CNN © CNN
USA: CNN hat Klage gegen Perplexity eingereicht. Der Nachrichtensender wirft dem KI-Unternehmen vor, seine Inhalte unrechtmäßig kopiert und verbreitet zu haben. Es ist wohl das erste Mal, dass ein Fernsehsender in den USA im Zusammenhang mit KI eine Urheberrechtsklage erhebt. "Die Klage von CNN basiert auf der Auffassung, dass Perplexity, ein Unternehmen mit einem Wert von mehreren Milliarden Dollar, nicht in der Lage sein sollte, Inhalte von Unternehmen zu stehlen", sagte ein CNN-Sprecher. "Die Öffentlichkeit ist auf hochwertigen, von Menschen verfassten Nachrichtenjournalismus angewiesen, um ihre Welt zu verstehen - dessen Produktion oft gefährlich und kostspielig ist. Kommerzielle Anbieter können und müssen dafür bezahlen, wenn sie diese Inhalte nutzen." Bei Perplexity ist man freilich anderer Auffasung. Gegenüber CNN erklärte Jesse Dwyer, Kommunikationschef von Perplexity: "Fakten kann man nicht urheberrechtlich schützen." Die nun eingereichte Klage folgt auf den offenbar gescheiterten Versuch des Nachrichtensenders, eine Vereinbarung mit dem KI-Unternehmen zur Verwendung seiner Inhalte zu schließen.

Banijay © Banijay
Norwegen: Banijay Entertainment hat die weltweiten Rechte an dem norwegischen Comedy-Format "The Comedy League", das vom norwegischen Sender TV2 gerade um eine zweite Staffel verlängert wurde. Das Format verbindet sportlichen Wettkampf mit Comedy, indem Comedians und Entertainer in mehreren sportlichen Wettbewerben gegeneinander antreten. "'The Comedy League' stellt den Sport auf den Kopf und interpretiert sportlichen Wettkampf durch einen mutigen Comedy-Ansatz neu, um energiegeladene Wohlfühlmomente zu schaffen", sagte Helen Greatorex, Leiterin der Formaterwerbsabteilung bei Banijay Entertainment. "Wir sehen weiterhin eine starke weltweite Nachfrage nach Formaten, die Humor, Wettbewerb und breite Familienunterhaltung verbinden, und dieses Format trifft genau den richtigen Ton." Nach Auffassung von Banijay sei die Show für internationale Märkte "äußerst anpassungsfähig".

Hometown Giants © Prime Video Canada
Kanada: Der kanadische Superstar Michael Bublé und Drew Scott, bekannt aus der kanadischen Dokusoap "Property Brothers", werden gemeinsam für ein neues Projekt von Prime Video vor der Kamera stehen. Wie der Streamingdienst bei seinem kanadischen Screening ankündigte, sollen die beiden im Herbst in der Dokuserie "Hometown Giants" zu sehen sein, in der sie in die Welt des Junioren-Eishockey eintauchen. Sie werden darin zu Miteigentümern der Vancouver Giants, einem Eishockeyteam, in dem jugendliche Spieler ihren Traum von der NFL verfolgen. Daneben hat Prime Video für den kanadischen Markt auch noch eine Survival-Show mit dem Arbeitstitel "Surrender" angekündigt. Dazu kommt mit "The Pig Farmer: Robert Pickton" eine dreiteilige True-Crime-Serie über den Fall eines kanadischen Serienmörders, der sich jahrelang in Vancouver der Festnahme entziehen konnte.

Sky Original © Sky
Großbritannien: Im Sommer wird Boyzone sein Comeback mit zwei Konzerten in London feiern. Vom Hype um die Boygroup will nun auch Sky noch einmal profitieren. Nachdem schon die dreiteilige Doku-Reihe "Boyzone: No Matter What" erfolgreich war, hat der Pay-TV-Sender in Großbritannien jetzt ein Nachfolge-Projekt mit dem Titel "One for the Road" angekündigt, das die Fans hinter die Kulissen mitnimmt, während sich die Band auf ihre - angeblich letztmalige - Wiedervereinigung vorbereitet. Die Produktion übernimmt erneut Curious Films. "'Boyzone: No Matter What' hat eine außergewöhnliche Welle der Begeisterung für die Band ausgelöst, und wir freuen uns sehr, erneut mit Curious zusammenzuarbeiten, um dieses bahnbrechende Wiedersehen zu dokumentieren – etwas, das vielleicht nie stattgefunden hätte, hätten die Jungs ihre Geschichte nicht mit solcher Ehrlichkeit und Offenheit erzählt", so Hayley Reynolds, Leiterin der Dokumentarfilm-Redaktion bei Sky.

