Heidi Klum © gettyimages
Verleihung der Creative Arts Emmys

Erste Emmy-Gewinner: Heidi Klum und Sat.1 jubeln

 

Bereits 9 Mal wurde Heidi Klum und ihre US-Castingshow "Project Runway" für einen Primetime Emmy nominiert, in der Nacht zum Montag gewann sie ihn endlich. Auch Sat.1 kann sich über einen Emmy freuen. Abräumer der Nacht war HBO...

von Thomas Lückerath
16.09.2013 - 09:04 Uhr

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Nach 14 Staffeln der Designer-Castingshow "Project Runway", bei der Heidi Klum gleichzeitig auch als Produzentin und Jurorin auftritt, hat es endlich mit einem Emmy Award geklappt: In der Nacht zu Montag gehörte Klum zusammen mit ihrem Co-Host Tim Gunn zu den ersten Primetime Emmy-Gewinnern des Jahres 2013. Weil die Academy of Television Arts & Sciences besondere Leistungen im Fernsehen längst in derart vielen Kategorien vergibt, dass sie nicht mehr in eine Verleihung passen, werden eine Woche vor der großen Live-Gala, die Mehrheit der Emmy-Awards, genau genommen 88 Auszeichnungen, im Rahmen der sogenannten Creative Arts Emmys verliehen. Die widmen sich schwerpunktmäßig den handwerklichen Kategorien, darunter z.B. auch gleich drei Kategorien für "Best Hairdressing". Hier gewann übrigens - der Vollständigkeit halber sei auch das erwähnt - der HBO-Film "Behind the Candelabra", die Comedyshow "Saturday Night Live" und die Serie "Boardwalk Empire".

Heidi Klum und Tim Gunn erhielten den Emmy in der Kategorie "Outstanding Host For A Reality Or Reality-Competition Program", wo sie bereits 2008, 2009 und 2010 nominiert waren und doch jedes Mal gegen "Survivor"-Host Jeff Probst verloren, der diesmal gar nicht nominiert war. Klum und Gunn stachen diesmal u.a. zwei ProSiebenSat.1-Produktionen aus. Betty White ("Betty White's Off Their Rockers") und Anthony Bourdain ("The Taste") waren auch im Rennen. Kommenden Sonntag kann Heidi Klum noch auf einen zweiten Emmy hoffen - für "Project Runway" in der Kategorie "Outstanding Reality-Competition-Program". Auch hier war man bereits mehrfach nominiert - 2005, 2006, 2007, 2011 und 2012 - aber ging stets leer aus. Als bestes Reality-Programm wurde in der vergangenen Nacht übrigens bereits "Undercover Boss" ausgezeichnet. Mit gleich 20 Auszeichnungen ergatterte Pay-TV-Sender HBO die meisten Emmy-Awards, was in erster Linie am Erfolg des Films "Behind the Candalabra" lag, der allein bei den Creative Arts Emmys schon 8 Auszeichnungen bekam und kommenden Sonntag noch weitere Königskategorien gewinnen könnte. In Deutschland kommt der Film mit Michael Douglas und Matt Damon unter dem Titel "Liberace - Zuviel des Guten ist wundervoll" am 10. Oktober in die Kinos.

Welche Preise "Behind the Candelabra" gewann, lesen Sie auf der zweiten Seite des Artikels in einer kompletten Liste aller Gewinner. Nr.2 und Nr.3 im Senderranking der Gewinner vergangener Nacht sind CBS (15 Emmys) und NBC (11 Emmys). Doch genug der Zahlen, zurück zu den Höhepunkten. Da waren sich die Beteiligten vor Ort einig: US-Comedystar Bob Newhart (84) erhielt nach sieben Emmy-Nominierungen für seine diversen TV-Serien und -Shows endlich seinen Emmy überhaupt - für seine Gastrolle in der Sitcom "The Big Bang Theory". Und anders als so viele andere Emmy-Gewinner gönnten die Produzenten der Preisverleihung ihm auch eine längere Dankesrede. Die meisten anderen Gewinnern, vor allem zu Beginn der Verleihung, hatten Mühe sich an die neue 45 Sekunden-Regel zu halten, die nach spürbarem Unmut im Laufe der Verleihung immer seltener so streng angewendet wurde. 45 Sekunden für den Gang auf die Bühne und die Dankesrede - es sollte die Verleihung angesichts der Vielzahl der Kategorien straffen. Sie dauerte am Ende 3 Stunden und 50 Minuten.

Die weiteren Emmys für Gastrollen gingen an Dan Bucatinsky für seine Rolle in "Scandal", Melissa Leo für ihre Rolle in "Louie" und Carrie Preston für ihre Rolle in "The Good Wife". Ein Emmy der vergangenen Nacht ging sogar an Sat.1 - als Co-Produzent von "World without end", in Deutschland besser bekannt als "Die Tore der Welt". Die Miniserie von Tandem Communications gewann einen Emmy in der Kategorie "Outstanding Music Composition For A Miniseries, Movie Or A Special". Auch die im Vorfeld viel besprochene Netflix-Serie "House of Cards" konnte bei den Creative Arts Emmys schon die ersten zwei Auszeichnungen in den Kategorien "Outstanding Cinematography for a a single-camera series" und das beste Casting einer Drama-Serie. Die ersten Emmys gab es u.a. auch für "Breaking Bad", "The Office", "How i met your mother", "Revolution", "Boardwalk Empire", "30 Rock", "South Park", "Game of Thrones", "American Horror Story: Asylum", "The Borgias", "Downton Abbey" und "Da Vinci's Demons" - welche genau, verrät die komplette Liste aller Preisträger der Creative Arts Emmy-Verleihung auf der nächsten Seite.

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