Thorsten Schorn bei WDR 2 © Lars Tiedje
25 Jahre lang moderierte Thorsten Schorn im WDR-Hörfunk - von 2001 bis 2017 bei 1Live, seither bei WDR 2. Doch nun stehen die Zeichen auf Abschied. Die nächste Woche wird seine letzte bei WDR 2 sein. Das hat der Moderator gegenüber DWDL.de bestätigt. Seine letzte Nachmittagsshow präsentiert er demnach schon am Freitag, den 4. September, ehe er neue berufliche Wege einschlagen wird, wie es heißt. "25 Jahre, länger als manche Ehe, was für eine fantastische Zeit - erst bei 1Live und dann bei WDR 2", sagte Schorn zu DWDL.de. "Danke an alle im WDR, mit denen ich tolles Programm machen konnte und die mir diese einzigartige Radioheimat erst ermöglicht haben. Lieber Westen, lieber Sektor, danke fürs Zuhören und die vielen schönen gemeinsamen Stunden. Jetzt freue ich mich auf etwas Neues." Andrea Schafarczyk, WDR-Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur, würdigte Schorns Leistung: "Thorsten ist ein brillanter Moderator, der das Radio liebt. Seine Leidenschaft für das Medium und sein prägnanter, charmant-frecher Stil sind einmalig. Wir bedauern es sehr, dass Thorsten nach so vielen gemeinsamen Jahren nun weiterzieht, respektieren aber natürlich seine Entscheidung. Umso schöner ist, dass er dem WDR und der ARD an anderer Stelle verbunden bleibt." Schon am 10. September kommentiert Thorsten Schorn wieder die Verleihung des Deutschen Radiopreises, die auch auf WDR 2 zu hören sein wird. Seit 2024 ist er außerdem Kommentator des Eurovision Song Contest.

Marcus Fahn und Philipp Eger © BR/Markus Konvalin; Montage: BR Michael Pustal
Der BR nimmt personelle Veränderungen an zentralen Stellen seiner beiden Hörfunkwellen Bayern 1 und Bayern 3 vor. So wird die Morgenstrecke bei Bayern 1 künftig nicht nur von Marcus Fahn präsentiert, sondern auch von Philipp Eger, der seine Premiere am 7. September feiern wird. Im Gegenzug soll sich Ulla Müller, die bisher eine Woche pro Monat am Morgen zu hören war, auf das "Bayernmagazin" auf Bayern 1 konzentrieren, das sie im Wechsel mit Christine Rose moderieren wird. Fahn hatte zuletzt mit der Radiosendung "Heute im Stadion" auf Bayern 1 sowie der Serie "Berghütten" im BR Fernsehen zusätzlich Aufgaben übernommen. Neu ist zudem, dass Claudia Conrath von Bayern 3 zu Bayern 1 wechselt und dort ebenfalls ab dem 7. September den Vormittag im Wechsel mit Melitta Varlam moderieren wird. Neu im Team des Senders ist außerdem Jerry Gstöttner, der ebenfalls von Bayern 3 kommt. Er übernimmt die Nachfolge von Achim Zeppenfeld, der Ende August in Rente geht, und wird ab 3. September mit einer neuen 90er-Show immer donnerstags von 20:00 bis 23:00 Uhr sowie am Wochenende zu hören sein.

