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Austria-Update vom 22. Oktober

ORF-Verkäufe auf der MIPCOM, bald Quoten von Puls24?

 

Der ORF hat auf der MIPCOM unter anderem Produktionen nach Kanada, Frankreich und Italien verkauft. Außerdem: Puls24 will bald die eigenen Quoten veröffentlichen, der ORF hat eine Nachfolgerin von Elizabeth T. Spira gefunden und "Bauer sucht Frau" läuft prächtig.

von Timo Niemeier
22.10.2019 - 12:03 Uhr

ORF© ORF
ORF Enterprise hat in der vergangenen Woche auf der MIPCOM in Cannes viele Produktionen verkaufen können. Neben einigen "Universum"-Dokus (u.a. nach Frankreich und Kanada verkauft), die auf der Fernsehmesse immer gut ankommen, konnte man an den kroatischen Sender HRT ein mehrteiliges Spielfilm-Paket verkaufen. RSI Schweiz hat sich zudem die Rechte an "SOKO Kitzbühel" gesichert und wird seine Zuschauer 2020 auch "Knall genial" aus dem ORF-Kinderprogramm zeigen. Darüber hinaus hat Huawei Italien rund 130 Stunden ORF-Unterhaltung gekauft. Auf dem VoD-Portal Huawei Video sollen in Italien, San Marino und dem Vatikan einige "Tatorte" sowie die ersten vier Staffeln "Schnell ermittelt" und neun Staffeln von "Vier Frauen und ein Todesfall" zu sehen sein. 

Puls 24© ProSiebenSat.1Puls4
Seit Anfang September sendet der Nachrichtensender Puls24 nun schon. Doch zum Ärger vieler Branchenbeobachter und auch Werbetreibenden veröffentlicht die ProSiebenSat.1Puls4-Gruppe keine Quoten, obwohl diese offiziell von der Arbeitsgemeinschaft Teletest (AGTT) gemessen werden. Gegenüber dem Branchenmagazin "Horizont" hat sich eine Sendersprecherin nun zur Quoten-Thematik geäußert und erklärt, dass man sich erst im zweiten Sendemonat befinde. "Sobald wir fixierte Sendeabläufe und eine vordefinierte verlässliche Programmstruktur haben, veröffentlichen wir auch die Zahlen." Nach aktuellen Planungen will man das noch in diesem Jahr tun. "Horizont" berichtet von einer Quoten-Veröffentlichung bereits ab November

Nina Horowitz© ORF/Hans Leitner
Der ORF hat eine Nachfolgerin für die vor einigen Monaten verstorbene Elizabeth T. Spira gefunden. Die neue Staffel der Kuppelsendung "Liebesg’schichten und Heiratssachen" wird demnach im kommenden Jahr von Nina Horowitz präsentiert. Die letzte Staffel mit Spira war erst Anfang Oktober zu Ende gegangen, die Journalistin führte noch alle Interviews zu Sendung selbst. Durch ihren Tod wurden die Folgen von ihrem Team zu Ende fertiggestellt. Horowitz soll nun in die großen Fußstapfen treten. Die 1977 geborene Wienerin arbeitet seit 2003 im Fernsehen, zunächst als Redakteurin in der Sendung "Bei Stöckl", danach übernahm sie die Redaktionsleitung bei "Donnerstag Nacht". Von 2007 bis 2009 war sie Sendungsverantwortliche des Gesellschaftsmagazins "wie bitte?". Seit 2009 arbeitet Nina Horowitz als Gestalterin im Team von "Am Schauplatz". Zudem leitet und moderiert sie das wöchentliche Reportage-Format "Panorama". Horowitz selbst sagt zu ihrem neuen Job: "Ich freue mich sehr, dass ich Teil dieses tollen ORF-Formats sein werde. Es ist für mich spannend, Menschen und ihren Geschichten zu begegnen und ihre Suche zu dokumentieren. Ein Sommer ohne ‚Liebesg’schichten‘ ist kein Sommer."

Justizia© Photocase
Das Schiedsgerichtsverfahren zwischen den "Krone"-Eigentümern, der Verleger-Familie Dichand und der Funke Mediengruppe, könnte sich weiter verzögern. Wie die Tageszeitung "Österreich" berichtet, wird sich der Schiedsspruch auf "unbestimmte Zeit" verzögern. Grund dafür: Einer der drei Richter soll zurückgetreten sein. Dabei soll es sich um den von den Dichands gestellten Richter handeln. Funke hat diesem laut "Österreich" vorgeworfen, regelmäßig telefonischen und persönlichen Kontakt zur Dichand-Anwältin gehabt haben. Das ist im Rahmen des Schiedsverfahrens nicht erlaubt. In dem Verfahren geht es um die Rahmenvereinbarungen, die die Funke Mediengruppe schon lange kündigen will. Sie verpflichten den Verlag unter anderem zu einer jährlichen Mindestzahlung in Millionenhöhe an die Familie Dichand. 

Österreich in Zahlen

Andi Knoll© ORF/Roman Zach-Kiesling
Die Show-Hoffnung des ORF bleibt weiter deutlich unter den Erwartungen hängen. Die Feuerwehr-Show "Feuer und Flamme" sollte im Herbst eigentlich gute Quoten holen und unterstreichen, dass auch Unterhaltung Public Value sein kann. Die Zuschauer goutieren das bislang aber nicht: Die neueste Ausgabe kam am Freitag nur auf 173.000 Zuschauer, das entsprach sechs Prozent Marktanteil. Eigentlich hatte man intern beim ORF mit 300.000 Zuschauern aufwärts kalkuliert. Einen neuen Tiefstwert erzielten am Montag die "Vorstadtweiber", die auf 493.000 Zuschauer kamen. Mit 15 Prozent Marktanteil lief es zwar nach wie vor gut, gleichzeitig war es die niedrigste jemals gemessene Reichweite. Die aktuelle Staffel der Serie ist zudem die schwächste bislang. Zum Vergleich: ORF 2 kam mit der "Promi Millionenshow" am Montagabend auf 653.000 Zuschauer und 21 Prozent. 

Lisa Gadenstätter und Stefan Lenglinger© ORF/Thomas Ramstorfer
Auch der Vorabend ist für ORF 1 derzeit eine große Baustelle. Das neue "Magazin 1" erreichte am vergangenen Donnerstag nur 28.000 Zuschauer. Beim Gesamtpublikum entsprach das miesen zwei Prozent Marktanteil und auch bei den 12- bis 49-Jährigen wurden nur vier Prozent gemessen. Abends lief es dann deutlich besser: Hanno Setteles "Dok1" erreichte 334.000 Zuschauer und 12 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum sowie 18 Prozent in der Zielgruppe. 

Arabella Kiesbauer© ATV
ATV kann sich derzeit Woche für Woche am Mittwochabend über gute Quoten freuen. "Bauer sucht Frau" erreichte auch in der letzten Woche durchschnittlich 319.000 Zuschauer und war damit das mit Abstand erfolgreichste Format des Senders in der gesamten Woche. Mit den erzielten 15,7 Prozent Marktanteil erreichte man in der Zielgruppe einen neuen Staffelbestwert. Durch die starke Kuppelsendung erreichte ATV einen Tagesmarktanteil in Höhe von 7,9 Prozent. Besonders gut lief es für Arabella Kiesbauer übrigens bei den jungen Frauen: Bei den weiblichen Zuschauern im Alter zwischen 12 und 29 Jahren lag der Marktanteil bei 23 Prozent. 

Was noch zu sagen wäre…

 

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