Serien-Update

Celine Dion © IMAGO / Starface
Zwei Jahre nach ihrem Liveauftritt bei den Olympischen Sommerspielen in Paris bietet Balladen-Queen Céline Dion im Herbst wieder einige Konzerttermine in der französischen Hauptstadt an. Doch dieses Comeback könnte nur der Beginn einer wieder größeren Bühne der Marke Dion sein, denn Mitglieder ihrer Familie arbeiten derzeit mit Showrunnerin Zoë Green (“Sirens”) an einer fikionalisierten Dramaserie über den französisch sprachigen Popstar mit Fokus auf ihre frühen Lebensjahre. Mit dem Arbeitstitel “Growing Up Dion” bringt sich ihr Bruder Jacques Dion als Produzent in Stellung - die Serie selbst soll auf dem Werk ihres Neffen Jimmy basieren, “Dion, A Family Saga”. Zeitlich ist es weit vor “My Heart Will Go On”, denn die Serie zeichnet zunächst den Weg in Quebec und das Aufwachsen in einem bescheidenen, aber musikalischen Haushalt mit 13 Geschwistern nach. Wie war es hierbei möglich, zum Weltstar zu werden? Das Projekt stammt von Diamant Rouge Entertainment und steht derzeit international zum Verkauf. 

Zac Efron © IMAGO / MediaPunch
Der Slogan mit dem der okkulte Psychothriller “Angel Heart” von Alan Parker Ende der 1980er Jahre beworben wurde, war “It will scare you to your very soul”. Mickey Rourke traf darin als Privatdetektiv Harry Angel im New York der 1950er Jahre auf den von Robert De Niro gespielten Auftraggeber Louis Cyphere, der den verschwundenen Sänger Johnny Favorite suchen lässt. Nun arbeitet die für markante, wie Indie-Stoffe bekannte Produktionsfirma A24 (“Everything Everywhere All at Once”) zusammen mit Zach Baylin (“Black Rabbit”) und Zac Efron an einer Neuauflage in Serienform für HBO. “Iron Claw”-Star Efron soll laut “Deadline Hollywood” dabei nicht nur die Hauptrolle übernehmen, sondern auch mit produzieren - Jonathan Van Tulleken (“Shōgun”) ist als Regisseur beim Projekt mit an Bord. Drehen soll sich die Serie mit Blick auf die Romane “Fallen Angel” und “Angel’s Inferno” von William Hjortsberg um einen derangierten New Yorker Paparazzo, der Menschen aufspürt, die nicht gefunden werden wollen. Eines Tages erhält er den Auftrag eines undurchsichtigen Mannes, der seine Frau sucht. Die Ermittlungen fördern dabei auch Übernatürliches hervor.  

Die Simpsons © ProSieben/2023 20th Television. All rights reserved.
Neues gibt es auch von den “Simpsons”. Für Juni, Juli und August stehen insgesamt drei neue Episoden an, die wieder exklusiv für Disney+ und Hulu produziert werden und nur dort zu finden sind. Da Sender Fox mittlerweile eher kürzere Staffeln präferiert, landen die überschüssigen Folgen von 20th Television Animation erneut dort, wo ohnehin die Bibliothek liegt (so auch bei “Family Guy”). Zu sehen gibt es in einer Doppelfolge “Extreme Makeover: Homer Edition” mit einem verwandelten Homer (zumindest in Marges Gedanken), “Simpsley” mit einer Reise nach Italien und “Yellow Mirror”, eine Parodie auf “Black Mirror”. Und dann gibt es noch eine News rund um die Gelblinge, die ein “aye caramba” auslösen kann: “Simpsons”-Autor Dan Greaney will ins Weiße Haus. Seine Empfehlung gab er via Instagram bekannt: “Die Vereinigten Staaten wurden auf der transzendentalen Erkenntnis gegründet, dass alle Menschen gleich geschaffen sind - doch jetzt haben Trump, Vance, die Milliardäre, Karrieristen und Feiglinge in beiden Parteien ihr den Rücken gekehrt. Geld, Macht und Sicherheit für sie, aber nicht für euch” - das solle sich mit ihm und einer Kandidatur 2028 ändern. Der gelernte Anwalt prophezeite einst zum Millenium in der Folge “Bart to the Future” eine verheerende Präsidentschaft Trumps voraus. 

