Kristina Inhof © ORF/Thomas Ramstorfer Kristina Inhof
Wenn der ORF am 25. September die wegen Corona unterbrochene Staffel von "Dancing Stars" zurückholt, wird Mirjam Weichselbraun nicht mehr als Moderatorin mit dabei sein. Weichselbraun hatte dem ORF mit Verweis auf die nach wie vor geltenden Coronamaßnahmen abgesagt. Die Moderatorin erklärte, sie müsse für die Produktion drei Monate lang in Wien sein, statt wie früher zwischen der österreichischen Hauptstadt sowie ihrer Wahlheimat London zu pendeln. Das will Weichselbraun aber auch deshalb nicht, weil sie Kinder im schulpflichtigen Alter hat. Der ORF hat aber bereits Ersatz gefunden: Kristina Inhof wird einspringen und an der Seite von Klaus Eberhartinger durch die Sendung führen. Inhof ist im ORF sonst eigentlich bei Sport-Übertragungen zu sehen, seit Anfang 2016 ist sie Teil des Fußball-Teams des Senders. Veränderungen gibt es auch in der Jury: Bewertet werden die Tanzleistungen von Karina Sarkissova, Balázs Ekker und Dirk Heidemann – auch Nicole Hansen kann coronabedingt nicht weiter an der Staffel teilnehmen.


Alexander Wrabetz © ORF/Thomas Ramstorfer Alexander Wrabetz
Derzeit arbeitet ORF-Chef Alexander Wrabetz bekanntlich an einem Strategiepapier, das die groben Linien der kommenden Jahre zeichnen soll. Der "Standard" will nun erfahren haben, dass es dabei auch um das mögliche Aus linearer TV-Sender geht. Zur Disposition steht demnach der Spartenkanal ORF Sport Plus, der künftig im Sport-Bereich des neuen ORF-Players integriert werden könnte. Mit kurzfristigen Veränderungen ist aber eher nicht zu ändern, es geht um das große Ganze über mehrere Jahre hinweg. 

ORF © ORF
Für Aufregung im ORF sorgt derzeit auch die Tatsache, dass ORF.at einen zweiten Chefredakteur bekommen soll. Eine Stellenausschreibung hat das Unternehmen bereits veröffentlicht, demnach liegt der Schwerpunkt vor allem auf dem Online-Videoangebot. Alleiniger Chefredakteur von ORF.at ist bislang Geral Heidegger, der seinen Posten auch behalten soll. Die Redakteure von ORF.at protestieren nun aber und haben die Geschäftsführung dazu aufgefordert, von ihren Plänen Abstand zu nehmen. "Einen weiteren Chefredakteur neben Gerald Heidegger betrachtet die Redaktionsvertretung als Pauschalkritik an ORF.at und unserer bisherigen jahrzehntelangen äußerst erfolgreichen journalistischen Arbeit. Dass in Medien bereits ein erster Name – die Person hat notabene null Onlineerfahrung – kursiert, untergräbt die Glaubwürdigkeit des ORF", heißt es in dem Schreiben, aus dem der "Standard" zitiert. 


Hallo Österreich © ORF/Roman Zach-Kiesling
ORF 1 hat zwei neue Formate angekündigt, die bereits in einigen Tagen starten. "Hallo Österreich" ist ab dem 7. September täglich ab 20:03 Uhr beim Sender zu sehen, der Sender beschreibt das Format als "Österreich Update". Philipp Maschl, Mariella Gittler und Lillian Moschen sollen darin die "Vielfältigkeit und die Identität des Landes" präsentieren. Im Vordergrund soll Positives und Bewegendes stehen. Ab dem 18. September zeigt man jeweils freitags ab 15:40 Uhr "Fannys Friday". Fanny Stapf wendet sich darin eine Stunde lang an junge Menschen, sie soll Dingen auf den Grund gehen, Trends präsentieren und sich bestimmte Phänomene genauer ansehen. Oberstes Ziel sei es, Wissen unterhaltsam zu vermitteln, heißt es vom Sender. 

Österreich in Zahlen 

Puls 4 © Puls 4
Puls 4 erzielte im August mit 5,0 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe den stärksten August seiner Sendergeschichte. Profitiert hat der Sender von der Europa League, das Finale erreichte im Schnitt 12,5 Prozent Marktanteil. Am Vorabend lagen zudem die "Puls 24 News" mit 7,0 Prozent deutlich über dem Senderschnitt. ATV kam im August auf 4,0 Prozent. Beim Gesamtpublikum ist der Abstand weiterhin geringer, aber auch da liegt Puls 4 (3,3 Prozent) weiterhin vor ATV (3,0 Prozent). ATV II erreichte in der Zielgruppe 1,7 Prozent und damit einen Jahres-Höchstwert. 

ServusTV © ServusTV
Zwischen Puls 4 und ATV liegt beim Gesamtpublikum nach wie vor ServusTV, der Sender kam im August auf 3,2 Prozent Marktanteil. Neben der wie immer starken MotoGP punktete der Sender unter anderem mit Fußball-Testspielen, aber auch mit der Reihe "Heimatleuchten" am Freitagabend, die im Schnitt 7,5 Prozent erzielte und damit so erfolgreich war wie noch nie. 

Liebesgschichten und Heiratssachen © Screenshot ORF
Sowohl ORF 1 als auch ORF 2 konnten im Vergleich zum Vorjahres-August zulegen. ORF 2 punktete unter anderem mit neuen "Liebesg’schichten und Heiratssachen"-Folgen sowie den "Sommergesprächen", in ORF 1 machte sich die Übertragung von gleich vier Formel-1-Rennen bemerkbar. ORF 1 blieb trotz allem im tief einstelligen Bereich hängen, 7,3 Prozent Marktanteil waren für den Sender drin - ein Jahr zuvor waren es nur 6,5 Prozent. ORF 2 erreichte 20,8 Prozent. 

Sommergespräch 2020 Kurz © Screenshot ORF
Am Montag hat der ORF das letzte "Sommergespräch" ausgestrahlt, zu Gast war Bundeskanzler Sebastian Kurz. Mit 898.000 Zuschauern war es die mit Abstand erfolgreichste Ausgabe in diesem Jahr, der Marktanteil lag bei 29 Prozent. Die letzte reguläre Ausgabe von "Liebesg’schichten und Heiratssachen" knackte davor sogar die Million-Marke und unterhielt 1,01 Millionen Menschen, damit waren für ORF 2 tolle 32 Prozent Marktanteil drin.