Es sollte die ganz große "Glee"-Show werden: Schon die Eröffnungsnummer der diesjährigen Primetime Emmy Awards war ganz auf die Hit-Musicalserie ausgerichtet. Doch dem Auftakt folgte dann die Ernüchterung. Auch wenn "Glee" etwa den Emmy für die beste Regie einer Comedyserie bekam und Jane Lynch für ihre Rolle als Sue Silvester mit dem Emmy für die beste weibliche Nebenrolle in einer Comedyserie ausgezeichnet wurde, so blieben die Erfolge in den Königskategorien aus. Als beste Comedyserie wurde die ABC-Serie "Modern Family" ausgezeichnet. Sie galt unter Journalisten in den Tagen vor der Emmy-Verleihung schon als Favorit. Der Siegeszug zeichnete sich schon bei den Creative Arts Emmys vergangenes Wochenende aus. Und so schlug die Ensemble-Serie die Mitkonkurrenten "Glee" und auch "30 Rock". Bitter für NBC: Da überträgt man in diesem Jahr die Emmy-Verleihung und muss dann zusehen, wie "30 Rock" in den Königskategorien völlig leer ausgeht. Weder die Serie noch Tina Fey oder Alec Baldwin haben gewonnen. Und nicht nur das: Am Ende des Abends ist NBC unter den großen Networks der Sender mit den wenigsten eingeheimsten Emmys. Gerade das Abschneiden von "30 Rock" ist jedoch bemerkenswert, denn die zweite Emmy-verwöhnte Serie der vergangenen Jahre konnte erneut zuschlagen.
Und damit zurück zu den Gewinnern: Bereits das dritte Jahr in Folge gewinnt die AMC-Serie "Mad Men" den Emmy als beste Serie. Überraschende Entscheidungen sehen anders aus. In Deutschland läuft die Serie ab Oktober auch im FreeTV bei ZDFneo. Auch in der Kategorie beste Variety- bzw. Comedyshow gab es keine Überraschung: Es gewann erneut die "Daily Show with Jon Stewart", der allerdings gar nicht anwesend war. Damit setzte das Format die Siegesserie fort, die schon seit 2003 andauert. NBC blieb so immerhin die Schmach erspart eine Dankesrede von Conan O'Brien übertragen zu müssen, der mit seiner kurzlebigen "Tonight Show" ebenfalls nominiert war. Kleiner Trost: Auf dem roten Teppich wurde er von Medien wie Fans so laut gefeiert, wie kaum jemand sonst. Lautstark begleitet wurde auch George Clooney der den Ehrenpreis für seine Charity-Arbeit entgegennahm. Die Standing Ovations der Kollegen waren ihm sichtlich unangenehm. Im Segment Mini-Serie oder TV-Movie wurde Al Pacino als bester Hauptdarsteller für seine Rolle im HBO-Movie "You don't know jack" ausgezeichnet. Claire Danes erhielt den Emmy für ihre Rolle in der HBO-Produktion "Temple Grandin". Als beste Mini-Serie wurde die Hanks/Spielberg-Produktion "The Pacific", bei uns bei Kabel Eins, ausgezeichnet.
Den Emmy für die beste weibliche Hauptrolle in einer Serie ging an Kyra Sedgewick für ihre Leistung in "The Closer". Nach der Ehrung in 2008 und 2009 blieb Glenn Close damit der dritte Emmy verwehrt. Dafür schaffte Bryan Cranston das Triple: Er gewann im dritten Jahr in Folge den Emmy für die beste männliche Hauptrolle in "Breaking Bad". Während diese Entscheidungen wenig überraschend waren, verblüfften die Auszeichnungen für die besten schauspielerischen Leistungen bei den Comedyserien umso mehr.
Edie Falco gewann den Emmy für die Hauptrolle in "Nurse Jackie". Die recht neue Showtime-Serie startet in Deutschland demnächst bei TNT Serie. Falcos Dankesrede wirkte wie wirklich überrascht und ehrlich - es war vielleicht die Beste des Abends. Den Emmy für die beste männliche Hauptrolle in einer Comedyserie erhielt übrigens Jim Parsons für "The Big Bang Theory". Auch er galt im Vorfeld nicht als Favorit. In den vergangenen beiden Jahren gehörte der Emmy in dieser Kategorie übrigens noch "30 Rock"-Star Alec Baldwin.
