Der WDR und die Film- und Medienstiftung NRW wollen gezielt und genreunabhängig die frühen Entwicklungsphasen von Film- und Serienprojekten, Dokumentarfilmen und anderen Angeboten für die digitalen Ausspielwege der ARD stärken und bringen dafür die Development-Initiative "Made in NRW" an den Start. Ausgestattet wird sie mit einem jährlichen Budget von 300.000 Euro, mit dem bis zu sechs Projekte mit einem Zuschuss von jeweils bis zu 50.000 Euro gefördert werden können.
Knapp zwei Monate bis zum 20. Mai 2026 können nun die entsprechenden Stoffideen bei der Film- und Medienstiftung eingereicht werden, über die eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern von WDR, Film- und Medienstiftung und einem jährlich wechselnden unabhängigen Mitglied bis zum 17. Juni entscheidet. Antragsberechtigt sind Produzentinnen und Produzenten mit Sitz oder Betriebsstätte in Nordrhein-Westfalen, die gemeinsam mit NRW-Talenten (Buch und/oder Regie) Projekte mit "Streaming-Perspektive" für die ARD - also insbesondere für die ARD-Mediathek - entwickeln.
Bei der Film- und Medienstiftung sieht man das Programm als "exemplarisch für eine Förderlogik, die Development, Pilotierung und Auswertung stärker zusammendenkt – von der Idee bis zur Sichtbarkeit." Man reagiere damit auf den strukturellen Wandel in der Branche, durch den Projekte bereits in der Entwicklungsphase im Wettbewerb um Finanzierung und Sichtbarkeit stünden.
Ziel sei es, von Beginn an die Zusammenarbeit zwischen Kreativen, Produzentinnen bzw. Produzenten und dem Sender strukturiert aufzusetzen und kreative wie finanzielle Risiken in der Entwicklungsphase abzufedern. Neben der finanziellen Unterstützung soll es auch eine professionelle Begleitung während des Stoffentwicklungsprozesses geben, dazu kommt die konkrete Auswertungs-Perspektive durch die ARD. Sollte der WDR den Stoff dann trotzdem nicht innerhalb von zwölf Monaten beauftragen, fallen die Rechte vollständig an die Fördernehmenden zurück.
WDR-Intendantin Katrin Vernau sagt: "Mit ‚Made in NRW‘ heben wir unsere erfolgreiche Talentförderung auf das nächste Level. Den kreativen Köpfen in Nordrhein-Westfalen geben wir die Möglichkeit, ihre originellen Ideen umzusetzen. Für unser Publikum versprechen wir uns mehr unterschiedliche Perspektiven in innovativen, überraschenden und gesprächswertigen Stoffen – passgenau entwickelt für unsere digitalen Ausspielwege und für Menschen, die wir noch nicht so gut erreichen. Ein Gewinn für alle Beteiligten, mit dem wir zugleich den Produktionsstandort Nordrhein-Westfalen stärken."
Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW: "Mit ‚Made in NRW‘ setzen wir unsere neue Förderstrategie konsequent um. Gemeinsam mit unserem Gesellschafter und Partner, dem WDR, fördern wir Talente und Produzent:innen frühzeitig und stärken damit Qualität, originelle Stoffe und Risikobereitschaft made in NRW. Besonders freut mich, dass wir mit der Schauspielerin, Produzentin und in Nordrhein-Westfalen verwurzelten Aylin Tezel eine profilierte kreative Stimme für die Jury gewinnen konnten, die für künstlerische Qualität, neue Perspektiven und eine enge Verbindung zum Standort NRW steht."
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