Der WDR trauert um Gisbert Baltes, der für den öffentlich-rechtlichen Sender über viele Jahre hinweg über den Kölner Karneval berichtete. Wie der WDR am Sonntag mitteilte, starb der gebürtige Sauerländer nach Angaben seiner Familie nach langer schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren. Mit seinen Live-Reportagen vom Straßenkarneval in der Kölner Altstadt brachte Baltes dem Publikum in ganz Deutschland das Kölner Brauchtum näher - zuletzt vor zehn Jahren. Darüber hinaus war er auch als Reporter bei der Prokolamation des Kölner Dreigestirns im Gürzenich dabei. Baltes fungierte aber nicht nur als Moderator, sondern auch als verantwortlicher Redakteur.
© WDR/Annika Fußwinkel
Karin Kuhn
Vor allem im Karneval habe Gisbert Baltes "das Publikum mit Fachwissen und jecken Ideen begeistert", so Kuhn weiter. "Im Januar 2016 verabschiedete er sich auf der Bühne der ARD-Fernsehsitzung als personifiziertes Dreigestirn mit Zöpfen der Jungfrau, dem Ornat des Bauern und den roten Schuhen des Prinzen von der aktiven WDR-Redakteurszeit. Solche verrückten Ideen waren typisch für unseren Gisbert: selbstbewusst, humorvoll, das Herz auf der Zunge. Wir werden sein Andenken in der WDR-Unterhaltung stets in guter Erinnerung behalten und denken in dieser schweren Zeit an seine Frau und seine zwei Kinder."
Auch Lutz Schade, Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, würdigte die Verdienste des langjährigen WDR-Reporters: "Gisbert Baltes galt in Karnevalskreisen über Jahrzehnte hinweg als großer Freund und zugleich als kritischer Begleiter des kölschen Fastelovends. Er hat dazu beigetragen den Kölner Karneval und die Kölsche Lebensart zu den Menschen in ganz Deutschland zu transportieren. Dafür gebührt ihm der große Dank aller Karnevalisten."
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