Seven.One Entertainment Group ©
News-Podcasts waren im Jahr 2025 das meistgehörte Podcast-Genre im deutschsprachigen Raum. Das geht aus einer neuen Studie des Podcast-Vermarkters Seven.One Audio hervor. Demnach verzeichnet das News-Genre bereits seit 2022 einen kontinuierlichen Anstieg der Nutzung. Lag die Zahl der validen Downloads Ende 2021 noch bei knapp über elf Millionen, waren es Ende 2025 bereits knapp 40 Millionen. Und während News-Podcasts 2024 noch 170 Millionen monatliche Plays erreichten, stieg die Nutzung 2025 auf 191 Millionen, also um zwölf Prozent. Mit deutlichem Abstand folgten Comedy (56 Millionen Plays) und Gesellschaft & Kultur (52 Millionen Plays). News-Podcasts werden dabei vor allem von älteren Zielgruppen genutzt: 25 Prozent der 60- bis 69-Jährigen und 22 Prozent der 50- bis 59‑Jährigen hören sie regelmäßig, die 18- bis 29‑Jährigen bleiben mit 13 Prozent deutlich zurück. Zudem ist die News-Hörerschaft nach Angaben der Studie auffallend gut ausgebildet und hat häufiger einen Fachhochschul‑ oder Universitätsabschluss.

Politico © Springer
Politico Deutschland hat eine Erweiterung seines Podcast-Angebots angekündigt und startet im Zuge dessen mit "Power & Policy" und "Inside AfD" gleich zwei neue wöchentliche Formate. Sie sollen den bestehenden "Berlin Playbook Podcast", das tägliche Audio-Briefing von Politico Deutschland, ergänzen. "Power & Policy" startet an diesem Donnerstag und soll zeigen, wo und wie wirtschaftspolitische Entscheidungen getroffen werden. Redaktionsleiter Jürgen Klöckner und Policy-Reporterin Joana Lehner sprechen darin mit Entscheidern aus Politik und Wirtschaft. Am 18. Februar folgt mit "Inside AfD" der nächste Podcast, in dem "Berlin Playbook"-Reporterin Pauline von Pezold und Welt-Redakteur Frederik Schindler den Aufstieg und das Innenleben der Rechtsaußenpartei analysieren. Zugleich soll der "Berlin Playbook Podcast" ausgebaut und samstags um eine Sonderfolge mit Deutschland-Chef Gordon Repinski erweitert werden. Zusätzlich moderiert Rixa Fürsen, Head of Podcast, ab dieser Woche jeden Freitag eine zusätzliche Nachrichtenfolge sowie ein wöchentliches "Security-Update" am Dienstagnachmittag. Die neuen thematischen Formate ersetzen das bisherige Nachmittags-Update. "Die Erweiterung um die Mega-Themen Wirtschaftspolitik und Rechtspopulismus ist das, was das Jahr 2026 von modernem Journalismus verlangt", so Gordon Repinski mit Blick auf die neuen Angebote.  

MausRadio © WDR
Der WDR will das MausRadio als Audio-Angebot im Internet weiterentwickeln, während die Verbreitung über DAB+ zum Jahresende eingestellt werden soll - als Reaktion auf die politische Vorgabe, ein Angebot weniger terrestrisch zu verbreiten. Geplant ist demnach, das Angebot ab 2027 in der "MausApp" und auf die-maus.de zu senden. Zudem könne das MausRadio "Herzstück für Grundschüler" im neuen Kinderprofil der Audiothek werden, die künftig auf den Namen ARD Sounds hören wird. Voraussetzung für die Umsetzung der Pläne ist allerdings zunächst der Abschluss des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zur Anpassung des WDR-Gesetzes. Nach Angaben des WDR sollen neue Sendestrecken Grundschulkinder "noch besser in ihrem Alltag begleiten". Angedacht sind etwa Live-Angebote zu stark frequentierten Radiozeiten, etwa eine Frühsendung und eine Nachmittagsstrecke, in der die Erlebnisse der Kinder im Vordergrund stehen sollen. 

Bayern 3 True Crime © BR/Leah Ruprecht
Der "Bayern 3 True Crime"-Podcast geht mit einem neuen Team an den Start. Neu dabei sind ab sofort Moderatorin Lea Geishauser und Rechtsanwältin Jana Jürgen, die im wahren Leben neben der Verteidigung mutmaßlicher Täter auch Opfer von Straftaten berät und arbeitet eng mit Hilfe-Hotlines und Opferverbänden zusammenarbeitet. Diese doppelte Perspektive soll sie nun auch im Podcast in die Einordnung der Fälle mit einbringen. In einigen Folgen der neuen Staffel, die vor wenigen Tagen gestartet ist, wird außerdem die kanadisch-deutsche Rechtspsychologin und Bestsellerautorin Dr. Julia Shaw zu hören sein. Sie ist auch für die BBC beim Thema True Crime im Einsatz.

