Gut 20 Jahre lang war Katharina Frömsdorf für ProSiebenSat.1 tätig, zuletzt als Chief Transformation Officer. In dieser Position sollte sie seit dem vergangenen Jahr die "Wachstumsprioritäten und Prozesse" steuern. Doch damit ist nun Schluss. Am Dienstag hat das Unternehmen den Abschied der 47-Jährigen angekündigt. Sie verlasse ProSiebenSat.1 "im besten gegenseitigen Einvernehmen", hieß es. Stattdessen wolle sich Frömsdorf künftig neuen beruflichen Herausforderungen widmen.

Katharina Frömsdorf hatte in ihrer Rolle als Geschäftsführerin der Seven.One Entertainment Group neben dem Business Transformation Office die Bereiche Content Operations und New Business sowie unter anderem das Podcast-Geschäft und das Influencer-Netzwerk Studio71 verantwortet. Zugleich steuerte sie als Chief HR Officer auch den Personalbereich. Ihre Aufgaben im HR-Bereich übernimmt künftig Marc Elbers.

"Katharina hat in den vergangenen 20 ahren die Entwicklung von ProSiebenSat.1 maßgeblich geprägt und dabei ein starkes Gespür für neue Geschäftsmodelle bewiesen", sagte ProSiebenSat.1-CEO Marco Giordani. "Ich danke Katharina ausdrücklich für ihren Beitrag und ihr Engagement, respektiere ihre Entscheidung und wünsche ihr für die Zukunft von Herzen alles Gute."

Frömsdorf selbst erklärte, sie blicke "mit großer Dankbarkeit auf eine Zeit des Wandels und Wachstums zurück". Und weiter: "Wir haben neue digitale Geschäftsfelder erfolgreich aufgebaut und Joyn strategisch neu positioniert und auf ein relevantes Markt- und Nutzungsniveau gebracht. Es war ein großartiges Team, das diese Erfolge möglich gemacht hat - dafür danke ich von Herzen und wünsche allen für die Zukunft alles Gute."

Gerade erst hatte der neue CEO erklärt, dass die linearen Sender der Gruppe künftig "unsere klare Priorität" haben werden. "Joyn ist unmittelbar danach unsere zweite Priorität", sagte Marco Giordani bei einem Presse-Event in Unterföhring (DWDL.de berichtete). Es ist eine erkennbar andere Strategie, als sie bislang auch unter Katharina Frömsdorfs Verantwortung verfolgt wurde. Vielleicht liegt auch darin ein Teil der Erklärung für den nun bekannt gewordenen Abschied.

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