Produziert wird die neue sechsteilige Serie mit dem Arbeitstitel „Dolly“ von der BetaBerlin Productions GmbH in Kooperation mit Candy Shop GmbH. Die Dreharbeiten haben im August begonnen und sollen nun im Raum Berlin/Brandenburg noch bis Winter laufen. Der historische Stadtkern von Görlitz diente dabei im ersten Drehblock bereits als Kulisse des späten 19. Jahrhunderts.

„Dolly“ ist damit - interessant auch vor dem Hintergrund medienpolitischer Debatten - zu hundert Prozent „made in Germany“. Eva van Leeuwen, Head of Series DACH, bei Netflix erklärt im exklusiven DWDL-Interview: „Das war der Wunsch der Kreativen, die losgezogen sind, um zu schauen, wo wir die besten und auch noch ungesehene Motive für diese Zeit finden. So sind wir in Görlitz und Potsdam gelandet.“

Das Autoren-Trio hatte für Netflix zuletzt „Kleo“ realisiert. „Danach war uns völlig klar: Wir wollen ein neues Projekt mit ihnen finden. Also sind wir gemeinsam losgelaufen und haben nach der richtigen Idee gesucht. Und als die drei dann auf uns zukamen und uns von Dolly Pinkus erzählt haben, waren wir gleich begeistert“, sagt Eva van Leeuwen. Neben dem Trio arbeitete auch Malina Nwabuonwor am Drehbuch von "Dolly".

Die Serie unter Regie von Isabel Braak und Mia Spengler erzählt die Geschichte der rebellischen Dolly Pinkus (gespielt von Derya Akyol) im Berlin des Jahres 1899, die nur knapp einem Serienmörder entkommt. Die Behörden schauen jedoch tatenlos zu und so nimmt sie die Ermittlungen gemeinsam mit ihrer besten Freundin Mieze (Samirah Breuer) und dem Jungkommissar Carl (Sean Douglas) selbst in die Hand. „Das Ganze erzählt mit viel Spannung und einem großen Augenzwinkern in der Tonalität“, so van Leeuwen.

„Dolly“ ist nach „Die Kaiserin“ und neben einem weiteren angekündigten Projekt („Witches“) erneut ein historischer Stoff bei Netflix. Ein Trend? „Es ist eine bestimmte Art von Eskapismus, ein Reinträumen in vergangene Welten – durch die Kostüme und Locations“, sagt Eva van Leeuwen. „Und gleichzeitig bieten diese historischen Settings auch oft Raum für sehr moderne Themen, ohne didaktisch zu werden.“

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