Orange is the New Black: Hinter Gittern bei Netflix

von Regine Pfaff
15.07.2014 - 12:22 Uhr

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© Netflix

"'Orange is the New Black' is the best TV show about prison ever made". Diese Überschrift gab Dylan Matthews im Juli 2013 seinem Artikel über die erste Staffel der Netflix-Serie von "Weeds"-Macher Jenji Kohan in der Washington Post und reihte die Webserie mit lobenden Worten zwischen den Drama-Serien "Breaking Bad" und "Mad Men" ein. Doch eine Sache überrascht dabei: er bewertete die Serie über Piper Chapman - ein eigentlich in New York lebender Yuppie, der zu 15 Monaten Haft in einem Frauenknast verurteilt wird - als eine der besten aktuell laufenden Drama-Serien. Blickt man jedoch auf die Emmy-Kategorien, findet sich diese nun neben "The Big Bang Theory" und dem Titelverteidiger "Modern Family" wieder.

Im ersten Jahr der Emmy-Teilnahme dieses Jahr entschieden sich die Produzenten der Serie also nicht für einen Start in der oftmals als Königskategorie bezeichneten Sparte "Beste Drama-Serie", sondern für eine Teilnahme im Bereich der Comedy-Serien. Skurrilerweise ging Hauptdarstellerin Taylor Schilling bei den diesjährigen Golden Globes noch mit einem Ticket für die beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie am Abend des 12. Januars ins Rennen, musste sich aber gegen ihre Netflix-Serienkollegin Robin Wright ("House of Cards") geschlagen geben. Durch die gewählte Klassifizierung müssen die beiden am Abend des 25. August dieses Mal nicht gegeneinander, sondern gegen jeweils fünf andere Konkurentinnen antreten.

Überhaupt ist die Anzahl an Nominierungen für den Neueinsteiger ziemlich beachtlich.12 Nominierungen gab es für die Serie, die man wohl am besten als Dramedy bezeichnen könnte, von der Television Academy. Neben der Nominierung für die beste Comedy-Serie und Taylor Schilling in der Haupt-Darstellerkategorie, sind auch noch Kate Mulgrew für die beste Darbietung als Nebendarstellerin und drei Gastdarstellerinnen nominiert. Dass in den Darsteller-Kategorien nur das weibliche Geschlecht vertreten ist, verwundert jedoch nicht allzu sehr, wenn man einen Blick auf die Handlung wirft.

Eigentlich lebt Piper Chapman ein geordnetes Leben mit ihrem Verlobten in New York. Allerdings holt sie ihre Vergangenheit und die lesbische Beziehung zu Alex Vause ein, die ihr Konto durch Drogenschmuggel füllte. Die geleistete Hilfe, beziehungsweise der mehrmalige Transport von Koffern mit Drogengeld, wird Chapman jedoch zehn Jahre später zum Verhängnis, so dass sie für 15 Monate in ein Gefängnis in Litchfield einsitzen muss. Ebenfalls Gast in der Anstalt? Ihre Ex-Collegegeliebte Alex, was die Situation für Chapman nicht gerade leichter macht. Beginn der Geschichte ist dabei ein Tag vor ihrem Einzug ins Gefängnis - mittels Flashbacks wird jedoch auch der Weg zur Grube des Grauens, dem Frauenknast, stückchenweise nacherzählt. Aktuell sind bereits zwei Staffeln der Serie verfügbar - die dritte ist bereits bestellt. Da die erste Staffel letztes Jahr bei Netflix mit allen Folgen erst am 11. Juli online zu sehen waren, konnte sie bei den letztjährigen Emmys übrigens nicht berücksichtigt werden, sondern ist erst diesmal mit Staffel 1 dabei.

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