Die SCP Standard Capital Partners AG hat in den zurückliegenden Jahren gleich mehrfach große Veränderungen durchgemacht. Bis 2015 firmierte das Unternehmen noch als Pantaleon Entertainment AG, danach wurde daraus die Pantaflix AG, um den damals im Aufbau befindlichen, gleichnamigen Streamingdienst zu pushen. Der Streamer gehört aber längst der Vergangenheit an, 2024 wurde aus dem Unternehmen daher die PAL Next AG.
Im Februar dieses Jahres hatte man schließlich den nächsten großen Strategieschwenk angekündigt. Damals teilte das Unternehmen mit, dass man sich künftig auf Beteiligungen auch außerhalb der Entertainment-Branche konzentrieren wolle (DWDL.de berichtete). Kurz darauf wurde aus der PAL Next AG die SCP Standard Capital Partners AG. Und nun bricht das Unternehmen endgültig mit seinen Wurzeln.
So hat der Vorstand des börsennotierten Unternehmens jetzt mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, dass die bisherigen operativ tätigen Beteiligungen im Bereich Entertainment vollständig veräußert werden sollen. Ein entsprechender Verkaufsprozess sei eingeleitet worden und man befinde sich auf der Suche nach geeigneten Käufern für die betreffenden Beteiligungen, heißt es in einer Pressemitteilung. SCP Standard Capital Partners betont, dass es sich dabei um einen Teil der beschlossenen strategischen Neuausrichtung handele.
Betroffen davon ist nun eben auch Pantaleon Films. Also die Produktionsfirma, die bislang eine 100-prozentige SCP-Tochter war und die in der Vergangenheit Filme und Serien wie "Der Tiger", "Asbest", "Das letzte Wort", "Unwanted", "You Are Wanted" und einige Filme mit Matthias Schweighöfer ("Das Leben der Wünsche") verantwortet hatte. Darüber hinaus sind auch die KI-Firma Storybook Studios und Pantaflix Technologies SCP-Töchter.
Dass eine strukturelle Neuausrichtung bei SCP geboten ist, macht auch ein Blick auf die jetzt veröffentlichten Geschäftszahlen deutlich. Auf Basis vorläufiger Zahlen erzielte die Gruppe im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatz in Höhe von 469.000 Euro bei einer Gesamtleistung von 865.000 Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei -2,4 Millionen Euro.
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