© SRG SSR
Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG kehrt zurück auf UKW. Schon ab Mitte November sollen erste Sendestandorte wieder in Betrieb gehen, wie der öffentlich-rechtliche Sender mitteilte. Damit können zunächst rund 80 Prozent der Bevölkerung die Radioprogramme der SRG wieder analog empfangen. Hintergrund ist eine Änderung der politischen Rahmenbedingungen: Das Schweizer Parlament hatte Ende 2025 einer Verlängerung der UKW-Verbreitung zugestimmt. Ende 2024 hatte die SRG ihre UKW-Verbreitung eingestellt, damit aber viele Hörerinnen und Hörer verloren. Die privaten Anbieter befürchteten daher, dass es ihnen ähnlich ergehen würde. Die Wiederaufnahme kostet die SRG nun jährlich rund 6,5 Millionen Franken. UKW soll dabei als ergänzendes Angebot dienen und den Hörerinnen und Hörern mehr Zeit für den Umstieg auf digitale Empfangswege wie DAB+ und Internet geben. Eine vollständige UKW-Abdeckung ist zunächst nicht geplant. SRG-Generaldirektorin Susanne Wille erklärte, dass die Hörerinnen und Hörer "im Zentrum" stünden. "Den Entscheid des Parlaments, die UKW-Verbreitung weiterhin zu ermöglichen, hat die SRG als Auftrag verstanden. Wir haben deshalb rasch gehandelt und senden unsere Programme in allen Sprachregionen ergänzend zu den digitalen Kanälen auch wieder über UKW. Entscheidend für die SRG ist, dass unsere Inhalte die Menschen erreichen - einfach und verlässlich."
© WDR
Mit Beginn der Woche hat der WDR das Sounddesign seiner Jugendwelle 1Live verändert. Es ist der erste Relaunch seit sechs Jahren. "In einer Zeit KI-generierter Musik setzen wir mit 1Live ein Zeichen und haben uns bewusst für die Zusammenarbeit mit einem Produzenten entschieden, der bei seiner Arbeit auf echtes Handwerk und echte Instrumente setzt: Florian Kiermaier alias Flo August", schrieb 1Live-Chefin Schiwa Schlei auf LinkedIn. Kiermaier habe bereits an mehreren Nummer-1-Alben mitgewirkt, unter anderem für Nina Chuba, Kraftklub und Casper. Den Sound beschreibt Schlei als "rough, lebendig und mit Charakter - so wie die Marke 1Live eben. Ausgearbeitet wurden die Kompositionen schließlich im WDR unter der Leitung von Angela Traud und David Mannheim in Zusammenarbeit mit dem WDR-Studio für Klangdesign. Als Station Voice fungiert auch weiterhin Camilla Renschke.
© ARD
Radio Bremen hat eine achte Staffel des Krimipodcasts "Kein Mucks!" mit Bastian Pastewka angekündigt. Die neuen Folgen erscheinen ab dem 12. November jeweils donnerstags. Mit fast elf Millionen Wiedergaben alleine in diesem Jahr ist "Kein Mucks!" nach Angaben des Senders das nach Wiedergaben erfolgreichste Format in ARD Sounds. In dem Podcast präsentiert Pastewka Hörspiel-Krimis aus den Archiven der Öffentlich-Rechtlichen. Weiter geht's nun mit "Verwehte Spuren", einer Produktion des Bayerischen Rundfunks aus dem Jahr 1954. "Das ist eines der erfolgreichsten Hörspiele, das in Deutschland je produziert wurde", sagt Bastian Pastewka. "Schon 1935 hatte es seine Premiere, doch das Verschwinden der Ur-Version ist genauso geheimnisvoll wie das Hörspiel selbst." Für die neue Staffel verspricht er indes "Funk-Oldies aus der Mono-Mottenkiste, Fast-Vergessenes aus dem Repertoire. Unterhaltungskrimis ohne Gewähr, mit Stars wie Peter Pasetti, Katharina Brauren, Hanns Lothar, Eva Maria Bauer, Rose Renee Roth, Werner Kreindl, Gisela Uhlen und einem ganz jungen Marius Müller-Westernhagen."
© Marlene Gawrisch/Martin U.K. Lengemann/Politico
"Politico Deutschland" und "Welt" starten den neuen Politik-Podcast
"Inside links" mit Philippa Vögeding und Gerrit Seebald. In jeder rund 45-minütigen Folge, die auch auf YouTube als Video abrufbar ist, analysieren die beiden die Lage der
möglichen Koalition in der Hauptstadt sowie die
bundespolitische Debatte über Bündnisse im linken Parteispektrum. Unterstützt werden die beiden von einem festen Team aus Parteien- und Investigativ-Reportern von "Politico" und "Welt" sowie weiteren internen und externen Experten und Politikern. "Lange galt ein Linksbündnis auf Bundesebene nicht als reale Option. Nach den jüngsten Landtagswahlen zeichnet sich zwischen SPD, Grünen und Linken jedoch schon jetzt eine neue Lagerbildung in der Bundespolitik ab, die sich gegen Union, FDP und AfD richtet", so
Helge Fuhst, Vorsitzender der Chefredaktion von Springers Premium-Gruppe. "Das liefert reichlich Diskussionsstoff für unser neues Format. Der gemeinsame Podcast ist ein starkes Beispiel für die Verzahnung unserer Redaktionen." Mit
"Inside AfD" und "Insinde Kanzleramt" hatte die Gruppe in der Vergangenheit schon zwei weitere Politik-Formate gestartet.