Trotz politischer Sommerpause ging es in den zurückliegenden Tagen im Berliner Regierungsviertel hoch her. Vor allem der Kabinettsumbau durch Friedrich Merz sorgte für viele Schlagzeilen. Gleichzeitig stören sich auch immer mehr eigene Leute aus der Union am Vorgehen des Bundeskanzlers, die Kritik an Merz wird immer lauter und offen gezeigt. Oder wie es Politik-Journalist Robin Alexander zuletzt im Podcast "Machtwechsel" sagte: "Zwischen Friedrich Merz und dem Scheitern steht jetzt nichts mehr". 

In dieser Situation haben sicherlich auch viele Menschen im Land Fragen an den Bundeskanzler - und bei RTL können einige von ihnen bald mit Merz sprechen. Der Sender hat für den 27. August die Ausstrahlung des Formats "Am Tisch mit Friedrich Merz" angekündigt. Die Sendung ist ab 22:15 Uhr zu sehen und wird von Pinar Atalay moderiert. "An einem Tisch mit dem Regierungschef können die Gäste ihre konkreten Fragen, Wünsche und Forderungen zu den Themen stellen, die sie derzeit besonders bewegen", heißt es von RTL. 

Direkt im Anschluss zeigt RTL ab 23:30 Uhr die 30-minütige Dokumentation "Kein Land für alle - Wer verliert, wenn die AfD gewinnt?". RTL/ntv Politikchef Nikolaus Blome widmet sich darin der Frage, wer sich vor einer (Allein-)Regierung der AfD in Sachsen-Anhalt persönlich fürchten müsste – und warum konkret. Zur Erinnerung: Am 6. September wird in dem Bundesland gewählt und die AfD hat gute Chancen, stärkste Kraft im Parlament zu werden. Je nach dem, wie viele Parteien den Einzug in den Landtag schaffen, könnten die Rechtspopulisten sogar die absolute Mehrheit an Sitzen erreichen. 

Zu Wort kommen in der AfD-Doku unter anderem ein Arzt, der laut offiziellem Wahl-Programm der Partei als "kulturfremder" Ausländer "das Wohl der Patienten gefährdet" und ungeeignet sei, "unsere Bürger richtig zu behandeln". Dazu berichtet ein Lehrer, wie ihn und seine Kollegen ein geplanter offizieller Lehrerpranger einschüchtern soll. Ein evangelischer Pfarrer wird in seiner Gemeinde zeigen, wie die von der AfD im Wahlprogramm angekündigten Kürzungen und Beschränkungen staatlicher Zahlungen kirchliche Angebote wie Kita, Friedhof oder Jugendclub unmöglich machen. "Wir nehmen die AfD beim Wort. Und ihre Wähler ernst.", sagt Nikolaus Blome. 

Während RTL also Ende August einen umfassenden Politik-Abend plant, wird das ZDF die aktuellen Veränderungen in der Bundesregierung schon an diesem Mittwoch, den 29. Juli, thematisieren. In einem "Was nun, Herr Frei?" begrüßen ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten und ZDF-Nachrichtenchefin Anne Gellinek ab 19:25 Uhr den wohl neuen Fraktionsvorsitzenden von CDU und CSU, Thorsten Frei. In dieser Position folgt Frei auf den zurückgetretenen Jens Spahn, die Wahl Freis ist noch für den heutigen Mittwoch geplant.