Stephan Nolte © The Radio Group
Die The Radio Group Holding ordnet ihre Führungsstruktur neu. Wie am Donnerstag bekannt wurde, wird Stephan Nolte neuer Chief Executive Officer und das Unternehmen künftig gemeinsam mit Group-CEO Tim Lauth leiten. Gründer und Mehrheitsgesellschafter Stephan Schwenk zieht sich im Zuge dessen aus dem operativen Geschäft zurück und übernimmt den Vorsitz als Chairman. Daneben beteiligt sich die Hans Nolte Familienstiftung mit 26 Prozent an der Holding. Mit dem Einstieg erweitere man die finanzielle Basis und gewinn "zusätzlichen Spielraum für Investitionen und weiteres Wachstum", wie es heißt. "Wir bleiben ein Familienunternehmen", sagte Stephan Schwenk. "Gleichzeitig verbreitern wir unsere unternehmerische Basis und schaffen die Voraussetzungen, um unsere Marktposition langfristig weiter auszubauen.“ Und Tim Lauth erklärte: "Das Vertrauen der Familie Nolte bestätigt unseren Kurs. Mit der erweiterten Führungsstruktur und zusätzlicher Kapitalstärke können wir unsere Wachstumsstrategie konsequent fortsetzen."

Radio Energy © Radio Energy
Energy Deutschland ernennt den bisherigen kaufmännischen Leiter Christian Geisler zum neuen Chief Financial Officer. Gleichzeitig wird Alexander Hajek, bislang nationaler Programmdirektor, zum Chief Content Officer berufen. Beide berichten in ihrer Funktion direkt an CEO Olaf Hopp. "Ich arbeite seit vielen Jahren eng und vertrauensvoll mit beiden zusammen und schätze ihre fachliche Kompetenz, ihr immenses Engagement und ihre Persönlichkeit außerordentlich", sagte Hopp. "Mit dieser Entscheidung tragen wir der strategischen Bedeutung ihrer jeweiligen Aufgabenbereiche Rechnung und schaffen zugleich klare Strukturen für die kommenden Jahre, um den erfolgreichen Kurs nachhaltig fortzusetzen, an dem Christian und Alex einen maßgeblichen Anteil haben."

Dschungelkönig Gil Ofarim © RTL
Micky Beisenherz und Oliver Polak haben eine Folge ihres Podcasts "Beisenherz und Polak – Friendly Fire" gelöscht, Hintergrund sind Aussagen über Dschungelcamper Gil Ofarim und den von ihm erfundenen antisemitischen Vorfall vor einigen Jahren, für den der Sänger seither in der Kritik steht. Wie der "Spiegel" berichtet, spekulierte Beisenherz, seit Jahren ein Autor von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!", darüber, dass im Leipziger Hotel wohl doch eine antisemitische Beleidigung gegen Ofarim gefallen sein müsse. "Irgendetwas stimmt da nicht", erklärten die beiden Entertainer. Belege liefern Beisenherz und Polak nicht - und das ist möglicherweise auch der Grund für die Löschung der Folge vom vergangenen Samstag. Beisenherz erklärt die Löschung gegenüber dem Nachrichtenmanagzin so: "Bei einem Podcast, der nur einmal die Woche erscheint, ist mir das offen gestanden ein bisschen zu viel Geraune gewesen." Eine Intervention von RTL habe es nicht gegeben. "Die Intervention kam ausschließlich von mir selbst", so der Autor. 

NFL © NFL
Beim NFL-Radio von RTL kommt es zu Veränderungen, das hat ein Sprecher des Senders gegenüber "Digitalfernsehen" bestätigt. "Der Stream des RTL NFL Radios wird konzeptionell weiterentwickelt und als 24-Stunden-Musikstream mit dem besonderen Sound der NFL-Fans auch in 2026 verfügbar sein", heißt es aus Köln. Das NFL-Radio bleibte damit "ein fester Bestandteil der NFL-Inhalte bei RTL Deutschland." Während der Saison sendete das NFL-Radio zuletzt unter anderem Live-Talks und Vorberichte auf einzelne Spiele. Seit dem Ende der jüngsten Saison mit dem Höhepunkt des Super Bowls ist auf dem Sender nur noch Musik zu hören - dabei könnte es perspektivisch bleiben.