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Austria-Update vom 9. Juni

Neuer "Bares für Rares"-Moderator, "Standard" mit TV-Sender

 

Willi Gabalier, Bruder von Andreas Gabalier, moderiert bald bei ServusTV. Außerdem: ORF 1 begleitet Promis im Urlaub, der "Standard" startet einen eigenen TV-Sender und der Dreiteiler "Vienna Blood" wird ins Ausland verkauft.

von Timo Niemeier
09.06.2020 - 11:55 Uhr

Willi Gabalier© Anne Huneck
Willi Gabalier, Bruder von Volksmusik-Sänger Andreas, wird Moderator bei ServusTV. Beim Sender präsentiert Gabalier, der eigentlich Tänzer ist und als solcher auch bereits bei "Let’s Dance" zu sehen war, ab Herbst die beiden Sendungen "Bares für Rares Österreich" und "Heimatsterne". Die Trödel-Sendung übernimmt er von Roland Gruschka, der das Format seit dem Start im vergangenen Jahr präsentierte. "Heimatsterne" ist eine neue Sendung, in der Gabalier künftig quer durchs Land reist und sich auf die Suche nach heimischen Talenten begiebt. "Es ist mir eine große Ehre und Freude nun Teil der ServusTV Familie zu werden und gleich zwei Formate moderieren zu dürfen. Beide Sendungen [...] passen optimal zu mir und stehen sinnbildlich für meine unterschiedlichen Lebensbereiche. Als Kunsthistoriker liebe ich Antiquitäten und spannende Geschichten aus ihrer Vergangenheit und als Künstler lebe ich für und von Tanz, Musik und Unterhaltung", sagt der Moderator. 

ORF 1© ORF
ORF 1 hat ein neues Format angekündigt, in dem man Promis im Urlaub begleitet. "Ziemlich bester Urlaub" ist ab dem 3. Juli immer freitags ab 21:25 Uhr zu sehen. In vier Ausgaben ist zu sehen, wie Gery Seidl, Gerald Fleischhacker, Günther Lainer, Oliver Baier, Eva Maria Marold, Christoph Krutzler sowie Angelika Niedetzky urlauben. Senderchefin Lisa Totzauer sagt zur neuen Sendung: "ORF 1 taucht freudvoll ins Urlaubsgefühl des Jahres 2020 ein! Wir bleiben daheim in Österreich und verbringen eine gute Zeit mit Familie und Freunden. Dass das nicht ganz ohne liebevollen Konflikt abläuft, versteht sich. Aber vor allem wird es lustig, für uns vor dem Schirm."

Alexander Wrabetz, ORF© ORF/Thomas Ramstorfer
Ob das neue Format den Quoten von ORF 1 helfen wird, bleibt abzuwarten. ORF-Chef Alexander Wrabetz hat nun vor dem Publikumsrat erklärt, in Sachen ORF 1 "nicht die Flinte ins Korn" werfen zu wollen. Hintergrund sind die anhaltend schlechten Quoten des Senders. Publikumsrat-Mitglied Golli Marboe sieht unterdessen keine Zukunft mehr in dem Sender und hat vorgeschlagen, ihn als mehrsprachigen Kanal zu neu gründen. "ORF 1 ist nicht zu retten", sagte er. Wrabetz hält davon erwartungsgemäß nichts. Beim Sender habe zwar viel nicht funktioniert, man werde aber Druck entfalten, damit sich die Dinge bessern. 


Armin Assinger© ORF/Günther Pichlkostner
Auch in Österreich laufen langsam aber sicher wieder zahlreiche Dreharbeiten an, die wegen des Coronavirus unterbrochen werden mussten. Bereits am Montag hat etwa Armin Assinger in Köln zwei Ausgaben der "Millionenshow" aufgezeichnet, sie sollen noch im Juni im ORF zu sehen sein. Von der "Barbara Karlich Show" sollen ab Juli neue Ausgaben aufgezeichnet werden, dann aber ohne Publikum. Auf Studiopublikum weiterhin verzichten werden auch "Im Zentrum", "Willkommen Österreich" und "Gute Nacht Österreich". Bei "Sport und Talk aus dem Hangar-7" soll es künftig wieder einen "kleinen Zuschauer-Kreis" geben, berichtet die Tageszeitung "Kurier". 

