Der märchenhafte Aufstieg und der jähe Absturz von René Benko wird von UFA Fiction nun als Dokudrama aufbereitet. Die Dreharbeiten für das Projekt unter dem Arbeitstitel "Benko - Size does matter", das im Auftrag von NDR, SWR, RBB, ORF und SRF und in Zusammenarbeit mit HolyScreen Media und Cineteam Hannover entsteht, sind angelaufen, die Veröffentlichtung ist für Herbst 2026 in der ARD Mediathek und im Ersten geplant.
"Es ist eine Geschichte von Verführern und Verführten, eine Geschichte über Gier, Glanz und Glamour, eine Geschichte über Macht und Macher. Ein Junge, der aus bürgerlichen Verhältnissen stammt, der den Willen und die Fähigkeit zum großen Geschäft besitzt, und vom lokalen Dachbodenausbauer zum Architekten eines milliardenschweren Immobilien-Imperiums aufstieg, das die Grenzen des anscheinend machbaren verschob – bis irgendwann alles zusammenbricht wie ein Kartenhaus", heißt es seitens UFA. Dabei solle nicht nur Benkos Leben als großes Drama gezeigt werden. sondern auch als Groteske über Macht, Größenwahn und Skrupellosigkeit in der Finanzwelt. Über allem stehe die Frage: Wie konnte es so weit kommen?
Der 90-minütige Film kombiniert dafür Spielszenen mit Archivmaterial und Interviews. Geschrieben wird das Stück von Hannah und Raymond Ley, die sich gemeinsam mit den Journalistinnen Bettina Weiguny und Margret Hucko sowie dem Journalisten Martin Noé dem Fall näherten Der preisgekrönte Regisseur Raymond Ley dreht die Spielszenen seit Ende Januar u.a. in Berlin und Hannover. Weitere Drehorte sind Wien, Potsdam, Dortmund und Hamburg. Die Rolle des René Benko übernimmt der österreichische Kabarettist und Schauspieler Thomas Stipsits. In weiteren Rollen sind Heino Ferch, Patricia Aulitzky, Lisa Wagner, Alexander Wipprecht und Harald Schrott zu sehen.
Marc Lepetit, Produzent UFA Fiction: "Wie schon bei 'Wirecard – Der große Fake' haben uns die Fragen interessiert: Haben die Beteiligten wirklich nicht gemerkt, was sich auf dem Weg nach oben alles verändert hat? Haben sie nicht gesehen, was passiert ist, und konnten sie nicht spüren, welche wirtschaftlichen Lawinen sie auslösen? Diesen Fragen am Fall des Highflyers René Benko nachzugehen, reizt uns als Filmemacher sehr. Was kann man erkennen, was konnte man erahnen? Wie funktioniert diese Welt? Und warum passieren solche Skandale immer wieder? Erneut mit Hannah Ley und Raymond Ley zusammenzuarbeiten, bedeutete für mich, diesen Themen mit derselben analytischen Klarheit und erzählerischen Kraft nachzugehen, die unsere bisherigen Projekte ausgezeichnet hat. Gemeinsam wollten wir ein Bild zeichnen, das nicht nur zeigt, wie es dazu kommen konnte, sondern auch, welche Mechanismen, Versuchungen und blinden Flecken ein System hervorbringt, in dem Erfolg oft jede Warnung überstrahlt."
Raymond Ley, Regie und Drehbuch, und Hannah Ley, Drehbuch: "Große Versprechen, große Zahlen, großer Absturz. Der Flug des Ikarus – jäh ausgebremst. Uns hat Spaß gemacht, dieses Investoren- und Immobiliendesaster mit einem satirischen Blick freizulegen. Die Signa-Pleite wirkt auf den ersten Blick wie ein Drama reicher Männer. Wir haben aber bewusst auch auf die geschaut, die in diesen Spielen der Superreichen, den Preis bezahlen mussten, ohne je dazu eingeladen worden zu sein."
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