Foto: Sat.1Erlaubt ist zunächst alles: Jeder Tanzstil wird zugelassen. Sei es klassisches Ballett, Standard-Tanz oder der Breakdance von der Straße. Einzige Voraussetzung, um Weiterzukommen: Talent und Leidenschaft müssen vorhanden sein. Dem entsprechend ist die Jury besetzt. Mit Choreographen und Managern aus verschiedenen Segmenten. Die Palette reicht vom pudelbemützten Hip-Hopper Kelechi Onyele (Bild 1. v.l.) bis hin zum schöngeistig anmutenden Ballett-Mann Dirk Elwert (Bild 2. v.l.).

In Auswahl des Personals, Darstellungsform und Inszenierung merkt man, dass sich der Sender bemüht, die Suche nach dem neuen Tanztalent – deren Sinnhaftigkeit sich sicherlich in Frage stellen lässt – nicht als Vehikel für läppische Lacher und emotionale Wechselbäder bis hin zur Schmerzgrenze zu nutzen. Mit Grundy Light Entertainment hat man zudem einen Produzenten im Boot, der die ganze Geschichte sauber und routiniert weg-realisiert. Schließlich hat man dort mit „Star Search“ und „Deutschland sucht den Superstar“ schon einiges an Erfahrung in diesem Show-Segment vorzuweisen.

Überraschend auch die Quoten der Sendung. Im Gesamtpublikum zwar unter dem Senderschnitt, aber in der jungen Zielgruppe – und auf die scheint „You can dance“ zugeschnitten, schaut man sich die Bild- und Text-Sprache der Sendung einmal genau an – mit 13,5 Prozent Marktanteil über dem Senderschnitt.

Die Beiträge zur Sendung von Moderatorin Anna Meier beschränkten sich bei dieser ersten Sendung noch im Wesentlichen auf die Ansage des Telefongewinnspiels. So dürfen wir noch ein bisschen gespannt sein, welches neue Talent uns Sat.1 da präsentieren wird. Auch Estefania Küster – die Frau die in der Sendung als Backstage-Reporterin während der großen Shows zeigen will, dass sie mehr ist, als die Ex vom Bohlen – war in der ersten Folge nicht zu gegen. Erwartet hatte man eigentlich, dass Sie den emotionsgeladenen Tänzerinnen und Tänzern nach der Jury-Urteil ein Taschentuch reicht und fragt, wie sie sich jetzt fühlen. Dass sie es nicht tat, unterstreicht einmal mehr, den grundsätzlichen Charakter der Show.