Austria-Update vom 7. Oktober
Wow ist gestartet, Roland Weißmann sieht sich rehabilitiert
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Sky X ist Geschichte, dafür ist nun Wow gestartet. Unklar bleibt derweil noch, wie RTL die vielen Marken im frisch formierten Konzern künftig sortiert. Außerdem: Ex-ORF-Chef Weißmann sieht sich durch zahlreiche Chats entlastet.
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Ungeachtet der unklaren Zukunftsaussichten der Streamingmarke Wow durch die Übernahme von Sky Deutschland durch RTL, ist der Dienst nun in Österreich gestartet. Die Entscheidung zur Umstellung erfolgte freilich schon deutlich früher. Wow löst in Österreich Sky X ab, das dort seit 2019 aktiv war und damals Sky Ticket ablöste. Nun also Wow, dass das Streaming für die Kundinnen und Kunden besser machen soll. Der Streamer wird von mehr Geräten unterstützt als Sky X bislang, hinzu kommen individuelle Profile, personalisierte Empfehlungen, eine intelligente Suche und eine Merkliste. In wenigen Wochen soll es zudem ein Bundle bestehend aus Wow und RTL+ geben - darauf warten auch die deutschen Nutzerinnen und Nutzer noch. Ein konkretes Startdatum gibt’s noch nicht, es soll aber noch in diesem Jahr verfügbar sein.
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Am Mittwoch geht der Rechtsstreit zwischen ORF und Ex-Generaldirektor Roland Weißmann weiter. Vor dem Arbeits- und Sozialgericht geht es diesmal um die Pressemitteilung, die der ORF rund um Weißmanns Rücktritt versendete, der ehemalige ORF-Chef sieht darin eine Ruf- und Kreditschädigung. Für zusätzliche Brisanz sorgen nun 3.820 sichergestellte Nachrichten zwischen Weißmann und der ORF-Mitarbeiterin, die ihn zum Rücktritt aufgefordert hatte. Nach Informationen mehrerer Medien, die sich auf einen Zwischenbericht der Staatsanwaltschaft beziehen, sollen die Chatverläufe darauf hindeuten, dass der Kontakt zwischen Weißmann und der Mitarbeiterin über Jahre wechselseitig gesucht worden sei und sich kein Hinweis darauf finde, dass Weißmann ihr Konsequenzen angedroht oder sie eingeschüchtert habe. Weißmann sieht sich dadurch entlastet und hält den Vorwurf sexueller Belästigung für widerlegt. Wie der "Kurier" berichtet, gibt’s im ORF-Stiftungsrat auch schon Mitglieder, die einen Vergleich ausloten wollen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Mitarbeiterin und ihren Anwalt wegen des Verdachts der Erpressung und des Missbrauchs von Tonaufnahmegeräten. Wie schon bei den Vorwürfen gegen Weißmann gilt auch hier die Unschuldsvermutung.
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Das von der Bundesregierung geplante Medienpaket ist vorerst gescheitert. Eine für Ende September geplante Einigung kam im Ministerrat nicht zustande, weil die ÖVP offenbar weiterhin darauf besteht, auch Gratiszeitungen in die geplante Zustellförderung einzubeziehen. SPÖ und Neos lehnen das ab. Vorgesehen war bislang eine Förderung von 22,5 Millionen Euro jährlich ab 2027 für die Zustellung abonnierter Tages- und Wochenzeitungen. Zum Paket gehören sollten darüber hinaus unter anderem neue Regeln für die Haftung bei User-Kommentaren auf Social-Media-Seiten sowie die Umsetzung der EU-Richtlinie gegen sogenannte SLAPP-Klagen. Die Regierung will nun weiterverhandeln. Ob, und wenn ja wann, es zu einer Einigung kommt, ist aber unklar.
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Der freie Journalist Michael Bonvalot ist vor wenigen Tagen bei einer rechten Demo im oberösterreichischen Steyr vorübergehend festgenommen worden, darüber informierte er kurz nach seiner Freilassung selbst auf Social Media. Bonvalot erklärte, dass sich der Versammlungsleiter an seiner Anwesenheit gestört habe - und die Polizei ihn daraufhin zum Verlassen aufgefordert habe. "So funktioniert Journalismus nicht, so funktioniert Medienarbeit nicht", so Bonvalot in einem Video. Kurze Zeit später sei er in einen "üblen Schmerzgriff" genommen und abgeführt worden. Nach einer erfolgten Kontrolle habe er erneut berichten wollen, daraufhin sei er festgenommen worden. Der Journalist kündigte an, rechtliche Schritte gegen die Polizei einzuleiten. Gegenüber der APA spricht die Polizei in Oberösterreich von einer "Störung der öffentlichen Ordnung". Nach mehrfacher erfolgloser Abmahnung sei Bonvalot aus dem unmittelbaren Bereich der Versammlung weggewiesen worden. "Die Person kann eine angebliche journalistische Tätigkeit auch aus gewisser Entfernung, ohne Gefahr weiterer Eskalation, problemlos und störungsfrei durchführen, wie andere Medienschaffende auch." Weil der Journalist das missachtet habe, sei er festgenommen worden. Laut Polizei soll es eine Tätlichkeit des Journalisten gegen den Versammlungsleiter gegeben haben. Bonvalot bestreitet das und erklärte gegenüber der APA, bedrängt worden zu sein. Er habe deshalb versucht, sich Abstand zu verschaffen - das sei vom Versammlungsleiter als Schubsen interpretiert worden. Die Polizei zieht in ihrem Statement gegenüber der Nachrichtenagentur in Zweifel, dass Michael Bonvalot ein Journalist ist und bezeichnet ihn als "angeblichen Journalisten".
Österreich in Zahlen
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ProSiebenSat.1Puls4 hat im September den besten Monat seit Mai 2021 gefeiert, so erreichte die Gruppe 28,9 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen. Am 23. September erreichten die Sender der Gruppe mit 36,4 Prozent den stärksten Tag des bisherigen Jahres, dazu beigetragen hat ganz wesentlich "Bauer sucht Frau", das an diesem Tag bei ATV auf 25,3 Prozent kam. Insgesamt sahen 369.000 Menschen zu. Auf Monatssicht brachte es der Sender trotzdem nur auf 3,7 Prozent, für Puls 4 lief es mit 5,4 Prozent deutlich besser. ProSieben erzielte sogar 6,7 Prozent und war damit der erfolgreichste Privatsender in Österreich.
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Größter Privatsender beim Gesamtpublikum war unterdessen erneut ServusTV, das im neunten Monat des Jahres auf 4,7 Prozent Marktanteil kam und so klar vor Puls 4 (3,2 Prozent) und ATV (2,8 Prozent) lag. Bei den jungen Zuschauerinnen und Zuschauern im Alter zwischen 12 und 49 Jahren erzielten die Salzburger 4,3 Prozent. Der Insgesamt stärkste Sender war wie gewohnt ORF 2 mit 20,8 Prozent Marktanteil, ORF 1 kam auf 9,2 Prozent. Vor allem für ORF 1 ging es damit klar nach oben, im September 2025 kam der Sender nur auf 8,6 Prozent.
Wow ist gestartet, Roland Weißmann sieht sich rehabilitiert
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