"Dancing with the Stars" ist die US-Adaption der britischen TV-Show "Strictly Come Dancing", von der auch das deutsche "Let's dance" abstammt. Dementsprechend leicht ist auch das Konzept erklärt: In jeder Staffel treten elf bis 16 Prominente Tanz-Laien gemeinsam mit einem Profi-Tänzer, der ihnen zur Seite gestellt wird. Gemeinsam müssen sie jede Woche neue Tanz-Stile erarbeiten und darbieten. Dabei werden sie sowohl von einer Jury als auch per Telefonvoting durch das Publikum - in den USA übrigens über eine kostenfreie Nummer - bewertet. Aus dem kombinierten Ergebnis ergibt sich, welches Paar die Sendung verlassen muss, ehe am Ende der Sieger feststeht.  

Das Format nimmt eine Art Sonderstellung im Reality-Bereich ein, weil es im Gegensatz zu den meisten anderen Shows auf Konfrontation oder Bloßstellungen verzichtet und vor allem auf den Glamour-Faktor setzt. Der bei der BBC für internationale Formate zuständige Colin Jarvis sprach einst vom Comeback der Familien-Unterhaltung - und die feiert weltweit Erfolge. Es wurde in 38 Länder verkauft und hat sich 2008 zum weltweit meistgesehenen Show-Format gemausert, wie "Television Business International" damals berichtete. 

Für ABC ist "Dancing with the Stars" schon allein deswegen wichtig, weil es eine beachtliche Zahl an prominenten Sendeplätzen im Programm einnimmt. So gibt sich ABC nicht mit einer Staffel pro Jahr zufrieden, sondern lässt sowohl im Frühjahr als auch im Herbst die Promis tanzen -  angesichts von fast 20 Millionen Zuschauern eine nachvollziehbare Entscheidung. In diesen Zeiten bestückt ABC dann zudem an zwei Abenden das Programm mit der Tanzshow, die Results-Show gibt es nämlich immer erst an einem zweiten Tag zu sehen.

"Dancing with the Stars" war seit dem Jahr 2006 durchgehend für einen "Emmy" nominiert und hat immerhin auch schon fünf Mal einen der Fernsehpreise abgeräumt, zuletzt im vergangenen Jahr.