Die ARD-Sommerinterviews kommen in diesem Jahr aus dem ARD-Hauptstadtstudio. Das hat der öffentlich-rechtliche Sender bekanntgegeben. In den vergangenen Jahren hatte die ARD die Interviews stets am Spreeufer auf der Terrasse des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses geführt. 2025 hatte es allerdings lautstarke Proteste während des Gesprächs mit AfD-Chefin Alice Weidel gegeben. Aus der Partei wurden damals auch Forderungen nach einer Wiederholung des Interviews laut. Auch während des Interviews mit CSU-Chef Markus Söder kam es zu Störungen.

Wohl auch vor diesem Hintergrund wechselt die ARD nun in ein Studio, wo derartige Störfeuer eher nicht zu erwarten sind. "Das ARD-Sommerinterview ist ein intensives, 30-minütiges Gespräch mit hochrangigen Politikerinnen und Politikern", sagt Markus Preiß, Leiter des ARD-Hauptstadtstudios. "Wir wollen uns klar auf Inhalte konzentrieren, auf den größtmöglichen Erkenntnisgewinn - weniger auf Ort und Umstände. Und nach 16 Jahren auf der Terrasse am Spreeufer war es vielleicht auch Zeit für eine Veränderung."

In den ARD-Sommerinterviews stellen sich ab 5. Juli die Parteivorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien sowie der Bundeskanzler den Fragen von Markus Preiß und der beiden Stellvertreter Matthias Deiß und Anna Engelke. Zum Auftakt spricht Deiß mit Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), den Abschluss der Reihe bildet am 30. August das Gespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

AfD-Chefin Alice Weidel kommt in diesem Jahr hingegen nicht zum ARD-Sommerinterview - stattdessen ist am 23. August ein Gespräch mit ihrem Co-Vorsitzenden Tino Chrupalla geplant.