Das Zentrum der von Set-Designer Florian Wieder geplanten Bühne bildet die nach hinten versetzte, kreisrunde Center-Stage, die bis dato noch etwas wie ein UFO anmutet. Mit LED-Leisten verkleidet kann die Center-Stage mit Mustern und beliebigen Effekten bespielt werden. Die Technik bietet den Set-Designern von WiederDesign die Möglichkeit vom "kleinen Pinsel für die Ballade bis zum großen Farbeimer für Rocknummern" die ganze Bandbreite an Bühnenbildern abzudecken, erklärt Lichtdesigner Jerry Appelt. Von dieser Center-Stage führt zudem ein Laufsteg ab zu einer sogenannten Satelliten-Bühne. Im Grunde eine kleinere Variante der Hauptbühne.
In Oslo und Moskau hatten die Set-Designer der vergangenen SongContests das Problem, dass der Zuschauerraum nicht bespielt wurde. Aus diesem Grund hat man sich in Düsseldorf dazu entschieden die Laufstege auf denen das Publikum zu den Sitzen geführt wird, mit LED-Leisten auszustatten. Auf diese Weise möchte man erreichen, dass der komplette Innenraum der Halle und das Publikum als Teil des Bühnenbilds wahrgenommen werden.
Hinter der Bühne und direkt vor dem Greenroom befindet sich eine 65 Meter breite und 18 Meter hohe LED-Wand, die schon zu zwei Dritteln aufgebaut wurde und derzeit mit einem überdimensionierten Testbild bespielt wird. Neben den Lichteffekten durch die LED-Elemente und Scheinwerfer, sind in der Halle diverse bewegliche Elemente verbaut worden. So können ganze Teile der Deko abgesenkt bzw. angehoben oder ausgefahren werden. Theoretisch wäre so für jeden Teilnehmer nicht nur eine eigene Lichtstimmung, sondern auch eine eigene Bühnen-Architektur denkbar, erklärte das Organisationsteam der Show am Dienstag in Düsseldorf.
Die LED-Technik wird gerade von Set-Designer Florian Wieder bereits seit Jahren erfolgreich verwendet, dennoch gleicht kein Projekt dem anderen. "Man hat verschiedene Ideen die dann je nach den örtlichen Gegenheiten zusammengebracht werden können. Für das Bühnenbild ist die Esprit-Arena gleichermaßen ideal wie eine Herausforderung", erklärt Matthias Kublik, Art Direktor bei WiederDesign. Auch, wenn man international schon vergleichbare Projekte bearbeitet hat, ist ein Bühnenbild dieser Größe in Deutschland bisher einzigartig.
ESC-Teamchef Thomas Schreiber vom NDR erklärt - nicht ohne Stolz in der Stimme: "Die Grundidee war, dass der Mensch auf der Bühne nicht untergeht. Wir wollten erreichen, dass die Dimensionen der Arena im Fernsehen deutlich erkennbar sind und die Bühne selbst trotzdem menschlich bleibt." Ob das eingelöst wird, zeigt sich dann in der Woche der Halbfinals und Finalshow. Bis dahin bleibt noch genug zu tun.



