Grafik: DWDL.de; Logo: ZDFMit einem längst überfälligen Schritt bekommt ZDF-Polittalkerin Maybrit Illner bereits ab diesem Donnerstag auch einen Polittalk mit Ihrem Namen. Statt "Berlin Mitte" geht das ZDF ab dem 15. März donnerstags um 22.15 Uhr mit "Maybrit Illner" auf Sendung. Damit bringt das ZDF Deutschlands beste Polittalkerin in eine prominentere Position bevor in der zweiten Jahreshälfte das Erste mit den Formaten von Anne Will und Frank Plasberg auf Sendung geht. Am Montag stellte das ZDF in Berlin das neue Talkshow-Konzept vor.

Nach etwa siebeneinhalb Jahren bekommt der 1999 als Antwort auf den Erfolg von "Sabine Christiansen" gestartete ZDF-Polittalk also einen neuen Namen, aber auch eine neue Optik inklusive neuem Studio und ein geändertes Konzept. Künftig kann und soll sich Gastgeberin Illner im Studio bewegen, Interviews an mehreren Stellen führen können und das Publikum künftig in die Diskussionen einbinden.
 
Zusammen mit der Ankündigung künftig auch Einspieler und Grafiken zur Veranschaulichung von Themen und Problematiken zu nutzen, klingt dies ein Stück weit wie Frank Plasbergs "Hart aber fair". Sein hochgelobter WDR-Polittalk soll voraussichtlich noch in diesem Jahr in das Programm des Ersten wechseln und entweder am Mittwoch oder - wie Illner - am Donnerstag programmiert werden.
 


Für mehr Diskussionen und eine breitere Herangehensweise an das Thema der Woche bekommt Maybrit Illner und ihre gleichnamige Talkshow künftig 15 Minuten mehr Zeit: Wie das ZDF am Montag bei der Präsentation des neuen Konzepts verriet, wird die Sendezeit von 45 auf 60 Minuten verlängert. Zuschauer von "Johannes B. Kerner" müssen donnerstags also künftig länger warten.
 
Trotz aller Änderungen bleibt "Maybrit Illner" klassischer Polittalk, wie ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender ankündigt. "Wir wollen nicht so tun als würde hier das Fernsehen neu erfunden", so Brender. Man wolle sich neuen Entwicklungen anpassen, so wie es die Redaktion der Sendung bislang stets getan habe. Das neue Konzept von "Maybrit Illner", wenn auch mit starken Anleihen bei "Hart aber Fair", klingt so, als wenn es die Programmänderung wert sei.