Günther Maria Halmer ist tot. Der Schauspieler verstarb bereits vor wenigen Tagen im Alter von 83 Jahren, darüber berichten mehrere Medien übereinstimmend, darunter die "Bild" und die "Süddeutsche Zeitung". Demnach soll Halmer in der Nacht von Sonntag auf Montag gestorben sein, der Schauspieler litt an Krebs.

Seinen Durchbruch feierte Halmer einst durch die kurzlebige ARD-Serie "Münchner Geschichten", von der 1974 und 1975 nur neun Folgen produziert wurden. Er spielte darin den bayerischen Lebenskünstler Karl "Tscharlie" Häusler. Deutlich länger drehte er für die ZDF-Reihe "Anwalt Abel". Als Jean Abel ist Halmer zwischen 1988 und 2001 zu sehen gewesen, insgesamt wurden in dieser Zeit 20 Filme produziert. 

Günther Maria Halmer ist darüber hinaus noch im "Tatort" und im "Traumschiff" zu sehen gewesen, außerdem war er Teil unzähliger weiterer Produktionen - auch international. Zuletzt war er unter anderem im Kinofilm "Max und die Wilde 7: Die Geister-Oma" sowie im Fernsehfilm "Trapps Sommer" zu sehen.  

Christoph Pellander, Geschäftsführer der ARD Degeto, bezeichnet Halmer in einer ersten Reaktion als "außergewöhnlichen Schauspieler, feinsinnigen Künstler und einen der ganz großen Publikumslieblinge unseres Landes". Er habe über die Jahre hinweg viele Programme der ARD geprägt. "Günther Maria Halmer verlieh seinen Figuren stets eine besondere Wahrhaftigkeit, Wärme und Menschlichkeit. Er konnte mit wenigen Blicken und Gesten berühren, humorvoll sein, ohne je oberflächlich zu wirken, und ernste Töne anschlagen, ohne Pathos zu benötigen. Gerade darin lag seine außergewöhnliche Kunst."

Die Zusammenarbeit mit Halmer sei geprägt gewesen von "Vertrauen, Professionalität und großer Herzlichkeit", so Pellander weiter. "Er war ein Schauspieler, der nie Eitelkeit vor die Geschichte stellte und der jeder Produktion durch seine Persönlichkeit und seine Haltung eine besondere Qualität verlieh."