WirtschaftskriseDie Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers zeichnet in ihrer Studie "Global Entertainment an Media Outlook: 2009 - 2013" ein recht düsteres Bild für die nähere Zukunft der Medien-Branche. Nicht nur, dass im laufenden Jahr erstmals seit längerem die Branchenerlöse weltweit im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent sinken werden, auch für 2010 erwartet PwC noch keine richtige Trendwende.

Besonders der Werbemarkt schwächelt. In diesem Jahr erwartet PwC einen massiven Rückgang um 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und eine Erholung sieht man erst ab 2011 - und auch dann nur allmählich. Dazu kommt noch, dass auch die Konsumenten in diesem Jahr weniger für Medien ausgeben werden als noch im vergangenen Jahr. PwC erwartet auch hier einen Rückgang um 1,2 Prozent.

Deutschland trifft die Krise der Studie zufolge sogar überdurchschnittlich hart. Bis Ende 2010 erwartet  PwC einen Erlösrückgang um 5,3 Prozent. Das wäre noch mehr als in den meisten anderen europäischen Ländern. Über den gesamten Zeitraum bis 2013 wird im Schnitt ein sehr schwaches Wachstum von jährlich 0,8 Prozent vorausgesagt - wobei die Werbeeinnahmen aber rückläufig bleiben sollen. Wachsen sollen lediglich die Segmente Online-Werbung, Außenwerbung und Werbung in Video-Spielen.

Während der Studie zufolge die Zeitungen und Zeitschriften besonders hart vom Einbruch des Werbemarktes erfasst werden, kann auch die TV-Branche nicht auf einen schnelles Ende der Krise hoffen. Im Jahr 2013 werden die TV-Sender der Studie zufolge kaum mehr durch Werbung erlösen können als 2008. Dafür prognostiziert PwC aber deutlich steigende Einnahmen durch Pay-TV, Video-on-Demand und andere Gebührenmodelle.