Foto: ProSieben © ProSieben

"Viel getan, noch viel zu tun": Andreas Bartl im DWDL-Interview

 

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Foto: ProSiebenDie ProSieben-Quoten sind am Mittwochabend dank Heidi Klum ausnahmsweise kein Grund zur Sorge. An welchem Morgen schmerzt der Blick auf die Quote denn bislang noch am heftigsten?

Es ist ja nicht nur der Mittwochabend, um den ich mir keine Sorgen machen muss. Am Wochenende performen wir mit der neuen Doppel-Blockbusterprogrammierung sehr gut. Der Freitag baut auf. Unser Nachmittag und die Access sind viel stabiler geworden. Aber ehrlich gesagt: Am Mittwochmorgen hat der Blick auf die Quote der Serie "Grey’s Anatomy“ schon weh getan.

Wie erlebt man da morgens den ersten Blick auf die Quote?

Schmerzhaft, aber nicht hoffnungslos.

Hat ProSieben hier einen längeren Atem als bei "Las Vegas“?

"Grey's Aanatomy" wird noch sein Publikum finden.

Bei den 14- bis 49-Jährigen ist SAT.1 inzwischen an ProSieben vorbeigezogen. Ist das die neue Rollenverteilung innerhalb der Senderfamilie oder liegt ihr Ziel wieder über dem der Berliner Kollegen?

Unsere Ziele sind klar: ProSieben muss eindeutig die Nummer eins bei den 14- bis 29-Jährigen sein. Und in der werberelevanten Zielgruppe wollen wir wieder konstant eine 12 vor dem Komma stehen zu haben.

Noch etwas hat sich in der Senderfamilie geändert: Früher hatte ProSieben das Monopol auf neue US-Serien. Inzwischen sind diese auch bei SAT.1 und kabel eins im Programm. Wie hebt sich ProSieben als US-Serien- und Hollywood-Sender ab?

Die "Aufteilung“ der Programme auf die Senderfamilie erfolgt nicht nach "neu“ oder "nicht neu“, sondern nach der jeweils am besten passenden Zielgruppenansprache. ProSieben zeigt die innovativsten und jüngsten US-Premium-Produktionen.

Als sie das erste Mal zu ProSieben kamen, war der "Akte X"-Boom ausgebrochen. Jetzt kündigten sie den Start neuer Mystery-Serien an. In den USA konnte aber keine dieser Serien an den "Akte X"-Kult anknüpfen...

Das stimmt so nicht. "Akte X" hat in den USA drei Jahre gebraucht, um groß zu werden. "LOST“ hat die Zuschauer vom Start weg in seinen Bann gezogen. Die Serie steht für die neue Generation von Mystery-Produktionen. Und "4400" zum Beispiel war für ein US-Network so erfolgreich, dass direkt eine zweite und dritte Staffel produziert wurden.

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