Links Rechts Mitte © ServusTV / Marco Riebler / Gerry Rohrmoser
Mit dem "Corona-Quartett" hatte ServusTV im vergangenen Jahr eine Talkshow im Programm, bei der man sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat (Die DWDL.de-Analyse gibt’s hier), nun hat man eine neue Gesprächssendung angekündigt. Unter dem Titel "Links. Rechts. Mitte - Duell der Meinungsmacher" soll über verschiedene, aktuelle Themen gesprochen werden, los ging es bereits am vergangenen Wochenende. Christoph Kotanko und Katrin Prähauser, die die Talkshow abwechselnd moderieren, begrüßen in jeder Ausgabe Menschen mit unterschiedlichen, politischen Ausrichtungen. Zum Auftakt waren Gudula Walterskirchen ("Niederösterreichische Nachrichten"), Roger Köppel ("Weltwoche"), Herbert Lackner (Ehemals "Profil") und Rubina Möhring (Reporter ohne Grenzen) zu Gast. Das "Corona-Quartett" setzt man nicht fort (DWDL.de berichtete). 

Justizia © Photocase
Der private Radiosender Kronehit hat eine Klage gegen das Marktforschungsunternehmen GfK angekündigt. Der Sender fordert neben einer Rückzahlung getätigter Zahlungen auch Schadenersatz.  Die GfK führt den Radiotest durch - also die Erhebung der Hörerzahlen. Kronehit ist neben dem ORF sowie dem Privatradio-Vermarkter RMS Austria Auftraggeber des Radiotests. Kronehit-Chef Ernst Swoboda behauptet nun im Branchenmagazin "Horizont", dass die Reichweiten seines Senders "massiv niedriger dargestellt" würden, als sie eigentlich dargestellt werden müssten. Swoboda kritisiert eine angebliche Kostenminimierung auf Seiten der GfK und Probleme bei der Repräsentativität des Radiotests - unter anderem auch deshalb, weil junge Menschen immer weniger dazu bereit sind, Telefoninterviews zu geben. Die GfK erklärte gegenüber "Horizont", Methodik und Art der Erhebung würden den anerkannten Regeln der Markt- und Meinungsforschung entsprechen. Rückendeckung erhielten die Marktforscher vom ORF und der RMS Austria. 

FPÖ © FPÖ
Die FPÖ hat auch in zweiter Instanz gegen Verleger Wolfgang Fellner von der Mediengruppe Österreich gewonnen. Fellner hatte vor einem Jahr  in einer Sendung bei oe24.TV gefragt, ob die Partei ihren Aschermittwoch in der "Adolf-Hitler-Halle" in Ried feiere. Später erklärte er, das sei ein Scherz gewesen. Die FPÖ klagte den Journalisten wegen Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung und bekam in erster Instanz bereits recht. Jetzt hat auch das Oberlandesgericht Wien im Sinne der FPÖ entschieden. Fellner erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur APA, nicht nur der FPÖ fehle es an Humor, sondern auch der Justiz. Nun will er einen Widerruf veröffentlichen. "Ich werde versuchen, es halbwegs auf FPÖ-Niveau zu bringen", so Fellner. 

Formel 1 © Red Bull Content Pool / Getty Images
Dass sich ServusTV und der ORF (als Sublizenznehmer) die Formel 1 ab der kommenden Saison teilen, ist bereits bekannt gewesen. Nun haben sich die beiden Sender geeinigt, wo welche Rennen zu sehen sein werden. So wird ServusTV den Saisonauftakt am 28. März übertragen, das Finale im Dezember überträgt der ORF exklusiv. Das Österreich-Rennen wird bei beiden Sendern ausgestrahlt. Während ServusTV noch keine Informationen über sein Formel-1-Team bekanntgegeben hat, ist klar, wer beim ORF durch die Übertragungen führen wird. Mit Ernst Hausleitner und Alexander Wurz setzt man auf sein bewährtes Team. An den Wochenenden, an denen die Formel 1 bei ServusTV zu sehen ist, will man im ORF eine neue Formel-1-Show senden. Diese soll die sportinteressierten Zuschauer "in der gewohnten und hochgeschätzten ORF-Qualität alle Infos des Rennwochenendes kompakt präsentieren".

