Quelle der Daten für diesen Artikel: AGF Videoforschung

Nachdem RTL und ntv ihre Früh-Schiene im Mai neu sortiert und einheitlich aufgestellt hatten, blieben die Quoten auf einem übersichtlichen Niveau hängen - allen voran bei RTL. Beim großen Sender sahen in den zurückliegenden Monaten durchschnittlich weniger als 200.000 Menschen das neue "Deutschland am Morgen", das zeitgleich auch beim Nachrichtensender ausgestrahlt wird. Das Sat.1-"Frühstücksfernsehen" liegt normalerweise in allen Zielgruppen außerhalb der Schlagdistanz - an diesem Dienstag war das jedoch anders. 

Beide Sendungen unterhielten in der klassischen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen 50.000 Menschen. Für RTL ist das ein vergleichsweise gutes Ergebnis, Sat.1 liegt normalerweise deutlich darüber. Und so kam "Deutschland am Morgen" am Dienstag auf einen guten Marktanteil in Höhe von 13,1 Prozent, das "Frühstücksfernsehen" erzielte, auch bedingt durch die längere Sendezeit, nur 11,6 Prozent. 

Insgesamt sah das Bild anders aus: Sat.1 erreichte in der Früh zwischen 5:30 und 10 Uhr durchschnittlich 270.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Bei "Deutschland am Morgen" (6 bis 9 Uhr) waren 140.000 Menschen mit dabei. Auch in der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen ging das Duell zugunsten von Sat.1 aus: Während das "Frühstücksfernsehen" hier auf 10,8 Prozent Marktanteil kam, musste sich RTL mit 6,9 Prozent begnügen. 

Bei ntv kann man unterdessen zufrieden sein: Beim Nachrichtensender erreichte "Deutschland am Morgen" nochmal zusätzlich 53.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Beim Gesamtpublikum entsprach das guten 2,0 Prozent Marktanteil, in der klassischen  Zielgruppe wurden dagegen nur 1,3 Prozent gemessen. 

Im weiteren Verlauf des Vormittags konnte sich "Richter Alexander Hold" in Sat.1 kontinuierlich steigern und immer mehr Publikum einsammeln. Während die Gesamt-Marktanteile im grünen Bereich lagen, tat sich das Format beim jungen Publikum mit teils nur 1,9 Prozent sehr schwer. Bei RTL überzeugte "GZSZ" mit 220.000 Zuschauerinnen und Zuschauern sowie 14,7 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe. "Verklag mich doch" war dann ganz schwach unterwegs, mit Ulrich Wetzel und Barbara Salesch stiegen die Reichweiten spürbar an - ähnlich wie bei Alexander Hold lief es beim jungen Publikum aber nicht gut. 

Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.16; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;