Nicht nur, dass die Serie "Glee", für die er nominiert ist, die einzige neue ist; Matthew Morrision ist zugleich auch der mit Abstand jüngste Nominierte in der Kategorie Bester Hauptdarsteller Comedy. Bis vor gut einem Jahr war er wohl nur den wenigsten bekannt: Inzwischen aber begeistert Morrision in seiner Rolle als Will Schuester im Überraschungs-Erfolg von FOX ein Millionenpublikum. Der Broadway diente dem 31-Jährigen dabei als Karriere-Sprungbrett.Mit vereinzelten Gastrollen in Serien wie "Ghost Whisperer", "CSI: Miami" und "Numb3rs" machte sich Morrision auch bei den TV-Networks Schritt für Schritt einen Namen, ehe ihm schließlich 2009 mit "Glee" der Durchbruch gelang. Das ist seinen namhaften Konkurrenten im Kampf um den Emmy bereits vor Jahren gelungen, so etwa Tony Shalhoub, der für seine Rolle als neurotischer Detektiv Monk bereits einen Golden Globe und drei Emmys einheimste und nun selbst nach dem Ende der Serie noch auf einen weiteren Preis hofft.
Beste Chancen hat freilich auch Steve Carell, der nun bereits zum fünften Mal in Folge nominiert ist, bislang aber stets leer ausging. Dabei hätte Carell als Michael Scott in der NBC-Comedy "The Office" den Emmy längst verdient gehabt. Mit NBC-Kollege Alec Baldwin ist ein weiterer Hochkaräter im Rennen um den Emmy. Seit 2006 mimt er an der Seite der auch nominierten Tina Fey in "30 Rock" einen unberechenbaren Chef - wie auch Kollege Carell in "The Office". Baldwin und sein gut 20 Jahre jüngerer "Glee"-Kollege Matthew Morrision eint unterdessen übrigens ihre Auftritte am Broadway: Auch Baldwin machte sich in der Vergangenheit auf den New Yorker Bühnen einen Namen, wurde gar für einen Tony nominiert. Nun also erneut der Emmy, den auch Larry David gerne noch einmal in seinen Händen halten würde. Er ist mit seinen 63 Jahren der älteste Nominierte im Comedy-Genre. Seit Jahren mimt er in der HBO-Serie "Curb Your Enthusiasm" sich selbst - als Multimillionär und teils noch aktiver Produzent. Einen Emmy kann auch er schon längst sein Eigen nennen: Bereits 1993 erhielt er den Preis für seine Mitwirkung an der NBC-Serie "Seinfeld", die noch heute Kult-Status genießt. Von einer solchen Karriere ist Matthew Morrision freilich noch weit entfernt, ebenso wie Jim Parsons, der neben dem "Glee"-Star der zweite im Bunde ist, der zu den aufstrebenden Serien-Größen im amerikanischen Fernsehen zählt.
Nach seiner Nominierung im vergangenen Jahr, bei der er jedoch leer ausging, hofft Parsons nun erneut auf den Primetime Emmy. Nominiert ist der gebürtige Texaner wegen seiner Rolle als Sheldon Cooper in "The Big Bang Theory" (CBS). Ob es diesmal den großen Knall bei der Preisverleihung geben wird, muss sich noch zeigen. Die alten Hasen dürften etwas dagegen haben.
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