oe24 © Mediengruppe Österreich
Die oe24 Media Group gibt ihre bundesweite terrestrische Radiopräsenz auf und überträgt die entsprechenden Sendestandorte an Welle 1. Der Salzburger Radiosender hatte im September gemeinsam mit Servus Media den Start eines bundesweiten Privatsenders unter dem Namen Servus Radio angekündigt. Damals dementierte oe24-CEO Niki Fellner noch einen Verkauf. Stattdessen setzt die Fellner-Gruppe nun auf eine Digitalkooperation mit der Antenne-Gruppe, die am 1. November gestartet ist. oe24 Radio ist dadurch künftig österreichweit über DAB+ zu empfangen, in Wien bleibt der Sender zusätzlich terrestrisch auf Sendung. Die bundesweiten UKW- bzw. terrestrischen Frequenzen gehen indes in das Projekt Servus Radio über, dessen Start noch für 2026 angekündigt wurde. Unklar ist bislang, wie das Programm inhaltlich gestaltet sein wird.

Joyn Reality Awards 2026 © Joyn
In Deutschland hat RTL bereits zweimal seine Reality Awards verliehen, nun geht Joyn in Österreich einen ähnlichen Weg. Der ProSiebenSat.1-Streamer will noch in diesem Jahr erstmals die "Joyn Austrian Reality Awards" vergeben und lässt das Publikum dafür über die Gewinnerinnen und Gewinner in drei Kategorien entscheiden. Zur Wahl stehen jeweils fünf bis sechs Kandidatinnen und Kandidaten als bester weiblicher und männlicher Reality-Star sowie in der Kategorie "Durchstarter des Jahres". Nominiert sind unter anderem Sabrina Wlk, Tara Tabitha, Elsa Latifaj, Satans Bratan und Ferry. Durch die Veranstaltung führt "Café Puls“-Moderatorin Julia Furdea. Das Voting ist bereits gestartet und läuft noch bis einschließlich 30. November.

Ingrid Thurnher © ORF/Thomas Ramstorfer
Ingrid Thurnher, die derzeit interimsweise als Generaldirektorin an der Spitze des ORF steht, wurde vom Journalistinnenkongress in diesem Jahr mit der goldenen Medienlöwin ausgezeichnet. Mit dem Preis wird alljährlich eine Journalistin für ihr bisheriges Gesamtwerk ausgezeichnet. "Mit ihrer haltungsstarken und verantwortungsbewussten Führung des skandalgebeutelten ORF setzt sie ein klares Zeichen dafür, dass übergriffiges Verhalten gegenüber Frauen nicht mehr toleriert werden darf", schreibt die Jury zur Begründung. Ingrid Thurnher begann 1985 beim ORF, moderierte dort unter anderem "Zeit im Bild". Später wurde sie Radiodirektorin. Im März übernahm sie interimistisch die ORF-Führung nach dem Rücktritt von Roland Weißmann. Anfang kommenden Jahres übergibt sie den Generaldirektors-Posten an Clemens Pig.

Österreich in Zahlen

ORF © ORF
Die ORF-Gruppe hat ihren Marktanteil im Oktober gegenüber September um 1,5 Prozentpunkte auf 34,4 Prozent gesteigert und damit den besten Monatswert seit fünf Jahren erzielt. Vor allem ORF 1 legte kräftig zu und kam auf 10,6 Prozent. ORF 2 blieb mit 21,0 Prozent weitgehend stabil. Stärkster Privatsender Österreichs war erneut ServusTV, das trotz eines leichten Rückgangs auf 5,2 Prozent Marktanteil kam. Bei der ProSiebenSat.1Puls4-Gruppe blieb der gemeinsame Marktanteil der vier Österreich-Sender mit 7,3 Prozent stabil, in der Kernzielgruppe der 12- bis 49-Jährigen gab es hingegen Verluste von 0,7 Prozenpunkten auf 11,3 Prozent. ATV punktete dabei vor allem mit Reality-TV: So erzielte "Bauer sucht Frau" mit 24,9 Prozent Marktanteil sowie insgesamt rund 380.000 Zuschauerinnen und Zuschauern ebenso einen neuen Bestwert wie "Forsthaus Rampensau", das mit 22,2 Prozent außerordentlich stark performte. Bei Puls 4 legte indes "Das große Backen Österreich" mit 100.000 Zuschauerinnen und Zuschauern einen guten Start hin.

Benko - Size Does Matter © NDR/Martin L. Ludwig
Während der Spielfilm "Benko - Size Does Matter" in Deutschland im Ersten nur auf mäßiges Interesse stieß, lief es in Österreich umso besser. Dort erreichte die Produktion am Montagabend in ORF 1 im Schnitt 539.000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Zum Vergleich: "Die Millionenshow" brachte es in ORF 2 nur auf 465.000 Personen. Der Marktanteil des Benko-Films belief sich auf 22 Prozent. Dazu kommt, dass auch das Interesse beim jungen Publikum groß war: So verzeichnete die ORF-Ausstrahlung bei den 12- bis 49-Jährigen einen Marktanteil von 21 Prozent, bei den 12- bis 29-Jährigen wurden sogar 25 Prozent erzielt.