Apple TV © Apple
Bei Apple TV arbeitet man am Ausbau der Comedy-Front. Und daran beteiligt ist kein Geringerer als Ben Stiller, der für den Apfelkonzern dieses Mal nicht nur hinter der Kamera (“Severance”), sondern davor agieren könnte. In Planung ist derzeit “Protective Custody”, welches Stiller das erste Mal in eine Hauptrolle einer fiktionalen Serie einbetten würde, die nicht als Sketch-Comedy aufgebaut ist. Das Projekt stammt von Mike Judge (“Silicon Valley”), Steve Hely (“Common Side Effects”) und Dave King (“Parks and Recreation”), welches angeblich gute Chancen auf eine Bestellung hat. Und worum geht’s? Die Serie fokussiert einen Finanzmanager, der wegen Betrugs angeklagt wird und in Haft kommt. Dort muss er sich in die Machtspiele einfügen, seinen Ruf retten und darauf hoffen, dass sein Prozess ein positives Ende hat. Auf ein gutes Ende hofft auch die Protagonistin in der vor einem Monat bestellten, noch namenlosen Comedy, die ebenfalls bei Apple TV läuft und von Liz Heldens und Matt Ward kommt. Elizabeth Banks’ Charakter sortiert sich dort neu und muss zugleich das aufregende Sexleben ihres Vaters im Seniorenheim organisieren. Klar ist nun, dass diese Rolle von Ted Danson gespielt wird, der ja durch die Netflix-Serie “Undercover im Seniorenheim” bereits Erfahrungen in besagter Umgebung sammeln konnte. 

Foto: RTL © RTL
Die überseeische Adaption zur Sat.1-Serie “Einstein” glich einer Odyssee. Vier Versuche, Verschiebungen und Neubesetzungen machen einen Start zur Season 2026/27 letzten Endes jedoch möglich. Nun geht es bei CBS weiter voran: mit Ex-"Monk" Tony Shaloub wurde die Rolle des Vaters von Lewis Einstein (Matthew Gray Gubler) besetzt. Überraschend nicht mehr dabei sein wird wohl Filmschwergewicht Tom Hardy bei der Gangsterserie “MobLand - Familie bis aufs Blut” von Paramount+ bei einer möglichen dritten Staffel. Laut des Branchendienstes “Hollywood Reporter” steht man mit dem als schwierig geltenden Schauspieler kurz vor der Trennung, weil er sich bei der Produktion zum Zweitling weigerte, seinen Trailer zu verlassen, um zu drehen. “Pierce Brosnan, Helen Mirren und andere warten zu lassen, ist - da würde ich wetten - beruflicher Selbstmord”, so eine Quelle gegenüber dem Branchenblatt. Und wieder zurück zum europäischen Kontinent: bei der BBC wurde für die neue Dramaserie über einen außer Kontrolle geratenen juristischen Streit zwischen Prominenten die Rollen besetzt: Naomie Harris und Christina Hendricks übernehmen in “Reputation”

Serien-Ticker: +++ Starz kündigt die Verbindung zu “Spartacus: House Of Ashur” von Steven S. Knight nach nur einer Staffel auf +++ Brooke Shields darf für Acorn mit “You’re Killing Me” weitermachen. Bestellt wurde eine zweite Staffel +++ CBC hat “Saint-Pierre” um eine dritte Staffel verlängert und die Comedy “The Ambassador” mit Samantha Bee bestellt. Sie wird dort die Rolle einer unkonventionellen kanadischen Botschafterin in Bulgarien übernehmen +++ David E. Kelley nimmt sich den Bestseller “Nightshade” von Michael Connelly vor und arbeitet für HBO Max an einer Adaption mit dem Titel “Welcome To Catalina” +++ Entstehen könnte auch eine Serie über den Gegenspieler von Sherlock Holmes, James Moriarty von Freemantle. Die Serie soll eine “moderne Neuinterpretation des Krimiformats werden, basierend auf dem berühmtesten Schurken der gesamten Detektivliteratur” +++ “Reacher”-Darsteller Alan Ritchson bindet sich stärker an Amazon und hat bei den MGM Studios einen dreijährigen Deal unterzeichnet +++ Die finale Folge von “Hacks” lief in den USA und die Macher der HBO Max-Serie wollen das Leben danach sichern. Geplant ist in Zeiten des Streamings ungewöhnlicherweise ein physisches DVD-Boxset, um sicherzustellen, dass die Serie “weiter existiert” während die Fusionen in Hollywood andauern. “Es ist wirklich beängstigend”, so die Macher +++