Unter dem Leitgedanken "Demokratie braucht viele Stimmen" haben sich die ARD, das ZDF, RTL Deutschland und ProSiebenSat.1 mit dem Privatsender-Verband VAUNET, der Arbeitsgemeinschaft Privater Rundfunk (APR), dem Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV), dem Medienverband der freien Presse (MVFP), dem Verband Deutscher Lokalzeitungen und Lokalmedien (VDL) sowie dem Bundesverband kostenloser Wochenzeitungen (BVDA) zu einer bundesweiten Aktion zusammengeschlossen. Gemeinsam mit weiteren Partnern wollen sie damit für die Bedeutung glaubwürdiger Informationen und professionellen Journalismus werben.

Es ist das erste Mal, dass sich journalistische Medien unterschiedlicher Gattungen in Deutschland zu einer gemeinsamen Initiative zusammenschließen. Konkret wollen sie vom 14. bis 19. September - also rund um den Internationalen Tag der Demokratie am 15. September - Gesellschaft und Politik zum "Dialog über die Bedeutung glaubwürdiger Informationen und des professionellen Journalismus" einladen, wie es heißt.  Während der Aktionswoche planen die Unternehmen zahlreiche Beiträge in Print, Radio, Fernsehen, Podcasts und digitalen Angeboten, aber auch Dialogveranstaltungen und Redaktionsgespräche. Die inhaltliche Ausgestaltung soll dabei eigenverantwortlich in den jeweiligen Redaktionen erfolgen. 

Erklärtes Ziel der Aktion ist es, eine öffentliche Debatte über die Zukunft der demokratischen Öffentlichkeit anzustoßen. "Sie wirbt für Vielfalt, nicht für einzelne Medienhäuser oder Geschäftsmodelle", heißt es. Und: "Demokratie lebt davon, dass Menschen sich auf Grundlage glaubwürdiger Informationen eine eigene Meinung bilden können. Professioneller Journalismus bietet dafür verlässliche Orientierung, weil er Informationen recherchiert, überprüft und einordnet." Dabei will die Initiative nach eigenen Angaben auch die tiefgreifenden Veränderungen der Öffentlichkeit aufgreifen, "in deren Zuge Big-Tech-Gatekeeper-Plattformen und Künstliche Intelligenz die Mechanismen öffentlicher Aufmerksamkeit erheblich verändern". 

"Demokratie braucht viele Stimmen" ist letztlich "mehr als ein Motto", erklärten die beteiligten Medien. "Es ist ein gemeinsames Bekenntnis zu Presse- und Rundfunkfreiheit, journalistischer Verantwortung und einer vielfältigen Medienlandschaft, die Orientierung bietet und den demokratischen Diskurs stärkt."