Der Primetime-Verlauf: DFB-Pokal hält Publikum nicht bis zum Schluss
Die Übertragung der DFB-Pokal-Partie zwischen Eintracht Braunschweig und Eintracht Frankfurt zeigte zunächst während der ersten Hälfte einen recht stabilen Verlauf, nach dem Ende des Krimis im Zweiten schalteten zu Beginn der zweiten Hälfte dann aber ein paar weiter zum Fußball. Angesichts der recht klaren Verhältnisse - nach 61 Minuten führten die Frankfurter bereits mit drei Toren Vorsprung - gelang es allerdings nicht, das gewonnene Publikum bis zum Schlusspfiff dranzuhalten, ab etwa 22:05 Uhr setzte ein langsamer, aber kontinuierlicher Abwärtstrend ein.
Der Vorabend-Verlauf: ARD-Werbepause sorgt für "hallo deutschland"-Enspurt
Am Vorabend herrschte weitgehend Business as usual. Für die höchsten Ausschläge sorgten wie üblich die Nachrichten, besonders bei "RTL aktuell" zeigt sich ein enormer Ausschlag, die "Tagesschau" lässt die Reichweite des Ersten in die Höhe schießen und im ZDF wird der Peak mit "heute" erreicht. Einen interessanten Hüpfer gibt's aber auch schon zuvor: Wenn "Brisant" in die letzte Werbepause geht, dann steigt die Reichweite von "hallo deutschland" signifikant an - und Das Erste findet erst dann wieder in die Spur zurück, wenn das Magazin im ZDF zu Ende ist - was bedeutet, dass viele die ersten "Gefragt - Gejagt"-Minuten noch verpassen.
Wichtig bei allen All Eyes on Screens-Kurven: Sie sind, anders als die AGF-Zahlen, nicht bevölkerungsrepräsentativ. Sie werden also nicht anhand eines Panels gewichtet und hochgerechnet, sondern geben die tatsächlich gemessenen Gerätedaten aus rund einer Million von insgesamt 13 Millionen Vodafone-Haushalten wieder. Mehr Hintergrund zu diesen Daten gibt es hier. Aussagekräftig sind somit weniger die Höhe der Reichweitenkurven zueinander als die Entwicklung innerhalb eines Senders und die Erkenntnisse zu Umschaltzeitpunkten.
Daily Reach der TV-Vermarkter
Der Daily Reach gibt an, welchen Prozentsatz der gemessenen Vodafone-TV-Haushalte die Werbeblöcke und Sponsoring-Positionen eines Vermarkters erreicht haben - also eine Tages-Nettoreichweite.
Werbe-Ranking: Milka dreht auf
Schon in der letzten Woche hatte Mondelez ordentlich die Werbetrommel für Milka gerührt, in der Wochenauswertung reichte es immerhin für Platz 4. Zum Start in die neue Woche legte man nun aber nochmal eine ordentliche Schippe obendrauf und hängte alle anderen Marken mit einer Bruttoreichweite von über 200 XRP völlig ab. Zwar lag der Schwerpunkt auch weiterhin auf den Sendern der Ad Alliance sowie bei RTLzwei, doch anders als zuletzt war Seven.One Media zumindest nicht mehr völlig außen vor, vor allem Sat.1 wurde von den ProSiebenSat.1-Sendern in etwas größerem Umfang belegt - trug aber trotzdem weniger zur erzielten Bruttoreichweite bei als DMAX.
All Eyes on Screens stellt für das Ranking eine Liste aller gestern im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite aller Spots einer Marke in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes on Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für den gesamten Tag 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.