Fünf Jahre nach seiner Neuausrichtung als Branchengipfel will das Festival am 29. Oktober mit rund 1.500 Content Creator*innen, Plattformen, Medienhäusern, Agenturen, Produzen+nnen, Marken und Kreativen im Kölner Palladium die grundlegenden Veränderungen der Creator- und Community-Economy thematisieren. Aus einer Social-Media-Szene ist ein professionelles Ökosystem entstanden. Das bedeutet neue Komplexität aber auch Möglichkeiten. Und die locken auch immer mehr größere Medienhäuser, die mit neuen Ansätzen versuchen, in der Community-Ökonomie Fuß zu fassen und dort Zielgruppen zu erreichen und zu vermarkten, die mit klassischen TV- und Streaming-Formaten immer schwerer erreichbar sind.
Das VideoDays Festival will erneut zentrale Akteur*innen dieser Entwicklung zusammen bringen – darunter mit YouTube, Pinterest, Snapchat, Meta und Substack auch einige der Plattformen, die Distribution, Monetarisierung und Community-Building der Branche maßgeblich prägen. „Früher kontrollierte Distribution, wer Öffentlichkeit bekam. Heute entscheiden Communities, was relevant wird. Das ist kein Plattformwechsel, sondern eine Machtverschiebung – mit Folgen für IP, Geschäftsmodelle und gesellschaftliche Debatten“, sagt Tobias Schiwek, CEO von We Are Era und Initiator des VideoDays Festivals, bei dem tagsüber auf Main Stage und Masterclass Stage Keynotes, Panels und Deep Dives auf dem Programm stehen. In einer Matchmaking Area steht die direkte Interaktion zwischen Kreativen, Marken und Agenturen im Mittelpunkt. Gefördert wird die Veranstaltung von der Staatskanzlei NRW und der Film- und Medienstiftung NRW.
Bei der VD Award Gala am Abend werden herausragende Creator*innen Deutschlands in 20 Kategorien ausgezeichnet. Auch der „Best Brand Collab Award“ wird 2026 erneut vergeben. In Kooperation mit Campaign Germany und der DMEXCO prämiert das VideoDays Festival damit die herausragendste Zusammenarbeit zwischen Creator*in und Marke. Im Tagesprogramm geht es zuvor u.a. um Themen wie „Zwischen Klicks und Glaubwürdigkeit: Wie modern muss Wissensvermittlung sein?“. Dazu diskutieren lostwithmathea, Tomatolix und Annika Prigge vom Y-Kollektiv Podcast, wie komplexe Themen junge Zielgruppen erreichen können, ohne an Tiefe zu verlieren.
Elisa Gez, Klengan und 321maxx beschäftigen sich bei „Zwischen Recherche und Rant“ mit der Grenze zwischen fundierter Kritik und Empörungsökonomie. Creator:innen stehen längst nicht mehr nur vor der Kamera: Sie entwickeln eigene Unternehmen, IPs, Produkte und Geschäftsmodelle. Bei „Co-Founding Creators: Warum Content Creators wie Startups denken müssen“ geht es um Creator*innen als Gründer*innen. „Be your own CEO! Warum Creators ihre Karriere ownen müssen“ nimmt die strategische Steuerung der eigenen Karriere in den Blick. „The Green Deal: Eine Creator-Investmentshow“ zeigt anhand eines konkreten Formats, wie klassische Entertainment-Mechaniken für YouTube und Creator-getriebene Angebote weiterentwickelt werden.
Wie stark Social Video inzwischen selbst zum Entertainment-Markt wird, zeigt das Panel „The New Binge: Wie YouTube zum neuen Serien-Hotspot wird“. Fiona Dörich („The Race“), Andy Heyde („Wer gewinnt?“) und Dennis Schmelz („The Creators“) diskutieren darüber, warum auf YouTube zunehmend serielle Formate entstehen, die klassische Entertainment-Mechaniken mit Creator-getriebenem Storytelling verbinden. Moderiert wird das Panel von DWDL-Chefredakteur Thomas Lückerath. Nicht maximale Reichweite allein entscheidet über Relevanz, sondern die Stärke und Bindung einer Community? Unter dem Titel „Kleine Bubble, große Wirkung: Warum Nischencontent die Zukunft von Social Media ist“ diskutiert das Festival, wie wertvoll kleinere, loyale Communities sein können.
Die Verbindung zwischen digitalen Communities und realem Leben wird zum Thema. russischraclette, Rosakochtgrün und mynameisandong sprechen bei „Connection over Food“ darüber, wie Essen Menschen und Communities zusammenbringt. Johannasdiys, die Real Life Guys und Haus_Plan_B diskutieren die Zukunft des Maker Movements auf Social Media. Auch Plattformen gestalten das Programm mit: YouTube ist mit mehreren Sessions u.a. zu YouTube Shopping vertreten, Pinterest bringt mit „Peak Pinterest“ neue Perspektiven auf Content-Planung ein, Snapchat diskutiert gemeinsam mit twenty4tim über Plattform- und Community-Strategien. Substack wird mit einem eigenen Talk auf der Bühne stehen. Mit Meta ist zudem eine weitere der zentralen Social-Media-Plattformen beim Festival präsent. Weitere Informationen, das laufend aktualisierte Programm, Speaker*innen und Tickets gibt es auf der Website des VideoDays Festival.
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