Zum 1. Januar 2027 entsteht aus der der Handelsblatt Media Group, dem Tagesspiegel Verlag und der Dieter von Holtzbrinck Medien - Muttergesellschaft der beiden anderen - die integrierte Gruppe Holtzbrinck Media. Nicht Teil der Gruppe sein wird die "Zeit": In der vergangenen Woche hatte Dieter von Holtzbrinck angekündigt, seinen bisherigen 50-prozentigen Anteil an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck abzugeben.
Während die einzelnen Redaktionen von "Handelsblatt", "WirtschaftsWoche", "Tagesspiegel" und den Background-Fachbriefings unabhängig bleiben und mehr Verantwortung für die Weiterentwicklung ihrer journalistischen und digitalen Angebote erhalten sollen, werden die bisherigen Querschnittsfunktionen der einzelnen Medienhäuser zusammengefasst.
Damit wolle man die Grundlage für weiteres Wachstum in einem sich konsolidierenden Medienmarkt schaffen und diese Entwicklung auch aktiv mitgestalten - auch Zukäufe in der Zukunft sind explizit nicht ausgeschlossen. Investieren will man in der neuen Aufstellung in Technologie, zentrale Wachstumsfelder und neue Geschäftsfelder rund um die journalistischen Marken. Dazu gehören insbesondere Events, Communities, Verticals sowie neue digitale Produkte und KI-gestützte Angebote.
"Künstliche Intelligenz und technologische Innovation sollen künftig noch stärker dazu beitragen, journalistische Produkte schneller, personalisierter und nutzerorientierter weiterzuentwickeln. In diesen Wachstumsbereichen wird das Unternehmen zusätzliche Stellen im mittleren zweistelligen Bereich schaffen", heißt es in einer Mitteilung. Wie viele an anderer Stelle durch die Bündelung wegfallen, steht auf einem anderen Blatt.
Mit der Neuaufstellung seiner Mediengruppe hat Dieter von Holtzbrinck Andrea Wasmuth beauftragt, die ohnehin schon CEO von Dieter von Holtzbrinck Medien und der Handelsblatt Media Group ist. Dieter von Holtzbrinck sagt: "Unabhängiger, sorgfältig recherchierter Journalismus ist für unsere Demokratie wichtiger denn je. Deshalb stärken wir unsere publizistischen Marken und schaffen ein modernes Medienhaus, das investiert, technologisch innoviert und wächst – um noch mehr Menschen mit verlässlicher Information, fundierter Einordnung und Orientierung zu erreichen."
Andrea Wasmuth erklärt: "Die Zukunft des Journalismus wird nicht irgendwo anders entschieden. Sie wird dort entschieden, wo Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen, Neues zu wagen und gemeinsam ein Medienhaus zu bauen, das journalistische Kompetenz, Technologie und Produktentwicklung konsequent zusammen denkt. Genau das tun wir mit Holtzbrinck Media."
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