
Das RTL-Dschungelcamp ist wie immer eine Wundertüte. Es gibt Enttäuschungen wie Gil Ofarim, der überhaupt nicht über seinen Lügen-Skandal sprechen will und auf eine angebliche Verschwiegenheitsvereinbarung verweist, deren Existenz noch nicht restlos geklärt ist (Ofarims Anwalt spricht der wohl von einer solchen Vereinbarung). Und dann ist da Ariel, die zuvor wohl nur eingefleischten Realityfans ein Name gewesen sein dürfte. Ariel sorgt derweil für den meisten Gesprächsstoff im Camp, weil sie mit ihrer forschen Art bei fast allen anderen Campern aneckt. Rund um den Dschungel werben viele Marken und nutzen so die hohen Reichweiten, die "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" bietet - unter anderem auch die P&G-Waschmittelmarke Ariel.
Und auch wenn man Ariel (Reality-Sternchen) und Ariel (P&G) unterschiedlich ausspricht: Eine Nähe gibt es allein durch die gleich geschriebenen Namen. Und Procter & Gamble hat seine Marke auch bewusst im Dschungel-Umfeld platziert. Insgesamt schaltete man 485 Spots, das entsprach einer Bruttoreichweite in Höhe von 318 XRP. Von den 485 Spots liefen zehn im Dschungel-Umfeld, sechs bei der Hauptshow und vier bei der "Stunde danach". An allen Tagen des Dschungelcamps war auch Ariel in einem der Werbeblöcke zu sehen. Insgesamt liefen 9,3 Prozent aller Ariel-Spots bei RTL - und diese machten 31,2 Prozent der gesamten Bruttoreichweite aus.
Darüber hinaus war Procter & Gamble noch mit vier weiteren Marken in den Top 25 vertreten - Wick (2), Lenor (5), Always (10) und Pampers (14). Für Ariel reichte es zu Platz 23 im Ranking der reichweitenstärksten Marken der Woche. Reichweitenstärkste Marke in den zurückliegenden sieben Tagen war Kinder. Ferrero ließ er etwas mehr als 1.000 Spots schalten und brachte es so auf 675 XRP.
Vinted, das sich kürzlich stark aus einer Werbepause zurückgemeldet hatte, hat seinen Werbedruck zuletzt ebenfalls noch etwas weiter erhöht. Der Online-Secondhand-Shop war mit 2.830 Spots in den Werbeblöcken der TV-Sender vertreten, das entsprach 558 XRP. Die werbeintensivste Werbewoche des noch jungen Jahres hat derweil auch Lindt hinter sich: Von der Schokomarke waren zuletzt 485 Spots zu sehen, damit war eine Bruttoreichweite in Höhe von 327 XRP drin.
Das Werberanking kurz erklärt
All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.
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