Bei den besten Nebenrollen gewann neben Jane Lynch für seine Rolle in der ABC-Comedyserie "Modern Family" Eric Stonestreet. Ebenfalls mit einem Emmy für ihre Leistung in einer Nebenrolle geehrt wurden Aaron Paul ("Breaking Bad") und Archie Panjabi ("The Good Wife".) Als beste Realityshow wurde in diesem Jahr "Top Chef" geehrt. Die Show des Kabelsenders Bravo löste damit die ewige Siegesserie von "The Amazing Race" ab. Das Format gewann in den vergangenen sieben Jahren. Der Preis für "Top Chef" bedeutet auch: Heidi Klum ging erneut leer aus. Schon vergangene Woche verlor sie in der Kategorie Beste Moderation einer Realityshow.
Moderiert wurde die Verleihung von NBC-Latenight-Host Jimmy Fallon, der sich verglichen mit Ricky Gervais im Vorjahr etwas schwerer tat und dennoch mit dem nötigen und nicht übertriebenen Humor durch den Abend führte. Neben der Eröffnungsnummer als Hommage an "Glee" amüsierte besonders sein musikalischer Abgesang auf die drei eingestellten Serien "24", "Law & Order" und "Lost". Am Ende des Abends war unter den Journalisten im Mediacenter klar: Diese Emmy-Verleihung bietet noch genügend Gesprächstoff. Wegen den Gewinnern und diesmal auch denen, die eben nicht gewonnen haben. Das Fazit am Ende: Die meisten Emmys gewann die HBO-Miniserie "The Pacific". Sie führt das Format-Ranking mit 8 Emmy-Auszeichnungen an. Es folgt der HBO-Movie "Temple Grandin" mit 7 Emmys, danach "Modern Family" mit 6 Auszeichnungen. Jeweils vier Emmys gingen in diesem Jahr an die Serien "Mad Men" und "Glee".
Den Emmy für die beste weibliche Hauptrolle in einer Serie ging an Kyra Sedgewick für ihre Leistung in "The Closer". Nach der Ehrung in 2008 und 2009 blieb Glenn Close damit der dritte Emmy verwehrt. Dafür schaffte Bryan Cranston das Triple: Er gewann im dritten Jahr in Folge den Emmy für die beste männliche Hauptrolle in "Breaking Bad". Während diese Entscheidungen wenig überraschend waren, verblüfften die Auszeichnungen für die besten schauspielerischen Leistungen bei den Comedyserien umso mehr. Edie Falco gewann den Emmy für die Hauptrolle in "Nurse Jackie". Die recht neue Showtime-Serie startet in Deutschland demnächst bei TNT Serie. Falcos Dankesrede wirkte wie wirklich überrascht und ehrlich - es war vielleicht die Beste des Abends. Den Emmy für die beste männliche Hauptrolle in einer Comedyserie erhielt übrigens Jim Parsons für "The Big Bang Theory". Auch er galt im Vorfeld nicht als Favorit. In den vergangenen beiden Jahren gehörte der Emmy in dieser Kategorie übrigens noch "30 Rock"-Star Alec Baldwin.
Bei den besten Nebenrollen gewann neben Jane Lynch für seine Rolle in der ABC-Comedyserie "Modern Family" Eric Stonestreet. Ebenfalls mit einem Emmy für ihre Leistung in einer Nebenrolle geehrt wurden Aaron Paul ("Breaking Bad") und Archie Panjabi ("The Good Wife".) Als beste Realityshow wurde in diesem Jahr "Top Chef" geehrt. Die Show des Kabelsenders Bravo löste damit die ewige Siegesserie von "The Amazing Race" ab. Das Format gewann in den vergangenen sieben Jahren. Der Preis für "Top Chef" bedeutet auch: Heidi Klum ging erneut leer aus. Schon vergangene Woche verlor sie in der Kategorie Beste Moderation einer Realityshow. Moderiert wurde die Verleihung von NBC-Latenight-Host Jimmy Fallon, der sich verglichen mit Ricky Gervais im Vorjahr etwas schwerer tat und dennoch mit dem nötigen und nicht übertriebenen Humor durch den Abend führte. Neben der Eröffnungsnummer als Hommage an "Glee" amüsierte besonders sein musikalischer Abgesang auf die drei eingestellten Serien "24", "Law & Order" und "Lost". Am Ende des Abends war unter den Journalisten im Mediacenter klar: Diese Emmy-Verleihung bietet noch genügend Gesprächstoff. Wegen den Gewinnern und diesmal auch denen, die eben nicht gewonnen haben. Das Fazit am Ende: Die meisten Emmys gewann die HBO-Miniserie "The Pacific". Sie führt das Format-Ranking mit 8 Emmy-Auszeichnungen an. Es folgt der HBO-Movie "Temple Grandin" mit 7 Emmys, danach "Modern Family" mit 6 Auszeichnungen. Jeweils vier Emmys gingen in diesem Jahr an die Serien "Mad Men" und "Glee".
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