Sportliche Großveranstaltungen wie die aktuell laufende Fußball-WM sind auch immer eine gute Gelegenheit für Marken, sich den Kundinnen und Kunden zu präsentieren. Besonders sichtbar sind im WM-Umfeld aktuell die Sponsoren des Großturniers. Sie haben es zwar nicht alle in die Werbecharts der vergangenen Woche geschafft, die erzielten Bruttoreichweiten sind dennoch beeindruckend. Coca Cola etwa war mit seinen Sponsoring-Hinweisen 17 Mal in der vergangenen Woche zu sehen, daraus resultierte eine Bruttoreichweite in Höhe von 184 XRP.
Dieses Spot/XRP-Verhältnis ist außergewöhnlich hoch. Normalerweise gilt in den Werbecharts von All Eyes on Screens: Wenn eine Marke mit einem Spot eine Bruttoreichweite von 1 XRP holt, ist das schon ein sehr gutes Ergebnis. Und auch andere WM-Sponsoren weisen ein solches Verhältnis auf: Zalando hat beispielsweise aus 21 Spots 211 XRP gemacht. Das unterstreicht, dass die Marke rund um die WM-Übertragungen extrem viele Kontakte erzielen.
Mit Check24 hat es ein WM-Sponsor sogar in die Top 25 der vergangenen Woche geschafft. 139 Spots sorgten hier für eine Bruttoreichweite in Höhe von 333 XRP. Neben den reinen Sponsoring-Hinweisen schaltete Check24 auch normale Spots. So hat es auch Google gemacht, das in der zurückliegenden Woche auf insgesamt fast 1.228 Spot-Schaltungen kam, davon waren aber nur rund 20 Sponsoring-Hinweise zur WM. Darüber hinaus hat Google noch sein Smartphone Pixel 10 beworben. Mit 374 XRP reichte es zu Platz 19 im Werberanking.
Volkswagen ist unterdessen zwar kein WM-Sponsor bei ARD und ZDF, war in der zurückliegenden Woche aber mit drei Spots in den Werbeblöcken der TV-Sender vertreten, in denen Julian Nagelsmann und einige DFB-Spieler im Fokus standen. Damit erreichte man immerhin 297 XRP, für einen Platz in den Werbecharts hat das ganz knapp nicht gereicht.
Sehr umtriebig war zuletzt Amazon unterwegs - und das ganz fernab der Fußball-WM. Der US-Konzern hat für seine aktuell laufenden Prime Days geworben, ein Großteil der fast 2.500 Spots, die Amazon in der vergangenen Woche geschaltet hatte, gingen in diese Richtung. Amazon hat seine Werbeaktivitäten im deutschen TV damit deutlich nach oben geschraubt, in den Wochen davor war man zurückhaltender. Mit 755 XRP schaffte es Amazon letzte Woche bis auf Platz drei der Werbecharts.
Den Platz an der Sonne hat sich unterdessen Lenor gesichert. Die Marke aus dem Hause Procter & Gamble war in 1.429 Spots in den Werbeblöcken zu sehen, das reichte zu einer Bruttoreichweite in Höhe von 776 XRP. Keine andere Marke war damit sichtbarer, auch wenn Penny (760 XRP) knapp dahinter landete.
Das Werberanking kurz erklärt
All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.
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