FPÖ © FPÖ
Musik-Posse rund um die FPÖ und Ö3: Die Hofband der Rechtspopulisten, die John Otti Band, hat es geschafft, den Song "Immer vorwärts FPÖ" in den offiziellen Musikcharts zu platzieren, das Lied stieg auf Platz 20 ein. Mit Spannung wurde daher erwartet, ob der ORF-Radiosender Ö3 das Lied in seiner Chartshow spielen würde. Gelöst hat es der Sender dann so: 45 Sekunden des Songs wurden gespielt, danach folgte eine Einordnung durch den Politologen Peter Filzmaier. Der FPÖ schmeckte das nicht. Via Pressemitteilung attackierte man Ö3 in altbekannter Manier und erklärte, der Sender lasse "die Maske fallen". Mediensprecher Christian Hafenecker verwies auf Lieder von "linken Künstlern", die nicht extra erklärt werden würden. Im Song "Immer vorwärts FPÖ" heißt es unter anderem: "Zuerst das Volk und dann der Kanzler, Herbert Kickl geht voran".

1, 2 oder 3 © ZDF/Ralf Wilschewski
Elton, die deutsche Moderations-Allzweckwaffe, ist nun bald auch in Österreich im Einsatz. Im ESC-Vorentscheid "Vienna Calling - Wer singt für Österreich?" am 20. Februar gehört er neben Luca Hänni und Caroline Athanasiadis zum Promi-Panel, das die Auftritte der verschiedenen Acts kommentieren wird. Dabei vergeben sie jedoch keine Punkte oder haben eine Entscheidungsgewalt. Überzeugt werden muss letztlich eine internationale Fachjury sowie das Publikum. Elton sagt zu seiner Aufgabe: "Es ist mir eine unfassbare Ehre, dass mich der amtierende Europameister verpflichtet und in seinen Stab berufen hat. Für mich als wohl größten lebenden Österreich-Fan außerhalb Österreichs geht damit ein Traum in Erfüllung."

Geldscheine © Chobe / photocase.com
Die politische Einigung in Sachen Investitionsverpflichtung ist auch in Österreich genau registriert worden. Auch hier fordern Produktionsverbände seit längerem eine entsprechende Regelung, im Regierungsprogramm ist das Vorhaben festgehalten. Nur: Passiert ist bislang wenig. Die FilmproduzentInnenverbände aafp und FilmAustria haben nun ihren deutschen Kolleginnen und Kollegen zur Einigung gratuliert und noch einmal ihrem Wunsch Ausdruck verliehen, eine entsprechendes Gesetz auch in Österreich zu bekommen. "Wir hoffen sehr, dass die Bemühungen unserer gesamten Branche auch in Österreich bald Früchte tragen und es zu einer substanziellen Investitionsverpflichtung, verbunden mit einer Levy, kommt", sagt John Lüftner, Präsident der aafp. "Damit könnten dauerhaft jene Mittel für die heimische Film- und Serienproduktion mobilisiert werden, die das kreative Potential des heimischen Filmschaffens so dringend braucht und den Filmstandort Österreich absichert", ergänzt Helmut Grasser, Präsident der FilmAustria. Unter dem Begriff Levy versteht man die Abgabe auf im Land erzielte Umsätze von digitalen, audiovisuellen Plattformen.

Ich bin ein Star - Holt mich hier raus! © RTL / Pascal Bünning
Im Realityshows wie dem Dschungelcamp sieht man logischerweise immer nur die Promis, die am Ende einer Teilnahme zugestimmt haben. Die Verantwortlichen aller Formate fragen aber immer auch viele andere Personen an, die dann aber letztlich absagen. Im Fall von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" hat nun Ex-Fußballprofi Toni Polster öffentlich gemacht, dass RTL ihn unbedingt im Dschungel haben wollte. Gegenüber der "Wiener Zeitung" bezeichnete er ein Angebot von RTL als "finanziell fantastisch". Wieso er dann dennoch nicht am Dschungel teilgenommen hat? "Ich brauche meinen Kaffee in der Früh und mein Mittagsschlaferl. Ich möchte auch keine Stierhoden essen und Bungeejumping machen. So mutig bin ich nicht." Und so musste die RTL-Show in diesem Jahr ohne österreichische Beteiligung auskommen. 

Österreich in Zahlen

Dschungelkönig Gil Ofarim © RTL
Apropos Dschungel: Das Finale ist am vergangenen Sonntag bei RTL Österreich von 303.000 Menschen gesehen worden, das war für den Sender ein richtig gutes Ergebnis. Der Marktanteil in der klassischen Zielgruppe (12-49) lag bei sehr guten 18,8 Prozent. Bereits das Halbfinale am Samstag verzeichnete 244.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" belegte sämtliche Plätze der Top 5 der meistgesehenen RTL-Sendungen der zurückliegenden Woche. Ein großer Erfolg war im weiteren Verlauf des Sonntags auch der Super Bowl für RTL Österreich: Im Durchschnitt wurde die Übertragung von 66.000 Zuschauerinnen und Zuschauern gesehen, der Marktanteil beim jungen Publikum lag bei 36 Prozent

Olympische Winterspiele Milano Cortina 2026 © ORF/ORF-Tirol
Ansonsten steht aktuell jedoch ORF 1 im Mittelpunkt der Quoten-Betrachtung, durch die zahlreichen Olympia-Übertragungen läuft es für den Sender richtig gut. Schon die Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag erreichte 627.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, das entsprach 29 Prozent Marktanteil. Bereits am Samstag ist dann erstmals die Million-Marke geknackt worden, bei der Ski Alpin Abfahrt der Herren sahen 1,11 Millionen Menschen zu. 1,08 Millionen Menschen sahen einen Tag später die Damen-Abfahrt und damit auch den schweren Sturz von Lindsey Vonn. Die Marktanteile lagen bei 75 und 69 Prozent.