Austria-Update vom 16. September
Bundesliga-Blackout, Ergebnisse des ORF-Zukunftsforums
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Das ORF-Zukunftsforum ist beendet, nun müssen die erarbeiteten Reformen in konkrete Politik übersetzt werden: Das dürfte nicht einfach werden. Außerdem: Bundesliga-Zuschauer sehen schwarz und die Romy-Nominierten stehen fest.
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Andreas Babler
In der vergangene Woche hat das mit Spannung erwartete ORF-Zukunftsforum stattgefunden, bei dem es um künftige Weichenstellung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk gehen sollte. Medienminister Andreas Babler (SPÖ), der das Event veranstaltete, fasste am Ende zusammen, dass der ORF von seinen "digitalen Fesseln" befreit werden müssen - er übernahm damit das Wording von ORF-Chefin Ingrid Thurnher. Darüber hinaus soll eine schon lange geforderte Gremienreform angegangen werden, aus dem 35-köpfigen Stiftungsrat soll ein wesentlich kleinerer Aufsichtsrat werden. Zudem soll die bisherige Alleingeschäftsführung durch einen Vorstand abgelöst werden. Weitere Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen: Der ORF soll verstärkt "online only" und "online first" agieren, um mehr junge Menschen zu erreichen.
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Wichtig zu wissen: Die Ergebnisse des Zukunftsforums stellen lediglich Empfehlungen dar und sind noch längst keine beschlossenen Reformen. Jetzt müssen die Ergebnisse der Veranstaltung in politisches Handeln und ein ORF-Gesetz übersetzt werden. Ob das klappt, ist völlig unklar. Vor dem Zukunftsforum wurde bekannt, dass die Kanzlerpartei ÖVP sich eine ORF-Finanzierung aus dem Bundesbudget vorstellen kann - das wurde allgemein als Torpedierung des Zukunftsforums gelesen. Entsprechend scharf war die Reaktion aus dem Medienministerium. Andreas Babler erklärte, es sei nicht sein Stil, Positionen über Medien zu kommunizieren. In einem Interview mit dem "Kurier" sprach Babler von "nervösen Schnellschüssen". Der künftige ORF-Generaldirektor Clemens Pig hat das Zukunftsforum derweil genutzt, um Kooperationen mit anderen Medienhäusern zu beschwören. Er sprach diesbezüglich von einem "harten Arbeitsprogramm, mit einem harten Arbeitsethos". Verlegerpräsident Rainer Nowak begrüßte das und erklärte, dass könnte der "Startschuss für eine neue mögliche Kooperation" sein.
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Clemens Pig schwor den ORF aber auch harte Reformen ein. Man müsse Strukturen hinterfragen, Prozesse vereinfachen und das Unternehmen schneller, digitaler und effizienter machen, so Pig. "Das wird ganz bestimmt kein bequemer Prozess", erklärte er. Tatsächlich hatte der ORF zuletzt ja schon im Show-Bereich den Rotstift angesetzt, auch um die "Millionenshow" ranken sich nach wie vor hartnäckige Gerüchte, dass die kommende Staffel die letzte sein könnte oder dass das Quiz danach deutlich seltener kommt. Von einer ganz konkreten Streichung hat nun zuerst der "Kurier" berichtet, demnach stellt der ORF sein tägliches "ZiB Magazin" zum Jahresende ein. "Die Einstellung des vierminütigen Formats ist eine der ersten Maßnahmen im Rahmen der notwendigen Einsparungen in der ORF-Information", heißt es vom ORF. Die Marke soll erhalten bleiben, künftig werden im "ZiB Magazin" jedoch nur noch zehn bis zwölf Mal im Jahr rund 50-minütige Dokus und Reportagen gezeigt.
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Seit dieser Saison kümmert sich nicht mehr Sky um die Produktion der Bundesliga-Übertragungen, sondern Uppercut. Beim Pay-TV-Sender sind die Spiele zwar weiterhin zu sehen, man ist aber ausschließlich Signalabnehmer. Am vergangenen Wochenende gab es für Uppercut nun den Super-GAU: Während der Schlussphase des Topspiels zwischen Sturm Graz und dem Linzer ASK kam es zu einem Stromausfall, weshalb auch die Übertragung ausfiel. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sahen so unter anderem nicht den verschossenen Elfmeter der Grazer, auch eine strittige Szene, durch die es möglicherweise Elfmeter für die Linzer geben hätte können, war nicht zu sehen. Pikant: Auch der Videoschiedsrichter konnte die Szene aufgrund des Stromausfalls nicht überprüfen. Von der Bundesliga hieß es, man analysiere den Vorfall. "Abhängig von der Ursache wird geprüft, ob zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden können, um die unverändert hohen Standards in der TV-Produktion weiter abzusichern", erklärte die Liga gegenüber dem "Standard". An den "unverändert hohen Standards" hatte es zuvor schon Zweifel gegeben, weil Uppercut die Übertragungen seit dieser Saison mit weniger Kameras als in der Vergangenheit fährt. Da ist ein Ausfall wie jetzt Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Laut der Bundesliga liegen die Produktionskosten in dieser Saison ungefähr auf dem Niveau der vorherigen Spielzeit, Details nennt die Liga aber nicht.
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Die Nominierten für die diesjährige Romy-Verleihung sind bekannt gegeben worden, erneut können auch wieder viele deutsche Schauspielerinnen und Schauspieler bzw. Show-Größen auf eine Auszeichnung mit dem Film- und Fernsehpreis hoffen. In der Kategorie Show/Unterhaltung sind etwa Heidi Klum, Barbara Schöneberger und Hans Sigl, Verona Pooth und Joko & Klaas - neben anderen - nominiert. Als beliebteste Schauspieler TV/Streaming sind unter anderem Edin Hasanovic und Maximilian Brückner nominiert, Sandra Hüller kann auf eine Romy in der Kategorie Beliebteste Schauspielerin Film hoffen. Neu ist in diesem Jahr auch die Kategorie Ausgefallen, in der unter anderem Schlagersängerin Melissa Naschenweng für die ORF-Schmonzette "Herzklang" nominiert wurde. Alle Nominierten finden Sie hier.
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ProSiebenSat.1Puls4 hat einen Ausblick auf sein Programm für die kommenden Monate gegeben und auch einige neue Formate in Aussicht gestellt. So hat sich die Gruppe unter anderem durch eine Zusammenarbeit mit Warner Bros. Discovery Free-TV-Rechte an den Australian Open gesichert. Von 2027 bis 2030 sind jeweils zwei Matches pro Spieltag live auf Puls 4 zu sehen. Bereits bekannt war, dass auch das Champions-League-Finale ab 2027 bei Puls 4 gezeigt wird. Schon ab Oktober gibt’s zudem die erste Staffel von "Das große Backen Österreich" bei Puls 4 zu sehen. "Team Arnautovic" erhält zudem eine zweite Staffel und neu sind die Formate "Mein Hof - irgendwer baut immer Mist" und "Reality Oida", die beide bei ATV laufen werden. In "Reality Oida" werden Reality-Sternchen und solche, die es werden wollen, begleitet. In "Mein Hof" geht es bodenständiger zu, hier zeigen Landwirte aus dem ganzen Land ihren Alltag.
Bundesliga-Blackout, Ergebnisse des ORF-Zukunftsforums
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