Puls 4 © Puls 4
Puls 4 wird im kommenden Jahr eine neue Talent-Show ins Programm nehmen. Der Sender hat nun Zuschauer dazu aufgerufen, sich zu bewerben. Noch hat das neue Format keinen Titel, aber es gibt schon einige wenige Informationen zum Konzept. So sollen jeweils vergleichbare Talente (etwa Sänger, Tänzer, Akrobat, Stimmenimitator, Comedian, Tierflüsterer oder Bodybuilder) in mehreren Runden gegeneinander antreten. Über das Dargebotene urteilt dann keine Jury, sondern die Zuschauer. "Wer sich selbst und die Publikumsbewertung richtig einschätzt, casht richtig ab", heißt es im Bewerbungsaufruf des Senders. Angekündigt ist die Show für die Primetime - einen Sendetermin gibt es aber noch nicht. Wie groß die Show tatsächlich wird, bleibt abzuwarten. Normalerweise hat Puls 4 nur Budget für eine große Primetime-Show im Jahr - und 2021 soll schließlich "Masked Singer Austria" zurückkehren. 

2 Minuten 2 Millionen © Puls 4/Gerry Frank Hans Peter Haselsteiner (hier bei "2 Minuten 2 Millionen")
Hans Peter Haselsteiner saß bislang für die Neos im Stiftungsrat des ORF. Nun hat der Unternehmer seinen Rückzug aus dem höchsten Aufsichtsgremium des Senders angekündigt. Und die Begründung hat es in sich: "Ich habe aber festgestellt, dass den Vertretern der diversen Freundeskreise der Blick auf ihre eigene Macht und parteipolitischen Vorteile weit wichtiger ist als der Erfolg des ORF. Dieser Eindruck hat sich in den letzten Monaten leider zunehmend verstärkt. Die Bedeutung des Stiftungsrates als strategisches Leit- und Kontrollgremium geht heute gegen Null", so der Unternehmer. Ein großer Teil der Stiftungsräte wird von der Bundesregierung, den Parteien im Nationalrat sowie den Bundesländern entstand. Die ÖVP kommt hier auf eine Mehrheit, hinzu kommen die grünen Stiftungsräte. ÖVP und Grüne bilden im Bund eine Koalition. Über die künftige ORF-Führung entscheide Bundeskanzler Sebastian Kurz, sagte Haselsteiner kurz nach seiner Ankündigung in einem Interview mit dem "Standard". Haselsteiner: "Wie einst Caligula mit Daumen rauf oder Daumen hinunter." Für ihn sei es immer um die Frage gegangen, wie der Stiftungsrat politisch unabhängig werden könne. "Ich hasse diese Scheinheiligkeit, wenn alle so tun, als würde der Stiftungsrat entscheiden. Da lachen die Hühner. Das ist Fiktion, beschämend für viele, die da drinsitzen." Wen die Neos für Haselsteiner in den Stiftungsrat entsenden, ist noch unklar. 

Geldscheine © Chobe / photocase.com
Die neue rot-pinke Stadtregierung in Wien hat beschlossen, bei Werbebuchungen künftig bevorzugt mit solchen Medien zusammenzuarbeiten, "bei denen journalistische Sorgfalt, Innovation sowie Aus- und Weiterbildung der Journalist_innen einen hohen Stellenwert haben." Das geht aus dem Koalitionsabkommen hervor, aus dem der "Standard" zitiert. Die Ankündigung ist deshalb so spannend, weil Wien einer der größten staatlichen Werber in den Medien ist - und traditionell, wie fast alle Behörden, einen Großteil seines Budgets an Boulevardzeitungen vergibt. Daran gibt es immer wieder Kritik. Ob sich an der Praxis etwas ändert, bleibt freilich abzuwarten. Angekündigt sind jedenfalls "klare und transparente Kriterien und Sanktionen", nach denen man in Sachen Werbebudgets handeln will. 

Richard Grasl © Kurier Richard Grasl
Im kommenden Jahr wird eine neue ORF-Führung bestellt. Einer, der dem Bewerbungsprozess nun eine Absage erteilt hat, ist Richard Grasl. "Ich sehe überhaupt keine Veranlassung für eine Kandidatur", erklärte der "Kurier"-Digitalchef in einem Interview mit dem Branchenmagazin "Horizont". 2016 hatte Grasl, damals noch Finanzchef im ORF, Amtsinhaber Alexander Wrabetz herausgefordert, unterlag ihm aber. Heute stünden seine Chancen bei der Wahl wohl besser - wie bereits erwähnt, hält die ÖVP im Stiftungsrat eine Mehrheit. Die Partei hatte Grasl 2016 bei seiner Kandidatur unterstützt. 

