Giga Logo 2001 © Giga
Erinnerungen

NBC GIGA: Vor 15 Jahren startete ein neues Fernsehen

 

Auf den Tag genau vor 15 Jahren, am 30. November 1998 ging mit "NBC GIGA" das erste Internet-Fernsehen auf Sendung. Nach viel Häme und Spott gab es Auszeichnungen und Kritiker-Lob für eine innovative Fernsehform, die zwischenzeitlich viel mehr war als nur ein Gaming-Sender. Ein Rückblick...

von Thomas Lückerath
30.11.2013 - 09:05 Uhr

Seite 1 von 3

Miriam Pielhau
© NBC GIGA
"Wir sind hier, ihr seid da". So begrüßte Moderatorin Miriam Pielhau (Foto) zusammen mit Kollegin Uta Fußangel heute vor genau 15 Jahren die Zuschauer zu einem "neuen Fernsehen", wie es Medienjournalist und heutiger DWDL-Koluminst Hans Hoff damals formulierte. So euphorisch wie zum Start von "NBC GIGA" beim Fernsehsender NBC Europe schreibt Kollege Hoff heute eher selten, doch nach viel Häme zum Sendestart dieses so ungewöhnlichen und für manchen Beobachter anfangs kindischem Programm, pflichteten ihm in den folgenden Jahren zahlreiche Journalisten bei. Selbst die "New York Times" widmet der deutschen TV-Innovation aus dem Düsseldorfer Medienhafen ein Portrait. Auch wenn zur Wahrheit eins ebenso erwähnt gehört: Geld hat NBC GIGA nie verdient.

2001 gewann "NBC GIGA" stattdessen den allerersten Grimme Online Award für seine innovative Verknüpfung von Fernsehen und Internet. "Unangestrengt und mit viel Spaß am produktiven Spiel mit den neuen Medien zeigt das Giga-Team, wie man Web und TV zu einer sinnvollen Einheit verschmelzen und so Internet und Fernsehen neue Wege weisen kann", urteilte die Jury damals. "NBC GIGA" - bis heute ungeschlagen die längste regelmäßige Live-Show im deutschen Fernsehen - hatte zu dem Zeitpunkt bereits Fernseh- und Webgeschichte geschrieben. Doch alles der Reihe nach.

NBC GIGA - der Opener a.k.a. GID (1 Videos)

Volker Pfau
© NBC GIGA
Am 30. November 1998 um 15 Uhr ging "NBC GIGA" mit einem werktäglich fünfstündigen Live-Programm aus dem Düsseldorfer Medienhafen auf Sendung. Claim der Sendung: "The Future is You". Hinter dem Projekt stand die mehrheitlich zur "Rheinischen Post" gehörende Düsseldorfer Deutsche Fernsehnachrichten Agentur (DFA), die kurz zuvor die Mehrheit am Fernsehsender NBC Europe übernommen hatte - und etwas Neues ausprobieren wollte. Die Köpfe hinter der Idee waren DFA-Gründer Helmut Keiser sowie Programmdirektor Ollie Weiberg, Programmplaner Willi Jansen und Chefredakteur Volker Pfau (Foto).

Sie konzipierten 1998 eine neue Art Fernsehen, die eine veränderte Mediennutzung schon vorweg nahm. Lange bevor der Begriff Social TV überhaupt geprägt wurde, Web 2.0 zur Mode wurde und andere ihre Pionierleistung kopierten. Maßgeblich für dieses "neue Fernsehen" war eine Live-Ausstrahlung um Interaktion mit den Zuschauern zu ermöglichen und das Konzept der "NBC GIGA Hotclock", die dynamisch und non-linear die Reihenfolge diverser Themenmodule regelte, die jeweils nur wenige Minuten lang waren und doch fünf Stunden Programm füllten. Die Unterteilung in kurze Segmente sollte dem Fernseh-Zuschauer jederzeit den Einstieg in die Sendung bzw. ein Thema ermöglichen. Gleichzeitig war "NBC GIGA" damit bereits für das Web portioniert.

Teilen

Kommentare zum Artikel

Montags: Aktuelles aus dem Milliardengeschäft Sport - präsentiert von Eurosport zum Sports-Update Dienstags: Neuigkeiten aus der Welt der Vermarkter und Agenturen zum Media-Update Mittwochs: Very british: Die News der Woche aus dem Vereinigten Königreich zum UK-Update Donnerstags: Die aktuellen Radio-Meldungen präsentiert von der WDR mediagroup. zum Radio-Update Freitags: Die wichtigsten Nachrichten aus der US-Fernseh-Branche zum US-Update Samstags: Ulrike Klode schreibt, was sie in ihrer Serienwoche bewegt hat zu Meine Woche in Serie Sonntags: Fernsehkritiker Hans Hoff über Aufreger und Programmperlen zum Hoff zum Sonntag
Mit den Newslettern der DWDL.de-Redaktion sind Sie werktäglich bestens informiert. Für die Rundum-Versorgung abonnieren Sie einfach alle Angebote oder wählen den für Sie passenden Newsletter...
Name:
E-Mail:

Ich möchte die folgenden Newsletter erhalten: