Mit "Germany’s Next Topmodel" ist in der vergangenen Woche vielleicht das programmliche Highlight von ProSieben auf Sendung gegangen. Das Format mit Heidi Klum hat sich in den zurückliegenden Jahren noch einmal neu erfunden, nicht nur durch die Verabschiedung von klassischen Schönheitsidealen. Seit 2024 dürfen auch Männer am Model-Wettbewerb teilnehmen, das hat der Sendung spürbar gut getan. Bereits im vergangenen Jahr hatten wir an dieser Stelle über den Impact auf den Bereich Product Placements berichtet, den das Format in seiner rund 20-jährigen Historie hatte. 

Von der Werbewirkung des Formats konnte das Team von Seven.One Media jetzt auch fünf Unternehmen überzeugen, die man erstmals für ein Sponsoring der Show gewinnen konnte. Konkret werden Unilever, Fiat, Alpro, Lego und Dyson 2026 rund um "Germany’s Next Topmodel" werblich in Erscheinung treten. Komplettiert wird das Sponsorenportfolio durch bett1.de: Bereits zum zweiten Mal ist die Matratzenmarke als Joyn-Sponsor mit an Bord. 

Alle nun von Seven.One Media kommunizierten Marken werden unterschiedlich im Verlauf der gerade erst gestarteten Staffel eingebunden. Unilever begleitet die Staffel im März erstmals als TV-Sponsor, um seine Marke Dove zu bewerben. Ab April übernimmt Fiat das TV‑Sponsoring und rückt auch mit zusätzlichen TV-Cut-Ins den Fiat 500 in den Fokus. Alpro setzt erstmals auf das Digitalinventar von "Germany’s Next Topmodel" und begleitet die Show seit dem Staffelstart mit einem Joyn-Sponsoring. Zusätzlich setzt die Marke auf ein Social- und Studio71-Sponsoring, Produktplatzierungen, TV-Cut-Ins sowie eine Lizenzpromotion.

Auch Dyson setzt auf eine Joyn- und Social-Media-Partnerschaft sowie auf Placements – zusätzlich unterstützt die Technologie-Marke mit ihren Beauty-Produkten die Produktion als Ausstatter. Die Lego Gruppe ist zwar schon zum zweiten Mal Teil des Formats und rückt in diesem Jahr die Lego Botanicals durch Product Placements, TV-Cut-Ins sowie eine Lizenzpromotion in den Fokus. Darüber hinaus ist man aber erstmals auch mit einem Joyn-Sponsoring mit im Boot. 

Lennart Harendza, Chief Revenue Officer und Geschäftsführer Seven.One Media, sagt anlässlich des nach wie vor großen Interesses von Werbekunden an dem Format mit Heidi Klum: "'Germany’s Next Topmodel – by Heidi Klum' gehört bei Zuschauer:innen wie auch bei Werbekunden seit Jahren zu unseren gefragtesten Formaten. Das spiegelt sich auch im diesjährigen Sponsorenensemble wider: Mit der LEGO Gruppe, Alpro, Dyson und bett1.de haben wir Marken aus ganz unterschiedlichen Branchen vertreten – sowohl mit klassischen Sponsorings als auch mit aufmerksamkeitsstarken Inszenierungen innerhalb des Formats. Und mit Unilever und Fiat kommen zudem gleich zwei neue TV‑Sponsoren hinzu, die von der hohen Reichweite und Strahlkraft des Formats profitieren."

 

AEOS Werberanking ©

Nachdem Ferrero in der ersten Februar-Woche einen starken Werbeaufschlag hingelegt und vor allem seine Kinder-Produkte massiv beworben hatte, hat man nun einen Gang zurückgeschaltet. 1.333 Kinder-Spots sorgten dennoch für eine vergleichsweise hohe Bruttoreichweite in Höhe von 912 XRP, im Werberanking von All Eyes on Screens, das die reichweitenstärksten Marken der zurückliegenden Woche auflistet, reichte das zu Platz zwei. Überflügelt wurde Kinder nur vom Discounter Netto, der mit nur 552 Spots auf eine Bruttoreichwete in Höhe von 974 XRP kam.

Möglich wurde das starke Netto-Ergebnis durch die Olympischen Winterspiele, wo der Discounter als ein Sponsor der Übertragungen auftaucht. Die meisten Netto-Spots (14,1 Prozent) waren dann auch im Programm des Ersten zu sehen, 8,9 Prozent im ZDF. Mit RTL und Vox wurden zudem zwei weitere, sehr reichweitenstarke TV-Sender recht häufig mit klassischen Spots belegt. Die sehr hohe Bruttoreichweite bei relativ wenigen Spots ergibt sich aber wohl vor allem aufgrund der zuschauerstarken Olympia-Umfelder. 

Noch beeindruckender ist übrigens das Ergebnis von der Sparkassen-Finanzgruppe, die es mit nur 124 Spots auf eine Bruttoreichweite in Höhe von 725 XRP brachte. Das reichte für den dritten Platz im Werberanking. Sämtliche Spots liefen im Ersten und im ZDF - und hier im Olympia-Umfeld. Die hohen Reichweiten der öffentlich-rechtlichen Sender während den Übertragungen spiegeln sich also nicht nur in den täglichen Quotenlisten wieder, sondern auch im Markenranking.  

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Das Werberanking kurz erklärt

All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.