DerStandard© DerStandard
Der TV-Sender der Tageszeitung "Krone", Krone.TV, wird ab dem 1. September von IP Österreich vermarktet. Der Sender ist im Januar 2019 als Streaming-Angebot gestartet, inzwischen ist der Kanal auch via Satellit, Kabel und Antenne empfangbar. Und auch an anderer "Krone"-Front gibt es Neuigkeiten: So wird die Zeitung künftig gemeinsam mit dem "Standard" Onlinewerbung vermarkten. Zum Start ist auch der "Kurier" mit dabei. Die neue Kooperationsgemeinschaft trägt den Titel NAPA (Net Austrian Programmatic Alliance) und soll auch anderen Medienunternehmen offen stehen. Die drei Zeitungen werden einen Teil ihrer Online-Displaywerbung über die gemeinsame Plattform anbieten. "Der Standard" hat darüber hinaus einen eigenen TV-Sender gestartet, Ende Mai ging der Kanal auf Sendung und soll in den kommenden Monaten schrittweise neue Formate ins Programm nehmen. Im Herbst sollen die Inhalte einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden. 

Andreas Moravec© ServusTV/Martin Hörmandinger
Gerade erst ist "Quizmaster"-Moderator Andreas Moravec mit einer Romy ausgezeichnet worden, nun feiert die Quizshow von ServusTV Jubiläum. Am Mittwoch ist die 1000. Ausgabe der Sendung zu sehen. Mehr als fünf Millionen Euro sind bislang ausgespielt worden, das Format hat insgesamt 32.000 Minuten Sendezeit beim Sender gefüllt. Erstmals auf Sendung ging "Quizmaster" übrigens im Oktober 2015, damals noch moderiert von Clemens Haipl. Weitere Moderatoren waren Andreas Jäger und Florian Rudig. Auch aus Quotensicht hat sich die Sendung gesteigert und ist inzwischen ein wichtiges Zugpferd für ServusTV am Vorabend: Im laufenden Jahr kommt die Show auf 5,4 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum, normalerweise kommt ServusTV auf etwas mehr als drei Prozent. 

Vienna Blood© ORF
Gemeinsam mit ZDF und BBC hat der ORF den Dreiteiler "Vienna Blood" produziert, nun hat Red Arrow Studios International den Mehrteiler an einige Sender im Ausland verkauft. In Europa hat sich etwa Mediawan Rights die Rechte für den französischen Markt gesichert, in Spanien hat Movistar zugeschlagen. In Finnland hat sich das öffentlich-rechtliche YLE die Rechte gesichert. In Osteuropa und den baltischen Ländern wird "Vienna Blood" beim Epic Drama Channel von Viasat World laufen. Vermarktet wurde die Produktion übrigens als Dreiteiler sowie als sechsteilige Miniserie. Produziert wurde "Vienna Blood" von MR Film und Endor Productions.

Österreich in Zahlen

Österreichische Fußball Bundesliga© ÖFB
ORF 1 hat mit den ersten Übertragungen der von Sky sublizenzierten Bundesliga-Spiele überwiegend gute Quoten eingefahren. Das Spiel zwischen Rapid und Salzburg sahen sich in der vergangenen Woche zur besten Sendezeit im Schnitt mehr als 350.000 Menschen an, die Marktanteile in den beiden Halbzeiten lagen bei 12 und 13 Prozent. Als man am Sonntagvorabend das Spiel zwischen WAC und dem LASK übertrug, lagen die Marktanteile ebenfalls auf diesem Niveau, aufgrund der früheren Sendezeit waren aber in Halbzeit eins weniger als 200.000 und in Halbzeit zwei rund 250.000 Zuschauer mit dabei. Das Match zwischen Altach und Tirol am Samstag verfolgten dagegen in beiden Halbzeiten weniger als 100.000 Menschen, damit waren unterdurchschnittliche sechs Prozent Marktanteil drin. Ein Selbstläufer sind die Spiele also nicht, insgesamt kann man aber zufrieden sein. 

ATV Logo© ATV
In "ATV Aktuell: Die Woche" blickt ATV jeden Sonntagabend auf die Woche zurück und bespricht dann die wichtigsten Themen der letzten Tage. Nun hat die Sendung einen neuen Zuschauerrekord eingefahren. 130.000 Menschen ab zwölf Jahren schalteten am Sonntag ein, das ist, ausgenommen die Elefantenrunde am 22. September 2019, die meistgesehene Ausgabe des Formats. Der Marktanteil in der Zielgruppe lag bei sehr guten 7,3 Prozent. Zwei "Pfusch am Bau"-Folgen erreichten zuvor sogar noch etwas bessere 8,7 Prozent. 

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