In den vergangenen Tagen und Wochen mussten sich gleich mehrere große TV-Sender in eigener Sache erklären. Beim ZDF schaffte es ein KI-Video ins "heute-journal", was weitreichende Folgen hatte. Im Ersten hatte man in einem "Bericht aus Berlin"-Beitrag Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel an eine falsche Stelle geschnitten und bei RTL war man jüngst nicht in der Lage dazu, korrekt über die Ereignisse im eigenen Haus zu berichten. Kurzum: Die Glaubwürdigkeit der Sender hat gelitten.
Die ARD hat nun für den 19. März den sogenannten "Nachrichtentag" angekündigt, darin wollen alle Landesrundfunkanstalten auf unterschiedliche Art und Weise einen Einblick in die Nachrichtenproduktion geben - teilweise können die Menschen sogar selbst mitmachen. Der MDR bietet beispielsweise in Leipzig eine Tour durch das dortige "MDR Aktuell"-Newscenter an, um den Besuchern zu zeigen, wie die Nachrichten dort täglich entstehen.
Der WDR bietet unter anderem einen Nachrichtenworkshop für Schülerinnen und Schüler bei 1Live in Köln an, geplant sind außerdem Führungen durch den Sportcampus. Zwischen 16:30 und 17 Uhr gibt’s außerdem ein Instagram-Live der Auslandssendung "Weltspiegel". Darin spricht Isabel Schayani live mit ihren Kolleginnen und Kollegen in den Auslandsstudios, die Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben.
Im RBB-Studiotalk "Guten Morgen Berlin" bekommen die Zuhörenden Informationen zu Themenauswahl und Umsetzung von regionalen wie internationalen News. Die Hörfunkwelle Bremen Eins lädt derweil besonders Seniorinnen und Senioren ein, an ihrer Themenkonferenz teilzunehmen, und der SWR hat spezielle Angebote für Mitarbeitende bei Polizei und Feuerwehr vorbereitet. Der Hessische Rundfunk bietet Jugendlichen einen Workshop zu "Fakenews, Bubbles und Nachrichten" an. Schulklassen können auch hinter die Kulissen von BR24 TV blicken oder erstellen beim Saarländischen Rundfunk selbst Nachrichten-Reels.
Und an den vier Standorten des Norddeutschen Rundfunks erfahren Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte mehr über die Arbeit der Nachrichtenredaktionen. Einen Überblick über alle Veranstaltungen gibt’s auf einer entsprechenden ARD-Webseite, dort finden sich auch Anmeldemöglichkeiten. Einige Events sind jedoch schon ausgebucht.
"Nachrichten sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis professioneller Arbeit. Dazu gehören transparente Recherche, Faktenchecks und Priorisierung der Themen", sagt der ARD-Vorsitzende Florian Hager. "Auf dem ARD Nachrichtentag legen wir unsere Arbeit offen, die Menschen können mit den Nachrichtenmachern ins Gespräch kommen und Fragen stellen. Vertrauen ist die wichtigste Währung einer Demokratie und Vertrauen in unser System ist nur möglich, wenn man das System versteht."
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