Der nächste Schritt hin zu mehr Transparenz der Streaming-Nutzung: Die AGF hat angekündigt, künftig auch Live-Sportevents bei Prime Video in die Streaming-Messung mit einzubeziehen. Anders als für alle anderen Inhalte wie Filme, Serien oder non-fiktionale Unterhaltung, für die seit November vergangenen Jahres erstmals unabhängig erhobene und damit mit deutschen Angeboten vergleichbare Zahlen vorliegen, fehlte dieses Segment bislang - angesichts der Bedeutung aus Reichweiten- und Vermarktungssicht durchaus etwas überraschend.

Das spektakuläre 5:4 zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern in der Champions League tauchte daher beispielsweise nicht in den AGF-Streaming-Rankings auf, obwohl es nach Amazon-eigenen Angaben über fünf Millionen Haushalte erreichte und damit einen neuen Rekord aufstellte. Nun wird die bestehende Server-to-Server-Integration von Prime Video in den AGF-Bewegtbildstandard um diese zusätzliche Komponente erweitert. Damit werden auch direkte Vergleiche mit DAZN möglich, das als erster internationaler Streamer an der AGF-Messung teilnahm. Zu den ersten Eventlivestreams von Prime Video, die im Rahmen der erweiterten Messung ausgewiesen werden, gehören die Übertragungen der Wimbledon Championships, die Ende Juni starten.

"Mit der Erweiterung um Eventlivestreams setzen wir gemeinsam mit Amazon die schrittweise Integration von Prime Video in den AGF-Standard konsequent fort. Ziel ist es, unterschiedliche Angebotsformen nach einheitlichen und vergleichbaren Kriterien abzubilden und so Transparenz im Markt zu schaffen", sagt Kerstin Niederauer-Kopf, CEO der AGF Videoforschung.

Nils Gräf, Managing Director bei Amazon Ads Deutschland, zur Kooperation: "Zusammen mit der AGF setzen wir unseren Weg der Transparenz fort - jetzt durch die Erweiterung der Kooperation um Live-Sportevents. Prime Video bietet mit der Übertragung der Wimbledon Championships, der UEFA Champions League und NBA Basketball ein Premium-Umfeld, das Zuschauerinnen und Zuschauer sowie Werbetreibende gleichermaßen schätzen."