Bayern 3 Crasher © BR / Fabian Stoffers
Bei Bayern 3 wiederum setzt man künftig am Morgen ein festes "Frühaufdreher"-Team. Konkret sind hier fortan Steffi Fischer und Sebastian Winkler durchgängig zu hören - neu ist, dass sie aber erst ab 6:00 Uhr einsteigen und damit eine Stunde später als bisher. In der Stunde zwischen 5 und 6 Uhr soll hingegen News-Anchor Holger August die Moderation übernehmen. Dazu will Bayern 3 während dieser Zeit "Frühaufdreher- und Comedy-Highlights" senden. Jaqueline Belle - bislang "Frühaufdreherin" neben Jerry Gstöttner - übernimmt am Vormittag die Sendeschiene von Claudia Conrath und wechselt sich dort mit Corinna Theil ab. Das "Update" am Mittag bleibt bestehen, bekommt mit Simone Faust und Lea Geishauser aber neue Moderatorinnen. Und dann plant Bayern 3 auch noch einen Ausbau der "Bayern 3 Crasher", die ab dem 14. September einen festen Platz im Feierabendprogramm erhalten. Die Show mit Stefan Kreutzer und Sebastian Schaffstein läuft künftig montags bis donnerstags von 16 bis 18 Uhr, zudem gibt es samstags ab 9 Uhr ein Best-Of zu hören - den "Wahnsinn der Woche". Im Zuge dessen sollen auch die Social-Media-Aktivitäten ausgebaut werden. Die "Bayern 3 Crasher" stünden "beispielhaft für die enge Verzahnung von Radio, digitalen Angeboten und Community-Reichweite", so der BR. "Mit der neuen Aufstellung entwickeln Bayern 1 und Bayern 3 ihre jeweiligen Stärken konsequent weiter", sagte Diane Dotzauer, Programmbereichsleiterin von Bayern 1, Bayern 3 und BR Puls. "Bayern 1 steht für Verlässlichkeit, Nähe zu den Menschen in unruhigen Zeiten und starke Persönlichkeiten am Mikrofon. Bayern 3 investiert in seine starken Duos und unverwechselbare Unterhaltung über Radio und digitale Kanäle hinweg. Wir schaffen die Voraussetzung für langfristigen Erfolg - im Radio und auf Social Media."

Hateland - Die Schill-Show © ARD
Bei ARD Sounds ist die zweite Staffel des ARD-Podcasts "Hateland" erschienen. Der Titel: "Die Schill-Show". Host Louis Klamroth berichtet darüber über den Aufstieg und Fall von Ronald Schill, der es einst als Rechtspopulist in Hamburg an die Macht schaffte. Die Recherche führte Klamroth von seiner Heimatstadt Hamburg bis nach Brasilien in eine Favela. Klamroth trifft für den Podcast Weggefährten, politische Gegner und andere prominente Beobachter. So kommen unter anderem Olaf Scholz, Ole von Beust, Fettes Brot, Samira El Ouassil, Gisela Friedrichsen, Olli Schulz, Jakob Lundt, Peter Lohmeyer und Olivia Jones zu Wort - eine bunte Mischung also. "Schill war die erste politische Figur, die ich bewusst wahrgenommen habe – nicht im Fernsehen, sondern ein paar Meter von mir entfernt, auf der Bühne meiner Schulaula", sagt Klamroth. "Ich habe damals gespürt, wie eine ganze Stadt in Aufregung gerät, ohne zu begreifen, warum. Dieser Podcast ist der Versuch, das 25 Jahre später zu verstehen." Produziert wird der Podcast von Florida Factual und Studio Bummens im Auftrag von NDR und WDR. Abseits von ARD Sounds, also auf allen anderen Podcast-Plattformen, erscheinen die Folgen wöchentlich. 

Mad Kinds © Norman Konrad / Der Spiegel
Der "Spiegel" startet einen neuen Politik-Podcast. Unter dem Titel "Mad Kings: Machtprobe für Deutschland" ist an diesem Donnerstag die erste Ausgabe erschienen. Fortan sollen die langjährige "Spiegel"-Auslandskorrespondentin Britta Sandberg und Christoph Hickmann, Leiter des Hauptstadtbüros, besprechen, welche Auswirkungen die sich abzeichnende neue Weltordnung auf die deutsche Politik hat. "Wir wollen die großen Themen der Politik aus zwei Perspektiven beleuchten, einer deutschen und einer internationalen. Ich freue mich auf tiefe Analysen von zwei überaus kompetenten Journalisten", sagte "Spiegel"-Chefredakteur Dirk Kurbjuweit. Zu aktuellen Anlässen soll es künftig auch Sonderfolgen geben, etwa zu den anstehenden Landtagswahlen im September. So soll das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt am 6. September von Sandberg und Hickmann gemeinsam mit der "Spiegel"-Redakteurin Ann-Katrin Müller eingeordnet werden.