Die ARD ist ab sofort Mitglied der Public Media Alliance, das hat der globale Verband öffentlich-rechtlicher Medienorganisationen jetzt öffentlich gemacht. Die ARD vergrößert damit die ohnehin schon breite Mitgliederbasis der Organisation: Auch das ZDF, die SRG und die BBC sind bereits im Verband aktiv. Hinzu kommen öffentlich-rechtliche Sender aus vielen weiteren Ländern der ganzen Welt.

Gemeinsam wolle man zusammenarbeiten, um sich auf "globale Herausforderungen für öffentlich-rechtliche Medien zu konzentrieren", heißt es jetzt in einer Pressemitteilung zur Aufnahme der ARD. Als Beispiele nennt die PMA unter anderen die Bekanntheit und Auffindbarkeit der Sender in Zeiten von Marktverwerfungen und Desinformation. Zusammen mit anderen Mitgliedern will man sich für einen starken - und allgemein zugänglichen sowie leicht auffindbaren öffentlich-rechtlichen Rundfunk einsetzen. 

Im Zuge der ARD-Neuaufnahme in die Organisation wird BR-Intendantin Katja Wildermuth in die sogenannte Global Task Force for Public Media (GTF) aufgenommen. Hier will die PMA mit einer einheitlichen Stimme sprechen. In dieser Task Force wird Wildermuth auf einen ihr bekannten Medienmanager treffen: Norbert Himmler. Der ZDF-Intendant leitet die Task Force. 

Katja Wildermuth sagt: "Öffentlich-rechtliche Medien stehen weltweit vor ähnlichen Herausforderungen: Desinformation, wachsender politischer Druck und sich verändernde Gewohnheiten der Zuschauer. Mit dem Beitritt zur Public Media Alliance und zur Global Task Force for Public Media bekräftigt die ARD ihr Engagement für starken, unabhängigen Journalismus, die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, den grenzüberschreitenden Austausch von Fachwissen und die Zusammenarbeit mit globalen Partnern, um sicherzustellen, dass vertrauenswürdige öffentlich-rechtliche Medieninhalte in einer sich schnell verändernden Welt zugänglich und relevant bleiben."

Kristian Porter, CEO der Public Media Alliance, ergänzt: "In Zeiten rascher Veränderungen und Umbrüche ist es unerlässlich, dass öffentlich-rechtliche Medien aller Größenordnungen zusammenstehen, um sicherzustellen, dass sie auch weiterhin die erste Anlaufstelle der Öffentlichkeit für vertrauenswürdige Nachrichten und Informationen bleiben. Deshalb freue ich mich sehr, die ARD in der Public Media Alliance willkommen zu heißen. Sie wird unserem globalen Netzwerk wertvolle Erfahrungen bringen. Gemeinsam werden wir uns für die Werte der öffentlich-rechtlichen Medien einsetzen und gemeinsame Herausforderungen wie Desinformation, Prominenz und Auffindbarkeit in einer zunehmend komplexen Medienlandschaft angehen."