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USA: CBS hat sein Primetime-Programm für die kommende Saison vorgestellt – und nach dem Aus von "NCIS: Tony & Ziva" mit einem neuen Spin-Off von "Navy CIS" überrascht: Dabei handelt es sich um "NCIS: New York". Dafür setzt der Sender wieder LL Cool J als Agent Sam Hanna ein. Zurück in seiner Heimatstadt versucht er mit dem unkonventionell arbeitenden und von Scott Caan ("Hawaii Five-0") gespielten Kollegen ein neues Team zu führen, welches mit risikobehafteten Einsätzen betraut wird, um NYC zu verteidigen. Nach "NCIS: Los Angeles", das von 2009 bis 2023 lief, geht es nun also ab Herbst zwischen "NCIS" und “NCIS: Origins" bei CBS an die Ostküste. Doch keine Sorge, der Sender könnte für einen Ost-West-Ausgleich sorgen, denn "Fire Country" und sein Ableger "Sheriff Country" könnten ebenfalls einen Ableger erhalten. Aktuell arbeitet man daran, das im fiktiven Ort Edgewater in Kalifornien angesiedelte Franchise zu erweitern. Entstehen soll ein Drama aus dem Hause Bruckheimer dann mit medizinischem Schwerpunkt.
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USA: Neu im CBS-Schedule der kommenden Season ist auch "Cupertino" von Robert und Michelle King mit Mike Colter, Rachel Keller, Renee Elise Goldsberry, Ella Stiller, Busy Philipps und Nik Dodani in den Hauptrollen. Beschrieben wird die Serie als ein Rechtsdrama im Stil von David gegen Goliath, das im Herzen des Silicon Valley spielt. Colter verkörpert darin einen Anwalt , der von seinem ehemaligen Arbeitgeber, einem Tech-Start-up, um seine Aktienoptionen betrogen wird. Dabei tut er sich mit einer kürzlich entlassenen Anwältin zusammen, um diejenigen zu vertreten, die von der Tech-Elite ausgenutzt wurden. Mit "Eternally Yours" startet zudem eine neue Comedyserie der Autoren und ausführenden Produzenten von "Ghosts". Ed Weeks und Allegra Edwards verkörpern darin ein Vampirpaar, dessen einst leidenschaftliche Romanze sich nach 500 gemeinsamen Jahren zu einer leblosen Ehe entwickelt hat. Sie leben im heutigen Seattle mit ihrem schrulligen Zirkel und haben sich in einer ewigen Routine eingerichtet - bis der ernsthafte menschliche Freund ihrer Tochter unerwartet in ihr Leben tritt und. Zur Midseason soll es außerdem "Einstein" zu sehen geben, jene Adaption der einstigen Sat.1-Serie, von der inzwischen bereits mehrere Folgen im Kasten sind. Eine Premiere gibt’s auch beim Show-Klassiker "The Price is Right", von dem es zu Weihnachten erstmals eine Live-Show in der Primetime geben soll.
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Ungarn: Nach dem Erdrutschsieg von Péter Magyar bei der Wahl in Ungarn hat der kommende Ministerpräsident des Landes angekündigt, die Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auszusetzen, bis eine "unabhängige Berichterstattung und die Wiederherstellung der Pressefreiheit" gewährleistet sei. Viktor Orban hatte den Rundfunk in den zurückliegenden Jahren systematisch kaputt gemacht und auf Regierungslinie gebracht. Magyar führte nun im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Ungarns mehrere Interviews, die ziemlich konfrontativ gelaufen sind. So erklärte der Politiker unter anderem, es sei sein erster Auftritt in diesen "Propagandamedien" seit eineinhalb Jahren. Die Öffentlich-Rechtlichen hätten in der Regierungszeit von Orbán "von morgens bis abends nur gelogen".
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Tschechien: Die rechte Regierung in Tschechien will die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf neue Beine stellen. So sollen die Gelder für das System künftig nicht mehr über Rundfunkgebühren eingenommen werden, diese will man abschaffen. Stattdessen sollen die Sender aus dem Staatshaushalt finanziert werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist jetzt vorgestellt worden, die Änderung soll bereits ab 2027 greifen. Das Tschechische Fernsehen (Ceska televize) und der Tschechische Hörfunk (Cesky rozhlas) sollen demnach jährlich rund 320 Millionen Euro erhalten, ihre Intendanten hatten sich gegen die Änderung ausgesprochen. Kritiker sehen in den Plänen einen Eingriff in die Unabhängigkeit der Sender, die Politik weist das zurück.
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USA: Bereits in der vergangenen Woche hatten wir an dieser Stelle über einen möglichen Stellenabbau bei Disney berichtet. Nun ist es offiziell: Der US-Medienkonzern wird rund 1.000 Stellen streichen. Der neue Disney-CEO Josh D’Amaro hat den Stellenabbau in einer Mail an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aus der verschiedene Medien zitieren, angekündigt. Treffen wird es wohl vor allem die Marketingabteilung, erst Anfang des Jahres hatte Disney seine verschiedenen Teams in diesem Bereich unter einem Dach zusammengefasst. Aber auch das Studio- und Fernsehgeschäft, ESPN sowie der Produkt- und Technologiebereich sollen von den Stellenstreichungen betroffen sein.