Terra Mater © Terra Mater
Die Red-Bull-Produktionstochter Terra Mater ist eigentlich bekannt für hochwertige Dokumentationen, jetzt hat man allerdings ein ganz anderes Projekt angekündigt. So hat man sich die Rechte für die Verfilmung des Bestsellers "Hummeldumm" von Tommy Jaud gesichert und will daraus einen Spielfilm machen. Das hat Terra-Mater-Gründer Walter Köhler dem "Kurier" bestätigt, Ende 2021 soll demnach gedreht werden. "Der Naturfilm ist natürlich weiterhin unser ureigenstes Gebiet und die Cashcow. Aber der fiktionale Bereich wird mit Nachdruck und ähnlich großem Anspruch weiterentwickelt", so Köhler. Andere von dem Unternehmen umgesetzte Produktionen in diesem Bereich sind etwa "MindGames" oder "Wie Brüder im Wind". 

Österreich in Zahlen 

Millionenshow Gewinner © ORF/Günther Pichlkostner
Am Montagabend hat ein Kandidat in der "Millionenshow" von ORF 2 den Hauptgewinn abgeräumt - und das hat sich auch in den Quoten niedergeschlagen. 1,07 Millionen Menschen schalteten ein, das waren deutlich mehr als zuletzt. Der Marktanteil lag bei starken 28 Prozent. Der Kandidat kam schon in der vergangenen Woche bis zur letzten Frage, dann ging aber die Zeit aus. Und so musste die Million-Frage in dieser Woche gespielt werden. Gelitten unter der starken Konkurrenz hat die ORF-1-Serie "Letzter Wille", die zur gleichen Zeit weiter viele Zuschauer abgeben musste. Nur noch 288.000 Menschen sahen die neueste Folge, 8 Prozent Marktanteil wurden gemessen. Seit dem Start hat die Serie nun schon mehr als die Hälfte ihrer Zuschauer verloren. 

MotoGP bei ServusTV © Red Bull/GoldAndGoose
Bei ServusTV gab es in der vergangenen Woche gleich mehrere Übertragungen bzw. Formate, bei denen sich ein genauerer Blick lohnt. Am Sonntag etwa zeigte man das letzte MotoGP-Rennen der Saison, mit 162.000 Zuschauern und jeweils 10,5 Prozent Marktanteil insgesamt als auch beim jungen Publikum lief es mal wieder richtig gut. Über die gesamte Saison hinweg kamen die Rennen sogar auf durchschnittlich 13,2 Prozent in beiden Zuschauergruppen. Und auch die Übertragungen der Moto2 und Moto3 lagen konstant deutlich über dem Senderschnitt. 

Andreas Moravec © ServusTV/Martin Hörmandinger
Am vergangenen Freitag erzielte zudem das ServusTV-Format "Quizmaster" im Schnitt 311.000 Zuschauer - besser lief es noch nie. Und auch die 128.000 Zuschauer für die "Quizjagd" waren ein neuer Rekord. Während "Quizjagd" 6,8 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum holte, lag "Quizmaster" sogar bei 8,7 Prozent. In der Zielgruppe der 12- bis 49-Jährigen lagen beide Formate mit 4,0 und 6,0 Prozent ebenfalls deutlich über Senderschnitt. Vor allem "Quizmaster" entwickelt sich für ServusTV damit immer besser und wird zu einer wichtigen Stütze am Vorabend. Neben der Freitags-Ausgabe kamen letzte Woche noch drei andere Folgen der Quizshow in die Top 5 der meistgesehenen Formate des Senders. 

Café Puls © Puls 4
Einen richtig guten Lauf hat derzeit auch "Café Puls". Das Früh-Format von Puls 4 ist ja ohnehin eins der erfolgreichsten des Senders, in diesen Tagen läuft es aber besonders gut. Die Ausgaben zwischen Montag und Mittwoch in der letzten Woche waren die erfolgreichsten im gesamten Jahr. Am Dienstag wurden 40 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe gemessen, das war der erfolgreichste Tag seit zwei Jahren. Zwischen Montag und Freitag erzielte das Format 35,8 Prozent, das war die stärkste Woche seit acht Jahren. Und auch seit Monatsbeginn liegt der durchschnittliche Marktanteil bei ganz starken 30,6 Prozent. Noch nicht so erfolgreich ist das neue "Café Puls zu Mittag", das seit November beim Sender zu sehen ist. Die erste Woche kam auf durchschnittlich 3,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe und auch in der vergangenen Woche waren es nur 3,8 Prozent. Die Quoten sind derzeit aber noch stark schwankend, so erzielte die Sendung beispielsweise in der Spitze 7,6 Prozent und zeigte so, welches Potenzial in ihr steckt. 

Was noch zu sagen wäre…