Puls 24 © ProSiebenSat.1Puls4
Der Nachrichtensender Puls 24 hat unter dem Titel "Das Puls 24 Bürgerforum" eine neue Sendung angekündigt, die bereits am 22. Februar startet und fortan wöchentlich zu sehen sein soll. Jeden Montag um 20 Uhr sollen Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, mit Politikern und Experten zu sprechen. Zum Auftakt stellen sich Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger und Arbeitsminister Martin Kocher den Fragen der Zuschauer. Moderiert wird die Sendung von Innenpolitik-Chefreporterin Manuela Raidl. Die Zuschauer können ihre Fragen per Mail und Video einsenden oder ihre Fragen live in der Sendung via Skype stellen. 

Frau Jordan stellt gleich © Joyn
Der ORF hat die Ausstrahlung der ProSieben-Serie "Frau Jordan stellt gleich" angekündigt. Die Serie mit Katrin Bauerfeind in der Hauptrolle feiert bereits am 17. Februar ihre Premiere beim öffentlich-rechtlichen ORF 1, zu sehen gibt es die Folgen aus Staffel eins immer am späten Mittwochabend. Zum Start geht’s um 23:20 Uhr los. Die Serie ist in Deutschland bei Joyn zu sehen. Bei der Free-TV-Premiere im vergangenen Jahr machte "Frau Jordan stellt gleich" keine gute Figur: Zur besten Sendezeit erreichten die sechs Folgen bei ProSieben im Schnitt nur 5,6 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Produziert wird die Serie von der Banijay-Tochter MadeFor Film, die erste Staffel kam noch von W&B Television, das inzwischen zu Leonine gehört. Geschrieben wurde "Frau Jordan stellt gleich" von "Stromberg"-Autor Ralf Husmann.

ORF 1 © ORF
Bereits im Dezember hat der Stiftungsrat des ORF den Strategieplan bis 2025 genehmigt, die APA berichtete zuletzt über einige Details und die Kollegen von netzpolitik.org veröffentlichten das Papier vollständig. Aus der Strategie geht hervor, dass der ORF seinem strauchelnden Sender ORF 1 eine neue Zielgruppe geben will: die 25- bis 50-Jährigen. Die Privaten schauen vor allem auf die 12- bis 49-Jährigen - und so tat es auch ORF 1 lange. Weil in so gut wie allen Zuschauergruppen die Marktanteile fallen, hat man sich nun offenbar für eine neue Zielgruppe entschieden. Darüber hinaus sieht das Strategiepapier vor, dass wesentliche Inhalte des noch nicht gestarteten ORF Players hinter einer Registrierungsschranke zu finden sein sollen - und damit nur für GIS-Zahler. TVthek und Radiothek sind derzeit frei zugänglich. 

Österreich in Zahlen

Ski WM 2021 © Screenshot ORF
Bei der Ski-WM waren die Österreicher in den zurückliegenden Tagen erfolgreich - und auch ORF 1 profitierte von den starken Leistungen der Sportler. Den Sieg von Vincent Kriechmayr in der Abfahrt sahen am Sonntag im Schnitt 1,34 Millionen Menschen. Weil das Rennen zur Mittagszeit stattfand, lag der Marktanteil bei extrem starken 68 Prozent. Als Kriechmayr wenige Tage zuvor auch im Super G gewann, sahen 719.000 Menschen zu, damit waren 53 Prozent drin. Und auch die Kombination sorgte am Montag für teils mehr als 50 Prozent Marktanteil in ORF 1. 

The Masked Singer Austria © Puls 4/Willi Weber
Die zweite Staffel von "The Masked Singer Austria" ist mit guten Werten gestartet. 214.000 Zuschauer sahen sich den Auftakt an. Das waren zwar rund 100.000 weniger als beim Staffelstart im vergangenen Jahr, damals war das Format aber auch noch ganz neu. Teilweise fiel "The Masked Singer" bei Puls 4 mit Staffel eins auch unter die Marke von 200.000 Zuschauern - da kann man jetzt schon ziemlich zufrieden sein. Zumal auch der Marktanteil in der werberelevanten Zielgruppe bei 11,6 Prozent lag. Bei der Enttarnung am Ende waren es sogar 18,7 Prozent. Als erster Promi enttarnt wurde übrigens Klaus Eberhartinger (EAV, "Dancing Stars"), der dann auch gleich ankündigte, das neue Puls-4-Format "Show Your Talent" zu moderieren. Einen Starttermin für die Show gibt es noch nicht. 

Was noch zu sagen wäre...