© BBC
Großbritannien: Derweil plant auch die BBC einen Stellenabbau - und der wird wohl noch umfassender ausfallen als der bei Disney. Wie verschiedene britische Medien unter Berufung auf Teilnehmende einer Mitarbeiterversammlung der BBC berichten, sollen 2.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Die Maßnahme ist demnach Teil von Bemühungen, die Kosten innerhalb der nächsten drei Jahre um zehn Prozent zu senken. Schon seit Jahren leidet die BBC unter einem Spardruck und musste entsprechend Sendungen einstellen und Stellen streichen. Die jetzt kolportierten Zahlen wären jedoch die größte Schrumpfkur seit 15 Jahren. Erst im Februar hatte man Kürzungen in Höhe von 600 Millionen Pfund in Aussicht gestellt.
© Netflix
Mexiko: Netflix dringt immer weiter in die Welt des Sports vor, nun hat man in Mexiko zugeschlagen. Der Streamingdienst hat einen Vierjahresvertrag für die Endrunden der Concacaf Nations League und des Concacaf Gold Cup abgeschlossen. Dabei handelt es sich um zwei der wichtigsten Rechte der Concacaf, Netflix wird dadurch künftig Fußball-Länderspiele in Mexiko zeigen. "Bei Netflix investieren wir zunehmend in Live-Events, die die größten Leidenschaften unseres Publikums ansprechen, und Fußball ist zweifellos die Leidenschaft, die uns als Mexikaner verbindet", sagte Carolina Leconte, Vice President für Content-Akquisitionen in Mexiko und Lateinamerika bei Netflix.
© YouTube
Belarus: YouTube hat belarussische Staatsmedien von der Plattform verbannt und entsprechende Kanäle entfernt. Betroffen sind sowohl die staatliche Nachrichtenagentur BeITA sowie die Fernsehsender ONT und STV. Die belarussischen Behörden sprachen daraufhin von einem "unfreundlichen und unbegründeten" Vorgehen. Offenbar sind jedoch nicht alle belarussischen Staatsmedien bzw. vom Staat unterstützten Medien von der Plattform verschwunden. Andere Kanäle, die zumindest eine große Nähe zum Staat aufweisen, sind nach wie vor verfügbar.
Serien-Update
© ITV
Die Entertainerinnen Ellen und Alice Kessler, besser bekannt als die international erfolgreichen Kessler-Zwillinge, sorgten im letzten November mit ihrem gemeinsamen Selbstmord in Grünwald im Alter von 89 Jahren für Schlagzeilen. Der assistierte Suizid regte vielfach Diskussionen zur Ethik und Anpassungen gesetzlicher Regelungen an. Doch schon bereits in den 1990er Jahren landete ein Fall in Großbritannien in der Presse, der ähnlich gelagert war, jedoch eine andere Auswirkung hatte. Das Ehepaar Mavis Eccleston und ihr Ehemann Dennis hatten aufgrund gesundheitlicher Beschwerden beschlossen, gemeinsam mittels einer Überdosis Medikamenten zu sterben. Der Selbstmordpakt ging jedoch schief und im Gegensatz zu ihrem Mann überlebte Mavis. Die Staatsanwaltschaft warf ihr im Nachgang vor, ihren Mann absichtlich getötet zu haben, allerdings kam das Gericht zum Entschluss, dass dies nicht zweifelsfrei bewiesen werden kann. Bei ITV wurde nun eine passende Serie mit dem Titel "Mavis Ecclestone" bestellt, die den Fall beleuchtet. Der Oscar nominierte Jonathan Pryce (Die zwei Päpste”) und “Downton Abbey”-Star Penelope Wilton spielen die Hauptrollen des Ehepaars Dennis und Mavis Ecclestone.
Haben Sie suizidale Gedanken oder haben Sie diese bei einem Angehörigen/Bekannten festgestellt? Hilfe bietet die Telefonseelsorge: 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Auch eine Beratung über das Internet ist möglich unter http://www.telefonseelsorge.de
© MGM
Bereits letzten Dezember wurde bekannt, dass Daniel Brühl und Devrim Lingnau Teil der achtteiligen, internationalen Koproduktion von BBC und MGM+, der Adaption zu John le Carré Agenten-Romanen “Der Spion, der aus der Kälte kam” (1963) und “Das Vermächtnis der Spione” (2017; “Legacy of Spies”), werden. Die beide Romane miteinander vereinigende Prestige-Serie hört auf den Titel “Legacy of Spies” und bringt den ikonischen Charakter George Smiley, den Gary Oldman im Film “Dame, König, As, Spion” 2011 verkörperte, zurück ins Audiovisuelle - dieses Mal gespielt von Matthew Macfadyen (“Succession”). Und nun kommen weitere deutsche Schauspiel-Namen hinzu: die “Babylon Berlin”-Stars Volker Bruch und Saskia Rosendahl stoßen zur Produktion von The Ink Factory (“The Night Manager”, Romanvorlag ebenfalls von John le Carré), wie auch Patrick Güldenberg (“Die Ibiza Affäre”). “Im Westen nichts Neues”-Protagonist, Felix Kammerer, wird die Rolle von Hans-Dieter Mundt übernehmen, einem brutal-psychotischen Stasi-Vollstrecker. Die Dreharbeiten zur Adaption laufen bereits.
