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Da gibt es beispielsweise Gameshows bei denen sicherheitshalber gleich mehrere Enden mit unterschiedlichen Gewinnern aufgezeichnet werden, weil nicht die Leistung der Kandidaten sondern ihre Sympathie offenbar darüber entscheidet wer letztlich gewinnen soll und damit auch ausgestrahlt wird. Und dann gibt es Liveshows in denen Show-Acts voraufgezeichnet werden, was praktische und nachvollziehbare Gründe hat und doch die Nerven der Regie strapazieren, weil sich kaum jemand darum kümmert, ob es inhaltliche Anschlussfehler gibt.
Dabei ist die Kritik aus den Reihen der TV-Regisseure keine Kriegserklärung an den Berufsstand der Cutter: Denn schon immer musste geschnitten werden. Schon immer wurde nachbearbeitet und optimiert. Wenn der Dreh selbst allerdings inzwischen immer öfter zur Materialsammlung verkommt und eine Produktion erst im Schnitt zu dem wird, was sie sein soll, dann lässt sich der Unmut verstehen.
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