Das lässt sich auch in den offiziellen Quotenlisten der AGF ablesen: Das Erste kam bis 2 Uhr noch auf durchschnittlich mehr als 3 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer, meistgesehen Sendung beim jungen Publikum war zudem eine "heute Xpress"-Ausgabe, die um 0:48 Uhr begann.

Bei den anderen Sendern zeigen sich am Silvesterabend kaum auffällige Schwankungen. Die Privatsender haben den Nachteil, dass sie in ihren Werbepausen regelmäßig Publikum verlieren, das sie in der weiteren Folge erst mühsam wieder einsammeln müssen. Bei RTL gelang das der "Ultimativen Chartshow" jedoch ziemlich gut. Joko und Klaas sorgten derweil bei ProSieben um kurz vor Mitternacht für keinen erkennbaren Einschaltimpuls. 

Die Primetime-Kurve von All Eyes On Screens finden Sie täglich an ihrem festen Platz in der DWDL-Zahlenzentrale.

Wie die Kurven von All Eyes on Screens zu lesen sind

Die Daten von All Eyes On Screens sind, anders als die AGF-Zahlen, nicht bevölkerungsrepräsentativ. Sie werden also nicht anhand eines Panels gewichtet und hochgerechnet, sondern geben die tatsächlich gemessenen Gerätedaten aus rund einer Million von insgesamt knapp neun Millionen Vodafone-Haushalten wieder. Mehr Hintergrund zu diesen Daten gibt es hier. Aussagekräftig sind somit weniger die Höhe der Reichweitenkurven zueinander als die Entwicklung innerhalb eines Senders und die Erkenntnisse zu Umschaltzeitpunkten.