© RTÉ
Den Trekkies als Kathryn Janeway aus “Star Trek: Raumschiff Voyager” bekannte US-amerikanische Schauspielerin Kate Mulgrew hat ein neues Engagement in Irland. Bestellt wurde dort vom Sender RTÉ die Krimiserie “The Yank”, bei der auch Colm Meaney (“Gangs of London”) mit von der Partie ist. Angesiedelt ist die Produktion im Westen Irlands und handelt von der erfahrenen, wie knallharten NYPD-Polizistin Nora Savage (Mulgrew), die ihren Job in New York an den Nagel hängt und ein ruhigeres Leben in Irland plant. Im Familienhaus angekommen, wird sie jedoch unvermittelt in einen Mordfall an einer Klimaaktivistin verwickelt, so dass ihr Vorhaben von viel Tagesfreizeit passé ist.
© Fabio Lovino/HBO
Nach den Orten Maui, Sizilien und Koh Samui spielt die vierte Staffel von "The White Lotus" bekanntlich an der südfranzösischen Côte d’Azur. Teil der schwarzen Dramedy über reiche Gäste im Luxushotel mit gleichem Namen sind dieses Mal in den Hauptrollen Helena Bonham Carter, Vincent Cassel, Steve Coogan und Heather Graham. Nun gab HBO neben weiteren Namen noch mehr Details bekannt, denn die Dreharbeiten sind in den Städten Cannes, Monaco und Saint-Tropez am Mittelmeer bereits gestartet - einen Ausflug wird es jedoch auch nach Paris geben. Wie schon gemunkelt, werden die Filmfestspiele in Cannes in der Serie von Mike White tatsächlich Teil der Handlung werden, die während des Zeitraums der Produktion dort stattfinden. Klar ist auch, welche realen Hotels zu den Serienspots werden: das Airelles Château de la Messardière in Saint-Tropez fungiert als "White Lotus du Cap" und das Hotel Martinez in Cannes wird zum "White Lotus Cannes".
Ticker: +++ Der ältere Beginner unter den Anfängern sammelt weiter Berufserfahrung: “The Rookie” mit Nathan Fillion wird bei ABC in die bereits neunte Staffel gehen +++ Für Taylor Sheridans “The Madison” wird ebenfalls ein neues Kapitel geschrieben. Paramount+ schickt das Western-Familiendrama in eine dritte Staffel +++ Eine zweite Staffel erhalten hingegen “Young Sherlock” von Prime Video, “The Burbs” mit Keke Palmer bei Peacock und “Harlan Coben’s Final Twist” von CBS +++ Apropos CBS: dort entsteht auch mehr von “Beyond The Gates”. Bestellt wurde direkt im Duo Staffel drei und vier +++ Bereits in eine fünfte Staffel gehen die Krimiserie “Will Trent” bei ABC und “From” bei MGM+. Für die Sci-Fi-Serie ist dies dann allerdings auch die Letzte +++ Nicht weitergehen wird es auch für “The Copenhagen Test” bei Peacock, wo bereits nach dem Auftakt Schluss ist +++ Mehr will FX von der Fußball-Doku-Story “Welcome To Wrexham” mit Ryan Reynolds und Rob McElhenney und hat mit drei Staffeln direkt eine Multibestellung aufgegeben +++ Mit der zweiten Staffel geht es für “Everyone Is Doing Great” statt bei Hulu bei Netflix weiter. Beide Staffeln sind ab dem 11. Mai dort verfügbar +++ Bei Amazon MGM arbeitet man derzeit an einer queeren Sport-Rom-Com, die im Windschatten von “Heated Rivalry” mitreisen dürfte. Konkret soll der Roman “Cleat Cute” von Meryl Wilsner über vier Spielerinnen in einem Profi-Fußballverein von New Orleans aufbereitet werden +++ Für die US-Branche ermutigend: ABC könnte sein Portfolio an fiktionalen Eigenproduktionen zum zweiten Mal in Folge wieder ausbauen +++ Gute News könnte es auch bei NBC geben. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt sieht es so aus, als würde nicht CBS die Spitzenposition beim Gesamtpublikum übernehmen, sondern NBC die TV-Season 2025-26 dominieren +++