Der WDR und Carolin Kebekus wollen auch in den Jahren 2026 und 2027 zusammenarbeiten, das hat der Sender gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigt. Kebekus gehöre "zu den profiliertesten Comedy-Schaffenden in Deutschland" und greife aktuelle Ereignisse und gesellschaftlich relevante Themen auf unterhaltsame Weise auf, hieß es vom Sender gegenüber dem "epd".

Noch ist die Verlängerung der Zusammenarbeit nicht ganz in trockenen Tüchern, der Deal muss nämlich erst noch vom Rundfunkrat des WDR abgesegnet werden. Das Gremium wird sich voraussichtlich am 5. Februar mit dem Thema befassen. Eine Zustimmung gilt als wahrscheinlich. Es kommt so gut wie nie vor, dass die Gremien der öffentlich-rechtlichen Sender konkrete Programmvorhaben blockieren. 

Weil die Zustimmung des Rundfunkrats noch aussteht, will man beim WDR gegenüber dem "epd" noch nicht zu sehr ins Detail gehen. In jedem Fall würde man die stärkere Ausrichtung der "Carolin Kebekus Show" auf ein junges Streamingpublikum fortsetzen, so die Stellungnahme aus dem WDR. Die Show läuft seit 2020 im Ersten und kommt mittlerweile auf mehr als 70 Ausgaben. 

Die "Carolin Kebekus Show" wird von der btf in Kooperation mit der UnterhaltungsFlotte TV GmbH produziert, an der zweitgenannten Firma hält Kebekus die Mehrheit (DWDL.de berichtete). Anfangs waren die Ausgaben jeweils rund 45 Minuten lang, seit 2024 wurde das auf 30 Minuten gekürzt. Der Erfolg des Formats ist überschaubar: 2025 kamen alle gezeigten Ausgaben im Schnitt auf rund 720.000 Zuschauerinnen und Zuschauer, der Marktanteil belief sich auf 8,3 Prozent. Auch beim jungen Publikum liegen die Marktanteile im einstelligen Bereich. In der Mediathek erzielte die "Carolin Kebekus Show" 2025 pro Folge 125.000 Abrufe, im Jahr davor sind es nach "epd"-Angaben noch 170.000 gewesen.

Carolin Kebekus präsentierte im Ersten zuletzt aber nicht nur ihre eigen Show, sie war darüber hinaus auch als "Programmstörerin" im Einsatz. Im vergangenen Oktober machte sie in der Halbzeitpause eines DFB-Länderspiels zusammen mit anderen Promis auf das Thema Einsamkeit aufmerksam. Im Jahr davor gab es eine Programmstörung, in der Kinderrechte im Mittelpunkt standen.